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Zuhause richtig heizen: Mit kleinen Tricks Energie Sparen

So kannst du effizient heizen

Mit diesen Tipps sparst du Heizkosten und tust der Umwelt was Gutes.
Mit diesen Tipps sparst du Heizkosten und tust der Umwelt was Gutes.
© Yasin Hoşgör via Unsplash

Wer richtig heizen möchte, um Energie zu sparen und den ein oder anderen Taler, muss nicht gleich frieren! Mit einfachen Tipps kann man in den kälteren Jahreszeiten durch richtig heizen durchaus sparsam heizen und so auch der Umwelt etwas Gutes tun.

 

Richtig Heizen: Ab wann fange ich an?

Wenn es draußen immer kälter wird, möchte man natürlich nach einem langen und anstrengenden Tag, in ein wohlig warmes Zuhause kommen und es sich so richtig schön gemütlich machen.

Wer es also in den kälteren Jahreszeiten warm und behaglich haben möchte und dabei trotzdem sparsam heizen möchte, sollte genau wissen, wie man richtig heizen der aktuellen Jahreszeit anpasst.

Dabei ist das Baujahr und die Bauweise des Gebäudes ausschlaggebend zum effizient heizen und bestimmt die sogenannte Heizgrenztemperatur. Die Heizgrenztemperatur ist die gemessene Tagesmitteltemperatur. Laut dem Forum unabhängige Beratung für wohnen, Hausbau und Sanierung gilt ein Heiztag oder eine Heizperiode, wenn die Tagesmitteltemperatur unter der entsprechenden Heizgrenztemperatur liegt.

Je nach Gebäude Effizienz sinkt die Heizgrenztemperatur. Umso älter das Gebäude ist desto mehr Temperatur entflieht durch die Gebäudehülle. Auch alte Fenster ohne Dämmung können dafür sorgen, dass Hausbesitzer und Bewohner schon frühzeitig anfangen müssen zu heizen. Der energetische Stand des Gebäudes bestimmt also die Heizgrenztemperatur.

 

Richtig heizen nach Baujahr und Gebäudetyp:

  • Vor 1977: bei 15-17 Grad Außentemperatur
  • 1977-1995: bei 14-16 Grad Außentemperatur
  • Nach 1995: bei 12-15 Grad Außentemperatur
  • Niedrigenergie Haus (Neubau / Sanierter Altbau): bei 11-14 Grad Außentemperatur

Natürlich hängt der Zeitpunkt, wann man richtig heizen möchte, auch vom eigenen Wärmebefinden ab.

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Richtig heizen: Wie viel Grad in welchen Räumen?

Unterschiedliche Räume benötigen zum sparsam heizen verschiedene Innenraumtemperaturen.
Küche und Schlafzimmer sollten der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben zufolge bei 18 – 20 Grad Celsius liegen. Wenn das Schlafzimmer nur nachts genutzt wird, reichen 18 Grad aus. In der Küche existieren noch weitere wärme quellen, wie Herd und Ofen, die bei der Nutzung, den Raum zusätzlich aufwärmen. So reichen auch in der Küche 18 Grad aus. Im Badezimmer sollte die Innenraumtemperatur bei 23 Grad liegen. Im Flur hingegen reichen 17 Grad, da wir uns hier meist nicht länger aufhalten.

Nachts darf der Vermieter, die Leistung des Heizsystems herunterfahren, jedoch darf die Innenraumtemperatur dabei nicht unter 18 Grad fallen. Diese Regel gilt bis zum Ende der Heizperiode.

Wenn in den Wohnräumen die Raumtemperatur nicht auf 18 Grad Celsius kommt, müssen Vermieter selbst außerhalb der Heizperiode die Heizung einschalten. Das Bedeutet auch an kalten Sommertagen muss dann die Heizung eingeschaltet werden. Denn die Folge einer zu niedrigen Innentemperatur: die Feuchtigkeit aus der Luft kondensiert an Möbeln, Fassaden und Fenstern, was Schimmelbildung begünstigen kann.

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Effizient und sparsam heizen, so geht’s:

Um vor allem im Winter effizient und sparsam heizen zu können, können einfache Tricks schon ausreichen, um den Energieverbrauch zu senken.

Hier die Tipps und Tricks zum richtig heizen:

Ausreichen Platz für Heizkörper:

Heizkörper brauchen genügend Raum zum richtig heizen, damit sich die erwärmte Luft optimal im Raum verteilen kann. Das bedeutet, dass Möbelstücke im Idealfall nicht vor der Heizung stehen sollten und wenn notwendig, dann mit einem Abstand von 20-30 Zentimetern. Vorhänge sollten komplett zur Seite geschoben oder hochgesteckt werden.

Stoßlüften:

Es sollten mehrmals am Tag für circa fünf Minuten alle Fenster komplett geöffnet werden, damit es einen zügigen Luftaustausch gibt, anstatt dass die erwärmte Luft durch ein gekipptes Fenster direkt und kontinuierlich wieder entflieht.

Richtig heizen bei Abwesenheit: wie kann ich effizient heizen, wenn ich nicht Zuhause bin?

Wer seine Wohnung verlässt und sparsam heizen möchte, sollte keines Falls die Heizung komplett abdrehen, denn es benötig mehr Energieaufwand, die komplett abgekühlte Wohnung erneut aufzuheizen, als bei einer niedrigeren Temperatur kontinuierlich zu heizen. Das heißt: Heizung lieber durchgängig laufen lassen und runterdrehen, als komplett auszuschalten.

Wartung der Heizkörper:

Zu beachten ist, wie alt der Heizkessel im Keller ist. Wenn er mehr als 15 Jahre alt ist, sollte unbedingt über eine Modernisierung nachgedacht werden, damit man effizient heizen kann. Die Heizung sollte außerdem regelmäßig gewartet werden, um Mängel an den Heizkörpern zu vermeiden, die zu einem erhöhten Energieverbrauch führen können. Ein Fachmann kann einen hydraulischen Abgleich machen, dabei wird mit speziellen Thermostatventilen der Widerstand und die Durchflussmenge für jede Heizung individuell eingestellt. So wird für eine regelmäßige Wasserverteilung in den Heizungen gesorgt. Nach dem Bund der Energie Verbraucher, ist ein hydraulischer Abgleich nichts anderes, als der Einbau von voreinstellbaren Thermostatventilen.

Richtig heizen: Temperaturregler richtig einstellen

Wer richtig heizen möchte, sollte sich unbedingt einen Temperaturregler zulegen. Mit einem sogenannten Thermostatventil kann man für eine konstante Raumtemperatur sorgen. Je genauer das Thermostatventil ist, desto geringer ist der Energieverbrauch. Wenn zum Beispiel der Raum durch Sonnenstrahlen zusätzlich erhitzt wird, regelt ein Thermostatventil, die Wärmezufuhr durch die Heizkörper so, dass die Innenraumtemperatur weiterhin konstant bleibt. Das bedeutet durch die Einstellung der gewünschten Raumtemperatur, kann ein Thermostatventil dafür sorgen, dass die Innenraumtemperatur konstant bleibt und somit kein unnötiger Energieverbrauch stattfindet.

Fenster und Türen Abdichten

Selbst beim richtig heizen, bringt es nichts, wenn trotzdem ein Großteil der Wärme durch undichte Fenster oder Türen entweichen kann. Wenn dies der Fall ist, dann sollten unbedingt Maßnahmen vorgenommen werden, um Fenster und Türen richtig abzudichten. Spalten können ganz einfach mit einem Profi Abdichtband, welches man in jedem Baumarkt bekommt, verschlossen werden. Türen kann man unten mit einer Türendoppeldichtung, einem Zugluft Stopper oder auch einfach mit einer Decke oder einem Handtuch, welches man unten vor den Schlitz legt, abdichten.

 

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Quellen: 

Trainings- und Weiterbildungszentrum Wolfenbüttel: Kennwerte – Außentemperatur. URL: http://www.bosy-online.de/Einstellen_der_Heizkurve/kennwerte_aussentemperatur.pdf, letzter Zugriff: 26.02.19

Bundesanstalt für Immobilienaufgaben: Richtig Heizen. URL: https://www.bundesimmobilien.de/7396698/richtig-heizen, letzter Zugriff: 26.02.19

Bund der Energieverbraucher (2017): Hydraulischer Abgleich. URL: https://www.energieverbraucher.de/de/hydraulischer-abgleich__1549/, letzter Zugriff: 26.02.19

Umwelt Bundesamt (2016): Heizen, Raumtemperatur. URL: https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/heizen-bauen/heizen-raumtemperatur#textpart-1, letzter Zugriff: 26.02.19

WFF (2016): Richtig heizen, vernünftig lüften. URL: https://www.wwf.de/aktiv-werden/tipps-fuer-den-alltag/haushalt-und-gesundheit/richtig-heizen-und-lueften/, letzter Zugriff: 26.02.19