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Zuckerpaste: Schonende DIY-Haarentfernung für Zuhause

Für sensible Haut

Eine etwas sanftere Enthaarungsmethode
Eine etwas sanftere Enthaarungsmethode
© Katarzyna Grabowska via Unsplash

Für viele Frauen ist glatte Haut ein absolutes Muss, deswegen werden die Haare am ganzen Körper auch fleißig entfernt. Mit Rasierern, Wachsstreifen oder einem Epiliergerät werden die Haare an den Beinen, in den Achselhöhlen, in der Bikinizone und dem Intimbereich entfernt. Auch die Armhaare werden oft entfernt und sogar der Damenbart, von dem die meisten Frauen behaupten, dass er bei ihnen selbstverständlich nicht wächst.

Dabei gibt es eine Haarentfernungsmethode, die sanfter zur Haut ist, als eine Rasur oder die Entfernung der Haare mit Wachsstreifen oder dem Epiliergerät. Das sogenannte Sugaring, bei dem die Haare mit einer Zuckerpaste entfernt werden.

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Zuckerpaste – Was ist Sugaring?

Beim Sugaring handelt es sich um eine Haarentfernungsmethode, bei der anstelle von Wachs mit Zucker gearbeitet wird, wie das Wort „sugar“ (englisch für Zucker) bereits andeutet. Die Haut wird sozusagen gezuckert. Die Methode stammt aus dem Orient, wo die Zuckerpaste den Namen Halawa trägt.

Die Zuckerpaste ist schon länger auf der Überholspur, und hängt Rasierer, Kalt- beziehungsweise Warmwachs und Epilierer gekonnt ab.

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Die Vorteile der Zuckerpaste

Wer kennt das nicht, noch schnell die Beine oder Achseln rasieren und schon ist es passiert: ein kleiner Schnitt, der unschön aussieht und brennt. Die Haare mit Wachs oder einem Epilierer zu entfernen ist ziemlich schmerzhaft, denn die Haare werden entgegen der Haarwuchsrichtung entfernt, was die Haarfollikel – die „Hülle“ in der sich die Haarwurzel befindet – reizt. Stell dir vor, du machst eine ruckartige Bewegung, bei der du dich verbiegst; das tut weh. Bei der Haarentfernung mit der Zuckerpaste werden die Haarfollikel nicht unnötig gereizt, denn die Haare werden mit der Haarwuchsrichtung entfernt und brechen dadurch auch nicht ab.

Weitere Vorteile des Sugarings:

  • Entlastung der Umwelt
    Einwegrasierer halten nicht allzu lange, denn die Klingen werden schnell stumpf. Man kann natürlich auf Rasierer ausweichen, bei denen man nur die Klinge und nicht das gesamte Gehäuse wegwerfen muss, aber auch diese belasten auf Dauer unsere Umwelt. Wachstreifen tragen ihren Teil zur Umweltverschmutzung bei. Die Zuckerpaste besteht nur aus Wasser, Zitrone und Zucker. Drei natürliche Zutaten, die keinen ökologischen Fußabdruck hinterlassen.

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  • Gut für den Geldbeutel
    Die Zutaten für die Zuckerpaste kann man in jedem Supermarkt günstig einkaufen und wer die Haare mit der Haarwurzel entfernt, hat bis zu vier Wochen Ruhe. Beim Rasieren sind meist schon wenige Tage später wieder Stoppeln spürbar. Auch den Rasierschaum oder das Rasiergel, kann man sich beim sugaring sparen.
  • Sanft zur Haut
    Die Zuckerpaste löst sich einfacher von der Haut als Wachs. Wachs entfernt auch gesunde Hautschuppen, weshalb die Haut danach gereizter ist. Unschöne und schmerzhafte Rötungen sind die Folge. Außerdem sind in vielen Rasiergels oder auch Haarentfernungscremes künstliche Duftstoffe enthalten, die Hautreizungen hervorrufen können. Da die Zuckerpaste nicht so stark erhitzt wird wie Wachs, ist diese Methode laut Barbara Fehrenbach vom Bundesverband Deutscher Kosmetikerinnen auch für die Enthaarung im Intimbereich und Gesicht geeignet.
  • Natürliche Inhaltsstoffe
    Eine DIY-Zuckerpaste ist frei von künstlichen Duft- und Farbstoffen, sowie anderen Inhaltsstoffen wie beispielsweise Paraebene oder Konservierungsmittel und daher sanft zur Haut.

So kannst du die Zuckerpaste selber machen

Für eine selbstgemachte Zuckerpaste benötigst du

• Den Saft einer halben Zitrone
• Etwa 200 Gramm Zucker
• Etwa 200 Milliliter Wasser

Je nachdem, wie viel Haare du entfernen möchtest, variiert die Menge.

Anleitung:

  1. Die Zutaten in einen kleinen Topf geben und unter ständigem Rühren zum Kochen bringen.
  2. Solange kochen, bis eine honigfarbene zähe Masse entsteht. Sollte die Masse zu flüssig oder zu zäh sein, kannst du das mit mehr oder weniger Wasser beziehungsweise Zucker ausgleichen.
  3. Wenn die Zuckerpaste die richtige Konsistenz erreicht hat, den Topf von der Kochstelle nehmen und die Masse unbedingt auf Körpertemperatur abkühlen lassen, bevor du mit der Enthaarung beginnst, um deine Haut vor Verbrennungen zu schützen.

Anwendung

Bevor du mit der Anwendung beginnst, solltest du die entsprechenden Hautstellen reinigen und dann Pudern. Die Zuckerpaste wirkt besser auf fettfreier Haut.

Jetzt kannst du die Zuckerpaste gleichmäßig auf die Haut entgegen der Haarwuchsrichtung auftragen und ruckartig mit der Haarwuchsrichtung entfernen. Wenn du die klebrige Masse nicht an den Händen haben möchtest, kannst du zum auftragen einen Holzspatel verwenden und zum entfernen ein Stofftuch. Sollte noch etwas von der Zuckerpaste übrigbleiben, kannst du sie einfach in ein leeres Marmeladenglas umfüllen und bis zur nächsten Verwendung im Kühlschrank aufbewahren.

Tipp: Die Zuckerpaste nicht auf verletzter oder gereizter Haut anwenden und für die nächsten 24 Stunden keine Cremes oder Deodorants mit künstlichen Inhaltsstoffen verwenden.

 

Quelle:

Achener Nachrichten: „Glatte Beine durch Zuckerpaste: Sugaring ist Alternative zum Waxing“ https://www.aachener-nachrichten.de/ratgeber/lifestyle/glatte-beine-durch-zuckerpaste-sugaring-ist-alternative-zum-waxing_aid-25688915, 20.11.2018