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Zu viel Schlaf – Kann ausführliches Schlummern gefährlich für uns werden?

Übermäßige Nachtruhe

Zu viel Schaf ist ungesund für den Körper
Zu viel Schaf ist ungesund für den Körper
© Kinga Cichewicz via Unsplash

Früh ins Land der Träume begeben, am nächsten Tag bis zum Vormittag friedlich geschlummert und trotzdem müde? So paradox, wie das klingen mag, hast du in diesem Fall schlichtweg zu viel geschlafen. Nicht nur zu wenig Schlaf sorgt dafür, dass wir uns schlapp und ausgelaugt fühlen, auch zu viel Schlaf kann sich als wahrer Energieräuber herausstellen.

Wann spricht man von zu viel Schlaf?

Im Vorfeld gilt es zu definieren, was genau als zu viel Schlaf zählt. Allgemein lässt sich sagen, dass jeder Mensch pro Nacht durchschnittlich sechs bis neun Stunden Schlaf braucht. Hier eine genaue Antwort zu geben, gestaltet sich jedoch schwierig, da jeder andere Bedürfnisse hat. Ein Kriterium dafür, ob die geschlafenen Stunden nun angemessen sind oder nicht, kannst du ganz einfach an deinem Wohlbefinden festmachen. Wenn du dich quietschfidel fühlst, ist deine Schlafzeit optimal. Solltest du dich dagegen unausgeschlafen fühlen, wird es Zeit deine Schlafgewohnheiten umzustellen.

Viel wichtiger als die Dauer ist übrigens die Qualität deines Schlafs. Die Schlafqualität bestimmt wie erholt und hellwach wir uns am nächsten Tag fühlen. Ein qualitativ hochwertiger Schlaf zeichnet sich dadurch aus, dass du ungestört durchschlafen kannst und der Körper die Chance erhält sich im Tiefschlaf-Modus zu befinden. Faktoren, welche die Schlafqualität beeinflussen können, sind zum Beispiel das Bettklima, die Zimmertemperatur, die Matratze und der geistige Zustand.

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Welche Gründe stecken hinter zu viel Schlaf?

Es gibt viele verschiedene Ursachen, die für zu viel Schlaf verantwortlich sind. Ein wichtiger Grund ist eine schlechte Schlafqualität, die durch zum Beispiel einer schlechten Schlafposition oder eine abgenutzte Matratze entsteht. Die schlechte Schlafqualität gaukelt dem Körper vor mehr Schlafen zu müssen, um den gestörten Schlaf zu kompensieren.

Solltest du hingegen krank sein und/oder Medikamente nehmen müssen, könnte dies dazu führen, dass du dich im Alltag schneller erschöpft fühlst, was deinem Leib ebenfalls das Gefühl gibt, mehr Schlafen zu müssen.

Unterschätzen solltest du weiterhin nicht dein seelisches Befinden, weil Menschen, die oft träge sind und keine Motivation im Leben sehen, zu viel Schlafen, um ihrer tristen Alltagstretmühle zu entfliehen. Diese Vernachlässigung der geistigen Gesundheit ist oft gepaart mit einer schlechten und unausgewogenen Ernährung, welche die Schlafqualität zusätzlich beeinträchtigt, da Zucker, Alkohol und Co es dem Körper erschweren, sich zu regenerieren.

Heutzutage bringen viele Leute statt Müdigkeit lieber ihre Mobiltelefone sowie Laptops mit ins Bett. Nicht selten läuft im Hintergrund zudem der Fernseher. Das blaue Licht der elektrischen Geräte stört unsere innere Uhr immens und auch unser Gehirn kann sich nicht entspannen, wodurch unsere Schlafqualität abermals leidet. Das Resultat: Zu viel Schlaf.

Generell besteht die Ansicht, dass zu viel Schlaf eher Symptom ist, als wirkliche Krankheit. Symptome für übermäßiges Schlafen sind ständige Müdigkeit und eine lange Schlafdauer, welche den Körper auf langfristig belasten.

Zu viel Schlaf: Die Auswirkungen auf den Körper

Ist zu viel Schlaf schädlich? Oder gar tödlich? Entwarnung: Zu viel Schlaf ist definitiv nicht tödlich, dennoch solltest du die schwerwiegenden Konsequenzen für deine Gesundheit nicht unterschätzen.

Studien haben gezeigt, dass Menschen, die zu viel Schlafen ein erhöhtes Risiko haben an Diabetes Typ 2 zu erkranken. Das liegt daran, dass exzessiver Schlaf oft mit Bewegungsmangel, ungesunder Ernährung und somit mit hohen Cholesterin- und Blutwerten zusammenhängen.

Des Weiteren neigen Menschen, die zu viel Schlaf bekommen, dazu Depressionen zu entwickeln. Auch wenn langes Schlafen nicht direkt für Niedergeschlagenheit verantwortlich ist, so führt die überdurchschnittliche Schlafdauer zu ständiger Abgeschlagenheit und zur Vernachlässigung anderer wichtiger Dinge, wie unter anderem Arbeit, Hobby und sozialem Umfeld.

Bekannt ist dir bestimmt auch folgendes Szenario: Du wachst in der Früh ausgeschlafen auf, aber gibst dem süßen Zurufen des Schlafs nach, der dich dazu verleitet noch ein paar Stunden weiter zu dösen. Ein fataler Fehler! Die Schlafstunden, die auf deine eigentlich benötigten Stunden folgen, bringen deinen Biorhythmus durcheinander und schaden eher, als dass sie helfen. So kann sich zu viel Schlaf zum Beispiel auch auf deinen Hormonhaushalt auswirken.

Sind Langschläfer besonders gefährdet?

Nein, Langschläfer stellen in der Regel keine Risikogruppe dar. Wenn du deinen Schlafbedarf kennst und weißt, dass du neun Stunden oder mehr brauchst, um zu funktionieren, ist das vollkommen okay. Problematisch wird es erst, falls du trotz langem Schlafen stets unausgeruht und müde bist, denn dann wird nämlich aus viel Schlaf zu viel Schlaf. Prinzipiell ist aber gegen eine lange Schlafdauer nichts einzuwenden.

Wie kann ich zu viel Schlaf vermeiden?

Warum schlafe ich so viel? Diese Frage hilft zunächst dabei, dir im Klaren darüber zu werden, was die eigentlichen Gründe für dein übermäßiges Schlafverhalten sind.

Für einen gesunden Schlaf gelten die gängigen Empfehlungen, wie für die Gesundheit allgemein. Achte darauf, dass du dich gesund sowie ausgewogen ernährst und du dich regelmäßig sportlich betätigst. Hier solltest du jedoch aufpassen, dass du dich direkt vor dem Schlafen gehen nicht überanstrengst, denn dann tritt der gewünschte Effekt nicht ein. Viel besser ist es, wenn du dich am Nachmittag oder Spätnachmittag auspowerst.

Ferner ist es ratsam elektrische Geräte aus dem Schlafzimmer zu verbannen, um zu viel Schlaf zu vermeiden. Lass den Tag lieber entspannt mit einer relaxten Schmökerstunde und deinem Lieblingstee ausklingen, ehe du auf den sanften Wellen des Schlafs reitest. So gibst du deinem Gehirn die Chance, die erlebten Geschehnisse in Ruhe zu verarbeiten.

Hilfreich kann es ebenfalls sein, deinen Schlafrhythmus bewusst zu kontrollieren. Gehe stets um die gleiche Uhrzeit ins Bett und widerstehe der verführerischen Versuchung am Wochenende länger zu schlafen, da diese überflüssigen Extrastunden deine biologische Uhr nur verwirren.

Sollte noch Unklarheit bestehen, lohnt es sich deinen Hausarzt aufzusuchen. Denn auch Krankheiten können für zu viel Schlaf verantwortlich sein. Lasse dich auf jeden Fall ausführlich von deinem Arzt beraten, er wird dir helfen können.