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Zero-Waste: Ohne Müll geht’s auch!

Umweltbewusstsein zeigen

Wir wollen noch lange etwas, von unserer schönen Erde haben, oder nicht?
Wir wollen noch lange etwas, von unserer schönen Erde haben, oder nicht?
© Hermes Rivera via Unsplash

Seit einiger Zeit boomt die Zero-Waste-Bewegung und das ist großartig für unsere Umwelt und ihre Ressourcen. Weitgefasst meint der Begriff nämlich nichts anderes, als Müllvermeidung in jeglicher Form. Ziel ist es, so wenig Müll wie möglich zu produzieren und sorgsam mit Rohstoffen umzugehen. Das erfordert zwar eine gewisse Umstellung, lässt sich im Alltag aber leichter umsetzen, als man glauben mag!

Zero-Waste: Das sind die Vorteile

Jeder von uns produziert Tag für Tag Unmengen an Müll. Dabei wären nur etwas Umdenken und kleine Veränderungen im Alltag notwendig, um dem entgegen zu wirken. Zero-Waste heißt hier das Zauberwort! Das „Keine Verschwendung“-Credo hat zum Inhalt, unnötigen Abfall zu vermeiden und gleichzeitig sorgsam mit Rohstoffen umzugehen.

So profitierst du von Zero-Waste:

• Du fängst an, Konsum kritisch zu hinterfragen
• Du minimierst deinen ökologischen Fußabdruck
• Durch Konsumverzicht sparst du Geld und Zeit
• Weniger unnötige Dinge sammeln sich an
• Du kaufst bewusster ein, was sich häufig in der Ernährungsweise niederschlägt

Zero Waste: So vermeidest du unnötigen Müll

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Zero-Waste: So funktioniert es!

Bei Zero-Waste geht es darum, Verpackungsmüll so gut wie möglich zu vermeiden beziehungsweise zu reduzieren. Die Wege dazu sind vielfältig und auch Kleinvieh macht Mist! Es ist nicht zwingend notwendig, dass du dein bisheriges Konsumverhalten vollkommen neu strukturierst und organisierst. Wenn du Schritt für Schritt an Zero-Waste herangehst und einige Dinge umstellst, ist schon viel gewonnen!

Wenn du diese Strategien beherzigst, bewirkt das viel:

• Mehrweg statt Einweg
• Glas statt Plastik
• Neuanschaffungen überdenken
• Gebrauchsgegenstände so lange wie möglich nutzen und reparieren, anstatt laufend neu zu kaufen
• Gebrauchsgegenstände weitergeben, wenn du sie nicht mehr benötigst beziehungsweise. auch selbst auf   Second-Hand zurückgreifen

Zero-Waste: Tipps für den Alltag

Aller Anfang ist schwer, das gilt natürlich auch für Zero-Waste. Doch bist du erst einmal im aktiven Tun, wirst du sehen, wie einfach Müllvermeidung funktioniert. Leicht umsetzbare Tipps für den Alltag haben wir für dich zusammengestellt:

Kaffeekapseln vermeiden

Kaffeekapseln haben in den letzten Jahren den Markt erobert. Sehr zum Leidwesen unserer Umwelt! Kapselkaffee ist nicht nur unverhältnismäßig teuer, er lässt auch Unmengen an Verpackungsmüll anfallen. Und das absolut unnötig! Am besten also, du steigst noch heute auf hochwertige Kaffeebohnen oder gemahlenen Kaffee um.

Monatshygiene überdenken

Binden, Slipeinlagen und Tampons sind zwar praktisch, sorgen aber auch für ordentlich viel Müll. Zudem werden sie nicht immer richtig entsorgt. Vielleicht ist ja eine Menstruationstasse eine Alternative für dich? Die Handhabe ist nicht so kompliziert, wie man glauben mag, und du schonst damit Umwelt und Geldbeutel gleichermaßen.

Reinigungsmittel und Pflegeprodukte selbst herstellen

Reinigungsmittel und Pflegeprodukte sind nicht nur meist in massenhaft Plastik verpackt, häufig sind zudem umweltbelastende Stoffe zugesetzt. Dabei kannst du mit nur wenigen Zutaten Putzmittel, Seife, Shampoo, Badezusätze, Deo oder Zahnpasta ganz einfach selbst herstellen.

Auf Stoffbeutel setzen

Stoffbeutel statt Plastikbeutel zu verwenden ist leicht umsetzbar und bringt viel!

Mehrwegbecher nutzen

Du musst auf deinen Coffee-to-go nicht verzichten, kannst hierzu aber ganz einfach statt Einwegbechern deinen eigenen Becher verwenden.

Taschentücher, Wattepads und Spülschwämme

Waschbare Taschentücher und farbenfroher, waschmaschinenfester Stoff statt Wattepads und Spülschwämme tragen dazu bei, Ressourcen zu schonen.

Behältnisse selbst mitbringen

Am Markt oder im Supermarkt: In vielen Fällen werden gerne auch eigene Behältnisse mit Wurst, Käse, Fleisch oder Aufstrichen gefüllt. Einfach nachfragen! In manchen Großstädten gibt es sogar verpackungsfreie Supermärkte, die dem Zero-Waste-Gedanken entgegenkommen.

Zero-Waste: Das kannst du außerdem tun

• auf Leitungswasser setzen
• Teesieb statt Teebeutel verwenden
• Bienenwachstuch statt Alu- und Frischhaltefolie nutzen
• auf Plastikgeschirr und -besteck verzichten
• Bambus- oder Holzzahnbürste verwenden
• Seife statt Duschgel und Shampoo
• keine Strohhalme verwenden
• Rasierhobel statt Einwegrasierer
• auf Küchenrolle verzichten
• Aufkleber „Keine Werbung“ nutzen