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Wie du deine Wohnung nachhaltig und stilvoll gestaltest

Umweltbewusstes Einrichten leichtgemacht

Stilvolles Einrichten geht auch umweltbewusst!
Stilvolles Einrichten geht auch umweltbewusst!
©aerogondo via fotolia

Egal, ob du in eine neue Wohnung oder ein neues Zimmer einziehst, oder ob du dich mal wieder so richtig nach einem Tapetenwechsel sehnst und den Jahresanfang endlich nutzen möchtest, um diesen Wunsch umzusetzen: Es ist immer eine gute Zeit, um deine eigenen vier Wände stilvoll und gleichzeitig umweltbewusst einzurichten. Neu heißt also nicht immer neu kaufen. Wir zeigen dir, wie du aus alten Möbeln und anderen Einrichtungsgegenständen, die dir nicht mehr gefallen oder die du nicht mehr brauchst, neue Hingucker zauberst und wie du umweltbewusst für Stimmung in der Wohnung sorgst.

Zwei Stühle und einen Beistelltisch.

© Fiedels via fotolia

Die alten Möbel sollen raus, aber wohin?

Die erste Frage, die dich umtreibt, wenn du deine Wohnung neu einrichten möchtest, ist vielleicht: Was mache ich mit den alten Möbeln, die mir nicht mehr gefallen? Im nächsten Abschnitt wird es darum gehen, wie du bestimmte Möbelstücke umfunktionieren kannst, damit sie zu neuen Möbeln werden. Möchtest du bestimmte Stücke aber definitiv loswerden, weil du sie aus irgendwelchen Gründen einfach überhaupt nicht mehr sehen kannst, sollten sie nicht etwa auf den Sperrmüll. Stattdessen solltest du sie Teil des ressourcenschonenden Kreislaufs aus Kaufen und Verkaufen werden lassen.

Es gibt dafür mehrere Möglichkeiten:

  1. Du kannst dich online nach Vintage-Interior-Shops umschauen. Auf diversen, inzwischen recht bekannten Websites werden hier alte Möbel an- und verkauft. Mit etwas Glück und wenn du vielleicht auch mehrere Stücke zum Verkauf anbietest (eventuell lohnt es sich auch, sich mit Bekannten, Freunden und anderen als Verkäufer zusammenzuschließen, sofern diese ebenfalls alte Möbel verkaufen möchten), kannst du auch Verkäufer bei einer richtig großen Plattform werden und gutes Geld für deine Sachen bekommen. Praktisch ist: Bei deiner Recherche siehst du vielleicht schon wieder andere gebrauchte Stücke, die dir gefallen und in die du dein bald vielleicht schon eingenommenes Geld wieder investieren kannst.
  2. Die wohl beliebteste Plattform schöne Fotos von allen möglichen Dingen zu verbreiten ist heute Instagram. Nicht nur das. Mit Instagram lässt sich auf diverse Arten inzwischen auch ordentlich Geld verdienen. Auch Vintagemöbel und schicke Einrichtungsgegenstände sind, in gutes Licht gerückt, gerne gesehen und geliked und eventuell schnell auch an die interessierte Frau oder den Mann gebracht. Warum startest du also, wenn du vielleicht sowieso schon einen Account mit einigen Followern hast, nicht einfach einen Insta-Sale? Mit etwas Glück ist sogar schon jemand unter deinen bisherigen Bekanntschaften, der Interesse an deiner alten Kommode oder einer alten Lampe zeigt.
  3. Flohmärkte, vor allem in Großstädten, werden seit einigen Jahren wieder gezielt auch von etlichen jüngeren Leuten angesteuert. Denn alte Möbel liegen wieder voll im Trend. Wenn du es nicht weit zu einem netten Flohmarkt hast, kannst du also auch einfach hier dein Glück versuchen und einige Stücke, die du loswerden willst, zum Verkauf anbieten. Natürlich wirst du auf dem Flohmarkt vermutlich weniger Geld bekommen, als im Netz. Dafür ist die Chance, dass du deine alten Einrichtungsgegenstände am Ende des Tages aber auch wirklich los bist, um einiges höher und Bares bekommst du noch dazu direkt auf die Hand. Vielleicht findet sich bei einem der anderen Stände dann wiederum auch etwas Interessantes für dich? Oder vielleicht besteht sogar die Möglichkeit, etwas zu tauschen?

Alte Möbel und Gegenstände umfunktionieren

Wenn du deine alten Möbel nicht weiterverkaufen und auch nicht an gemeinnützige Organisationen abgeben möchtest, kannst du sie auch umfunktionieren oder wieder aufpeppen, damit sie dir wieder gefallen und damit sie sich in deine neue Einrichtung passend einfügen. Um nicht lange um den heißen Brei zu reden, werden wir gleich konkret:

  • Ikea-Möbel sind schnell gekauft, man sieht sich aber, gerade wenn man irgendwann einmal ein bisschen mehr verdient und die Einrichtung aus Studienzeiten wieder loswerden möchte, auch schnell satt an ihnen. Wird man sie nicht los, ist es doch auch zu schade, um sie wegzuwerfen. Stattdessen lassen sich gerade die Basic-Möbelstücke recht einfach umbauen und damit zu neuen Möbelstücken umfunktionieren. Wir haben bereits in einem älteren Beitrag per Video gezeigt, wie du etwa aus einem Ikea LACK-Tisch ein stylisches Regal zauberst.
    Im Netz findest du viele weitere ähnlicher Ideen für den Umbau der vielen klassischen Ikea-Produkte, von denen du dich einfach einmal inspirieren lassen oder die du, auf deine Weise, nachmachen kannst.
  • Ausgetrunkene Glasflaschen landen meist sofort in der Pfandrückgabe oder im Altglas. Gerade die Form und Gestaltung etwa diverser Alkoholflaschen ist es Wert, sie mit anderen Augen zu betrachten. Die Etiketten, falls vorhanden, lassen sich mit warmem Wasser in der Regel recht unkompliziert lösen, die Flasche in der Spülmaschine einfach reinigen. Anschließend kannst du einige entsprechend große Streifen etwa Geschenkpapier zuschneiden und mit doppelseitigem Klebeband um die Flaschen legen. Die Flaschen kannst du dann abwechselnd mit Kerzen und einzelnen Blumen bestücken und beispielsweise auf einem Tisch auf einem Tortenständer zusammen arrangieren.
  •  Absolut angesagt ist derzeit der sogenannte Shabby-Chic-Vintage-Look, mit dem du ausgedienten Möbeln in nur fünf simplen Schritten ein neues und stilvolles Aussehen verleihen kannst. Unter Shabby Chic wird dabei allgemein ein Einrichtungsstil verstanden, bei welchem sich diverser Erbstücke, Flohmarktkäufe und selbstgemachten Möbeln und Gegenständen bedient wird, die kombiniert werden und durchaus auch sichtbare Gebrauchsspuren haben dürfen. Alles soll ein wenig alt und gebraucht, aber eben stilvoll aussehen. Weiche, verblichen wirkende Farben in Naturtönen sowie einfache Muster und ein schlichter Fußboden aus Hartholz oder anderen Naturmaterialien runden diesen Look optimal ab.
  •  Alte Schneidebretter aus Holz fliegen haufenweise bei dir in der Küche rum? Warum nagelst du sie nicht einfach an die Wand und benutzt sie als Tafel und Memo-Board? Handelsübliche weiße Kreide zeichnet sich fast immer wunderbar auf Schneidebrettern ab und mit normalen Pins kannst du schöne Fotos, Merkzettel und andere Schmuckstände dranhängen.
  •  Du hast keine Idee, wie du deine Wände behängen sollst und schöne Bilder sind dir einfach zu teuer? Warum rahmst du nicht etwas ein, was du schon besitzt. Gerade Halstücher beispielsweise, die du nicht mehr trägst, weil sie dir am Körper vielleicht etwas zu bunt geworden sind, machen sich an der Wand, eingefasst in einen schönen Rahmen richtig gut. Die Stofflichkeit sorgt für einen Look, den man so nicht oft sieht, der aber sicher schnell einige Bewunderer finden wird.

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Sitzecke aus Europaletten

© mallebz via fotolia

Einrichtung aus Europaletten zaubern

Der wohl größte Hype um einen Gegenstand, der sich recht simpel zu etlichen Möbelstücken verarbeiten lässt, ist in den letzten Jahren wohl um die sogenannten Europaletten entstanden. Das absolut zurecht, wie wir finden!

Bei diesen Holzpaletten (offiziell übrigens Europoolpaletten) handelt es sich um nach EN 13698-1 genormte, mehrwegfähige Transportpaletten mit einer Grundfläche von 0,96 Quadratmetern und den Maßen 1200mm × 800mm × 144mm (Länge × Breite × Höhe). Eine Palette wiegt etwa 20 kg und ist neu oftmals schon für etwa 15 Euro erhältlich. Eine gebrauchte Palette findest du in Kleinanzeigen, auf Wertstoffhöfen oder beim Flohmarkt um die Ecke meist schon für noch deutlich weniger oder du bekommst sie sogar geschenkt.

Dadurch, dass die Paletten genormt sind, können sie immer wieder ergänzt, ersetzt und ausgetauscht werden. Malst du sie in einer Farbe an, die dir bald nicht mehr gefällt, wird die Palette neu bestrichen oder mit jemandem gegen eine andersfarbige oder blanke Palette getauscht. Dadurch, dass die Kanten der Paletten gefast, also abgeschrägt sind, splittern die Paletten nicht besonders schnell und das Basteln und Handwerken mit ihnen geht deutlich ungefährlicher und leichter von der Hand. Die Paletten sind robust und minimalistisch und daher auch äußerst vielfältig einsetzbar. Im Netz findest du zahlreiche Beispiele, wie Leute sie stilvoll und clever in ihre Wohnung integriert haben. Als Couchtisch, als Bücherregal oder als Bar, bis hin zu Gartenmöbeln und Hängegärten ist alles möglich.

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Umweltbewusst für Stimmung sorgen

Die Stimmung in einer Wohnung macht unbestreitbar einen wichtigen Teil der Wohlfühlatmosphäre aus. Du kannst dir noch so viele schmucke Vintage-Stücke und aufgepeppte Möbel und Gegenstände in die Zimmer stellen und an die Wände hängen, wenn du sie nicht im richtigen Licht präsentierst, hat sich die ganze Arbeit nur halb gelohnt. Das mit dem richtigen Licht kannst du wörtlich nehmen: Eine große Deckenlampe, die das komplette Zimmer grell erleuchtet, kann einiges zu Nichte machen. Stattdessen solltest du auf mehrere Lichtquellen setzen, die du am besten mit einem umweltschonenden Leuchtmittel ausstattest. Energiesparlampen und LED-Lichter verbrauchen bis zu 80% weniger Energie als alte Glühbirnen und lassen sich in der Regel auch auf die passende Lichttemperatur dimmen. Besonders schön sind warme Lichtfarben, wie gelb, orange oder sogar rot.

Übrigens beeinflusst auch der Fußboden in einer Wohnung extrem die Stimmung. Man muss sich nur mal eine Wohnung mit Teppichboden, PVC und eine mit Fischgrätparkett im Vergleich betrachten, der Unterschied wird sofort deutlich. Wenn du vor der Wahl stehst, solltest du immer zu Böden ohne jegliche Zusatzstoffe greifen. Du wirst dich damit einfach wohler fühlen. Bei Laminatböden zeugt das Siegel „Blauer Engel“ für Umweltfreundlichkeit, bei anderen Holzbeläge solltest du auf das „Naturplus“-Zertifikat achten.