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Wieso du dich weniger entschuldigen solltest

Die Kraft von Worten

Gehe nicht so hart mit dir ins Gericht.
Gehe nicht so hart mit dir ins Gericht.
© Andressa Voltolini via Unsplash

Jeder von uns ist folgendes bestimmt schon mal passiert: Man hat jemanden um einen geringfügigen Gefallen gebeten und hat sich danach tausendmal für eventuelle Unannehmlichkeiten entschuldigt. Dass du dich entschuldigst zeugt von deinem Verständnis, einen anderen Menschen gestört zu haben und es zu bedauern. Die Entschuldigung ist ein wichtiger Bestandteil unserer sozialen Ordnung und erfüllt ihren Zweck. Sie gestaltet sich dann als problematisch, wenn sie im Übermaß betrieben wird und dadurch die eigene Person nicht berücksichtigt wird.

Wieso entschuldigen wir uns zu oft?

Der Mensch ist laut Aristoteles ein Zoon Politikon, ein soziales Wesen, und genau aus diesem Grund versuchen wir es allen Recht zu machen. Möglichst freundlich und unproblematisch möchten wir wirken, um ja die Sympathien von den Leuten, die uns umgeben, zu bekommen. Oft vernachlässigen wir dabei aber, wie sich dies auf das eigene Ich auswirkt. Das kannst du verhindern indem du stets Überlegst wann genau du dich entschuldigst und wie du dich dabei fühlst.

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Warum man vermeiden sollte zu oft um Verzeihung zu bitten

Doch was ist so schlimm an diesem Verhalten? Ist es nicht toll unter Beweis stellen zu können, wie empathisch und einsichtig man doch eigentlich ist? Die Antwort, wer hätte das gedacht, ist nein. Es mag zwar nicht verkehrt sein, auf andere zu achten, dennoch sollte das eigene Wohlbefinden dabei nicht zu kurz kommen. Der grundsätzlich negative Charakter von Entschuldigungen sorgt dafür, dass wir uns selbst in einem schlechten Licht sehen und unsere Selbstwahrnehmung zusehends negativer wird. Es ist wichtig zu lernen, in welchen Situationen Entschuldigungen angemessen sind und in welchen sie unnötig sind.

Positive Alternativen verwenden

Abhilfe leistet hier die gezielte Verwendung von positiven Ausdrücken. Indem du dich mehr auf deine Selbstwahrnehmung konzentrierst, schaffst du es negative Gedanken und Energien aus deinem Leben zu verbannen. Probiere es einfach mal aus!

Nach einiger Zeit wirst du selbst feststellen können, dass ein einfaches ,,Danke‘‘ leichter über die Lippen geht, als eine kummervolle Rechtfertigung. Wenn du nun das nächste Mal mit deiner besten Freundin stundenlang in der Stadt warst, weil du unbedingt shoppen gehen musstest für eine anstehende Hochzeit oder Betriebsfeier, bitte sie nicht um Vergebung, da du sie zu etwas so Unmenschlichem und Zeit Konsumierendem gezwungen hast (Hinweis: Ist es nicht!), sondern bedanke dich. Ein ,,Vielen Dank dafür, dass du dir Zeit für mich genommen hast. Ich hatte heute viel Spaß!‘‘, hört sich nicht nur besser an, auch deine Freundin wird sich sicherlich über diese netten Worte freuen.