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Wie deine Körpersprache Einblicke in deine Seele zulässt

Nonverbale Kommunikation

Gefühle ausdrücken ohne Worte.
Gefühle ausdrücken ohne Worte.
© Abo Ngalonkulu via Unsplash

Die Augen sind bekanntlich der Spiegel zur Seele und geben uns tiefe Einblicke in die Gefühlswelt eines Menschen. Dabei ist es eigentlich die Körpersprache, anhand derer wir wirklich herausfinden können, was in unserem Gegenüber vorgeht. Das was eine Person sagt, spiegelt nicht zwingend wieder, was er denkt. Selbst wer nichts sagt, vermittelt durch Mimik, Gestik, Körperhaltung und Bewegung, räumliche Distanz und Berührung nonverbale Botschaften.

Wie ausdrucksstark und manchmal missverständlich unsere körperlichen Signale sind, erfährst du hier.

Kommunikation ohne Worte

Der Mensch spricht immer, selbst wenn er nichts sagt. Emotionen werden durch Gesichtsausdrücke deutlich oder durch die Einnahme einer bestimmten Körperhaltung. Bei manchen Leuten scheinen die Hände ein Eigenleben zu führen und ihre Worte zu unterstreichen. Auch wie man sich einem anderen Menschen körperlich nähert, oder wie der Körper auf Worte von anderen oder Situationen in der Umgebung reagiert, lassen Rückschlüsse auf das Wohlbefinden des Gegenübers zu.

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Die Mimik – Ein Blick sagt mehr als 1000 Worte

Gefühle wie Ekel oder Abscheu erkennt man an einer gerümpften Nase und Schock oder Angst an Augen, die so groß sind wie Untertassen. Wer wütend ist, runzelt oft die Stirn oder bringt Misstrauen zum Ausdruck. Wer seinem Gesprächspartner in die Augen blickt signalisiert Interesse. Du solltest jedoch vermeiden, Leute anzustarren, denn dass wirkt aufdringlich und aggressiv. Wenn dir Menschen nicht in die Augen blicken können oder der Blickkontakt kaum wahrnehmbar ist, kann das auf ein geringes Selbstwertgefühl, Scham oder auch Desinteresse hinweisen.

Die Gestik – Gibt es universale Handzeichen?

Manche Menschen unterstreichen ihre Worte durch wildes Gestikulieren, wenn sie beispielsweise sehr aufgeregt sind, oder kneten ihre Finger, wenn sie nervös sind. Ungeduld oder Nervosität können sich aber auch durch „Fingertrommeln“ bemerkbar machen. Manchmal verständigt man sich aber auch nur durch Handzeichen, die jedoch nicht in jeder Kultur dieselbe Bedeutung haben. Hier sollte man also gegebenenfalls etwas vorsichtig sein. Ein „Daumen hoch“ signalisiert in vielen Ländern ein „Alles klar“, während er im mittleren Osten als beleidigend aufgefasst wird. Das Peace-Zeichen wird durch ein mit Zeige- und Ringfinger geformtes V dargestellt, steht aber gleichzeitig auch für die zahl Zwei, denn nicht überall beginnt das Zählen mit dem Daumen.

Körperhaltung und Bewegung

Eine gebeugte Haltung und herabhängende Schultern sind oft ein Zeichen von Trauer. Man macht sich klein und bietet dadurch weniger Angriffsfläche. Es ist eine Art Schutzmechanismus, der sich nach außen hin zeigt. Wer aufrecht steht, die Schultern nach hinten schiebt und die Brust herausstreckt signalisiert Selbstbewusstsein und Stärke. Wer seinen Körper seinem Gesprächspartner zuwendet deutet Interesse an und wer sich abwendet oder die Arme verschränkt, Desinteresse oder eine andere Meinung. Manchmal verschränkt man aber auch einfach nur die Arme, weil einem kalt ist. Es kommt also immer auch auf die Umgebung an.

Räumliche Distanz – Komm mir nicht zu nahe

Jeder Mensch hat einen „Personal Space“, also einen unsichtbaren Raum, in dem er sich befindet und wenn ein Fremder diesen betritt und ihm körperlich zu nahekommt, kann das als unangenehm empfunden werden. Man tritt dann oft einen schritt zurück, wendet sich ab oder beugt sich nach hinten, um wieder Abstand zu gewinnen.

Berührung – Balsam für die Seele

Manchmal kann meine seine Gefühle nicht in Worte fassen und drückt sie stattdessen durch eine Berührung, Umarmung, einen Kuss, ein Händchentätscheln, oder ein Schulterklopfen aus. Somit kann man beispielsweise Zuneigung, Liebe, Unterstützung, Trost und Beileid zum Ausdruck bringen.