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Weiße Magie: Der Zauber des Guten

Was, wenn Magie nicht das ist, für das wir es immer gehalten haben?

Ergründe das Geheimnis der weißen Magie
Ergründe das Geheimnis der weißen Magie
© Mallory Johndrow via Unsplash

Magie – die gibt es nur in Filmen. Dieser Ansicht sind wohl die meisten Menschen, denn die Vorstellung, dass eine alte, mit Warzen übersäte Frau mit einem klapprigen Besen durch die Luft reitet, ist nun wirklich ein wenig abstrus. Doch was, wenn Magie nicht das ist, für das wir es immer gehalten haben? Und wie unterscheidet sich weiße Magie von schwarzer?
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Weiße Magie: Gibt es Zauberei wirklich?

Egal, ob es sich um schwarze, oder um weiße Magie handelt: Laut der Pop-Kultur versteht man unter der Magie, die Manipulation unserer Umwelt, durch die Bedienung an übernatürlichen Kräften, welche meist durch spezielle Riten oder Zaubersprüche in Kraft tritt. Übernatürliche Kräfte und Energien, also. Ist das nicht schon ein Widerspruch in sich, wenn wir doch annehmen, dass alle Energien einen natürlichen Ursprung haben? Eine Frage, mit der sich die Menschheit bereits seit Jahrtausenden beschäftigt, ohne jemals eine endgültige Erklärung zu finden.

Doch bevor es gilt, den Bestand der Magie vollends abzuschlagen, sollte man sich zuerst bewusst machen, was es denn mit der Magie auf sich hat, sofern man sie von den Klischees der Fantasy-Kultur löst. Die meisten Menschen, die zur heutigen Zeit an die Existenz der schwarzen, sowie der weißen Magie glauben, oder sich gar selbst als Hexen oder Magier bezeichnen, verstehen unter dem Begriff „Magie“ vorerst den Vorgang der Energiearbeit und die Verbindung des Menschen mit der Natur und dem Kosmos. Diesem Vorgang liegt die Theorie zu Grunde, dass alles aus Energie besteht.
Jeder Gegenstand, jedes Atom, doch auch immaterielle Dinge, wie Gedanken oder Gefühle sind nur eine Form der Energie, welche stets beeinflussbar ist. Darunter fallen bereits Phänomene, wie das Gesetz der Anziehung, Hypnose oder Rückführungen. Da eine derartige Verbindung beziehungsweise Energiearbeit viel Kraft, Zeit und in den meisten Fällen auch ein gewisses Talent fordert, ist die heutige weiße Magie, als ein mystisches Phänomen trotzdem nicht von der Hand zu weisen.

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Wie unterscheidet sich weiße Magie von schwarzer Magie?

Laut der allgemeinen Definition des Okkultismus, steht die Lehre der weißen Magie, die der schwarzen Magie stets gegenüber. Ob Magie schwarz oder weiß ist, wird durch die Absicht des Magiers bestimmt.
Schwarze Magie kennzeichnet sich durch eine egoistische, machtgierige Intention des Magiers oder der Hexe. Zu dieser Form der Magie gehören:

  • Rachezauber
  • Flüche
  • Manipulation von Menschen
  • Zerstörungsenergie
  • Voodoo

Weiße Magie hingegen, entsteht ausnahmslos aus einer positiven, oft selbstlosen Intention, welche das Ziel verfolgt, das Gute zu schaffen. Zu dieser Form der Magie zählen:

  • Heilende Rituale
  • Schutzmagie
  • Verbindung zu Engeln
  • Bestimmte Formen der Liebeszauber

Der Grad zwischen schwarzer und weißer Magie ist oft sehr schmal, weshalb es äußerst einfach ist, sich als weißer Magier, der schwarzen Magie hinzuwenden.
Doch soll hierbei Vorsicht geboten werden: Im Gegensatz zu der weißen Magie, wird der schwarzen Magie nachgesagt, dass sie eines Tages auf den Auslöser zurückfällt. Mit anderen Worten: Jegliche Form der negativen Beeinflussung der Umwelt, wird sich irgendwann gegen den Betroffenen schwarzen Magier wenden.

Voraussetzungen zum Betreiben von weißer Magie

Ob nur erlesene Menschen weiße Magie betreiben können oder sich jeder mit ausreichender Übung der Magie zuwenden kann, ist umstritten. Ein aufrichtiges Interesse und ein tiefer Glaube an das Übersinnliche, sowie ein breitgefächertes Wissen über die Natur und die Energien, welche sie durchdringen, ist wohl eine Grundvoraussetzung.
Des Weiteren wird oft genannt, dass man als Mensch folgende Voraussetzungen erfüllen muss, damit es mit der weißen Magie klappt.

  • Man sollte sich selbst in einen Trance-artigen Zustand versetzen können
  • Ein stabiles, inneres Gleichgewicht haben
  • Ein tiefes Vertrauen dem Universum gegenüber entwickeln
  • Eine aufrichtige Verbundenheit mit der Gegenwart besitzen

All diese Voraussetzungen können jedoch mit regelmäßigen Meditationen, Chakrenarbeit und der richtigen Geisteshaltung angeeignet werden.

Wer betreibt heute noch weiße Magie?

Soweit es bekannt ist, wird Weiße Magie heutzutage sowohl von Einzelpersonen, als auch von Hexenzirkeln und Gruppierungen weltweit betrieben.
Oft finden jeweilige Riten an Tagen statt, welchen eine ganz besondere Energie zugesprochen wird. Darunter fallen unter anderem Neumonde, Vollmonde, die Winter- sowie die Sommersonnenwende.
Hexen und Magier versetzen sich im Rahmen solchen Riten zum Teil in tranceartige beziehungsweise hypnotische Zustände, in denen es möglich sein soll, mit Hilfe ihrer eigenen geistigen, oder emotionalen Energie, die Energien in ihrer Umwelt zu beeinflussen – kurz, weiße Magie zu betreiben.
Bestimmte Mantras, Sprüche oder aufgezeichnete Diagramme, wie das altbekannte Pentagramm, sollen die erwünschte Schwingungen verstärken.

Kritik an dem Prinzip der Magie

Sprüche wie „Unsere Gedanken schaffen Realität“ bedienen sich oft an den Theorien und Gesetzmäßigkeiten der Quantenphysik, um auch Kritiker des wissenschaftlichen Milieus für sich überzeugen zu können. Doch ist das wirklich so einfach?

Magie und die Wissenschaft

Von Seiten der Wissenschaft lautet die Antwort auf die immer wieder aufgeworfene Frage, nach der Existenz der Magie, klar: Nein, so etwas gibt es nicht. Denn bereits Newton hat mit dem Actio und Reactio Prinzip, die These aufgestellt, dass jegliche Wirkung auf einer Ursache basiert. Die schwarze, sowie auch die weiße Magie steht diesem Prinzip ja faktisch gegenüber, da ihre Theorie von dem Prinzip lebt, dass sie Materie aus dem Nichts schaffen kann. Auch andere Wissenschaftler vertreten die Ansicht, dass Kräfte und Energien nicht außerhalb unserer physikalischen Begebenheiten entstehen und wirken können und somit die schwarze, sowie die weiße Magie, wie wir sie kennen, zumindest nach heutigen Erkenntnissen (noch) nicht existieren kann.

Magie liegt im Auge des Betrachters

Fakt ist, dass vermutlich jeder Mensch, der versuchen würde, schwarze, sowie weiße Magie an Hand einer wissenschaftlichen Theorie zu belegen, vermutlich an irgendeinem Punkt scheitern würde.
Wäre die Magie mittels der Quantenphysik zu erklären, wie einige Okkultisten es stets behaupten, so würde sie doch genau das verlieren, was sie im Kern ausmacht.
Die unerklärliche Mystik, die uns die Freiheit nach Eigeninterpretation lässt.
Man darf nämlich nicht vergessen, dass sich Magie nicht zwingend auf eine Stufe mit der Zauberei stehen muss.
Denn, dass die Freude über den ersten Schnee im Jahr, der Geschmack von unserem Lieblingseis oder die Umarmung eines geliebten Menschen nicht auch schon ihre eigene Magie in sich trägt, das lässt sich wohl kaum bestreiten.