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Voodoo – Mehr als nur Puppen und Stecknadeln

Die wahre Geschichte

Hinter Voodoo steckt mehr, als du dir vorstellen kannst
Hinter Voodoo steckt mehr, als du dir vorstellen kannst
Photo by Samiramay on Bigstock

Bei Voodoo denken die meisten von uns wohl zuerst an Puppen, die wir mit Stecknadeln an ihren empfindlichsten Körperstellen stechen und damit unserem Ärger einer bestimmten Person gegenüber Luft machen wollen. Doch hinter Voodoo steckt noch viel mehr.

Voodoo: Die Herkunft

Voodoo, Wudo, Vodou, Vodun, Wudu. Viele unterschiedliche Schreibweisen, eine Bedeutung: Gott oder Geist. Das Wort leitet sich von dem westafrikanischen Wort „Fon“ ab, wo auch der Ursprung der Jahrtausende alten Religion liegt. Ursprünglich kommt der Voodoo Kult aus dem Benin, die Religion ist dort aber erst seit 1996 offiziell anerkannt.

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Da die Anhänger des Voodoo sich auf keinen bestimmten Ort festlegten, gibt es auch keine schriftlichen Überlieferungen aus der damaligen Zeit. Durch die Sklaverei erhielt Voodoo auch Einzug in den amerikanischen Raum und verbreitete sich besonders im karibischen Raum.

Heute soll es auf der ganzen Welt etwa 60 Millionen Anhänger der verschiedenen Voodoo-Glaubensrichtungen geben.

Der Inhalt der Religion

Voodoo ist eine Naturreligion. Was die Menschen in Afrika sich damals nicht logisch erklären konnten, dafür machten sie Geister und Dämonen verantwortlich. Im Gegensatz zum Christentum oder anderen Religionen gibt es im Voodoo keine vorgeschriebenen Regeln oder Bräuche, weshalb es bis heute viele unterschiedliche Ausübungen und verschiedene Arten des Voodoo gibt.

Für die Anhänger gibt es nur einen Gott: Bondyè, was soviel bedeutet wie „Guter Gott“. Kontakt zu ihm können sie aber nur durch „Loa“ aufnehmen. Loa sind die Voodoo-Meister und gelten als Mittler zwischen den Menschen und den Göttern. Den Zugang zu den Loa können die Menschen in Person von Priestern oder Heilern mithilfe von bestimmten religiösen Tänzen oder Zeremonien erlangen.

Die Anhänger des Voodoo versprechen sich von den spirituellen Handlungen Heilung und Schutz.

Voodoo im Alltag

Doch nicht nur in der westafrikanischen Religion findet der Voodoo-Kult Zuspruch.

In vielen Ländern benutzen Menschen sogenannte Voodoopuppen mit Stecknadeln, um Menschen, an denen sie sich rächen wollen, im übertragenen Sinne Schmerzen zuzufügen.

Der Nationalwart von Togo, soll zur Weltmeisterschaft 2006 sogar Voodoo-Medizin mit nach Deutschland gebracht haben, um während den Spielen unbesiegbar zu sein.

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