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Vergesslichkeit – So hilfst du deinem Gedächtnis wieder auf die Sprünge

Übungen für ein besseres Gedächtnis

Hilf deinem Gedächtnis auf die Sprünge.
Hilf deinem Gedächtnis auf die Sprünge.
© Candice Picard via Unsplash

„Es liegt mir auf der Zunge.“ „Was wollte ich gerade sagen?“ „Gerade eben wusste ich es noch.“ Kommen dir diese Sätze bekannt vor? Wenn ja, ist das erst einmal kein Grund zur Sorge. Jeder Mensch legt bis zu einem gewissem Grad Vergesslichkeit an den Tag. Ob ein entfallener Name, eine vergessene Nummer oder ein verlegter Gegenstand, manchmal scheint unser Gehirn nicht ganz auf der Höhe zu sein.

Aber woher weiß man, ob es sich um normale Vergesslichkeit handelt, oder ob vielleicht schon die ersten Anzeichen von Demenz dahinterstecken? Wir verraten dir, wann du hellhörig werden solltest und wie du dein Gedächtnis trainieren kannst.

Vergesslichkeit und Gedächtnis

Das Gehirn nimmt täglich Unmengen an Informationen auf, daher ist es verständlich, wenn einem manche Dinge entfallen. Beim Gedächtnis wird zwischen Kurz- und Langzeitgedächtnis unterschieden. Die Kapazität unseres Kurzzeitgedächtnisses ist beschränkt, während das Langzeitgedächtnis ein unendlicher Speicher an Erinnerungen ist.

Im Langzeitgedächtnis sind beispielsweise Bewegungsabläufe, Fakten und Bedeutungen gespeichert, auf die wir immer wieder zurückgreifen können. Das Kurzzeitgedächtnis speichert Informationen, wie der Name schon verrät nur für kurze Zeit. Jedoch gelangen manche Informationen vom Kurzzeitgedächtnis auch ins Langzeitgedächtnis. Hier kommt es beispielsweise darauf an, ob man abgelenkt war, denn in diesem Fall kann das Gehirn die Informationen nicht so leicht auf Dauer abspeichern.

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Gründe für Vergesslichkeit

Wer ab und an zur Vergesslichkeit neigt, bei dem müssen nicht gleich die Alarmglocken schrillen. Es gibt viele Störfaktoren, die das Gedächtnis beeinträchtigen können.

  • Müdigkeit
    Wer Einschlafprobleme hat, oder nicht durchschlafen kann und deswegen keine erholsamen Nächte bekommt, dem kann das Gedächtnis zu schaffen machen. Ständige Müdigkeit kann ein Grund für Vergesslichkeit sein.
  • Mangelnde Ernährung
    Damit das Gehirn funktioniert, braucht es ausreichend Energie. Wer zu wenig isst, oder sich ungesund ernährt, zehrt an den Energiereserven des Körpers. Außerdem solltest du immer genügend trinken, denn auch Flüssigkeitsmangel ist ein Störfaktor.
  • Emotionale Belastung
    Auch Emotionen können Vergesslichkeit bewirken. Der Kopf schaltet beispielsweise bei zu viel Stress auf Durchzug und man kann sich Dinge schlechter oder auch gar nicht merken. Die Erinnerung lässt einen dann im Stich.
  • Medikamente
    Bei manchen Medikamenten kann Vergesslichkeit eine auftretende Nebenwirkung sein. In diesem Fall am besten den Arzt informieren und nicht auf eigene Faust absetzen.
  • Drogenmissbrauch
    Wer regelmäßig einen über den Durst trinkt oder andere Drogen übermäßig konsumiert, schädigt das Gehirn. Im schlimmsten Fall kann es zu dauerhaften Schäden kommen.
  • Demenz
    Vergesslichkeit kann aber auch die Folge einer ernstzunehmenden Erkrankung sein. Wenn man beispielsweise Gegenstände an völlig untypischen Orten ablegt, wiederholt die gleichen Fragen stellt oder einfache Zusammenhänge nicht mehr erkennt, könnte ein Besuch beim Arzt ratsam sein.

Übungen gegen Vergesslichkeit

Wer Gedächtnisstörungen vorbeugen möchte, kann mit ein paar Übungen seiner Vergesslichkeit entgegenwirken.

  • Entspannungsübungen können beim Stressabbau helfen.
  • Wer sich Eselsbrücken baut, kann sich dadurch bestimmte Dinge besser merken.
  • Eine ausgewogene Ernährung versorgt den Körper mit genügend Nährstoffen, sodass man nicht nur geistig, sondern auch körperlich fit bleibt.
  • Denkspiele wie Rätsel, Sudoku oder anspruchsvolle Hobbies halten unser Gehirn auf Trab.

 

Quelle:

Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg e.V. https://www.alzheimer-bw.de/grundwissen-demenz/demenz-oder-normale-vergesslichkeit/, 20.11.2018