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Umarme den Schmerz

Schmerz als Chance

Schmerz, Verzweiflung und Krise sind immer auch eine Chance sich weiterzuentwickeln.
Schmerz, Verzweiflung und Krise sind immer auch eine Chance sich weiterzuentwickeln.
© Gabriel Matula via Unsplash

Eine Krise, Krankheit und Schmerz sind im ersten Moment unangenehm und schwierig. Sie hindern uns gefühlt daran unser Leben leicht und unbeschwert zu führen, im Alltag gut zu funktionieren. Deshalb ist meist die erste Reaktion, den körperlichen Schmerzreiz zu ignorieren, wegzuschieben, eine Tablette zu schlucken und schnell weiterzumachen. Augen zu und durch.
Doch genau das ist der Knackpunkt: Schmerz und Krankheit, sind kein Makel oder Irrtum, den wir wegwischen sollten, sie bieten uns auch immer auch eine Chance – es sind Wegweiser zu ungelösten Problemen. Dein Körper spricht immer absolut ehrlich zu dir und serviert dir den Zugang zu verborgenen Aspekten deiner Seele auf einem Silbertablett. Lausche also deinem Körper, nimm seine Zeichen ernst und begegne ihm verständnisvoll. Alte, ungelöste Aspekte und Muster, die jetzt offenbar dran sind, können so transformiert und geheilt zu werden.


  1. Beginne mit den wertschätzenden Fragen: Wo tut es dir weh? Was hast du? Frag dich so, wie du ein weinendes Kind fragen würdest. Möglichst verständnisvoll und einfühlsam. Dein Körper zeigt dir sehr deutlich, was er hat und auch dafür kannst du sehr dankbar sein. Er möchte dadurch Heilung deiner Seele erreichen.
  2. Leg die Hand nun auf die schmerzende Stelle: Schließe die Augen und atme erstmal zu dieser Stelle, spüre hinein, versuche den Schmerz erst einmal anzunehmen und danke deinem Körper dafür, dass er dir etwas zeigt. Vielleicht bekommst du einen direkten Impuls, was du jetzt brauchst. Sofortmaßnahmen können beispielsweise sein: Ein warmes Kirschkernkissen, dicke Wollsocken und eine warme Milch mit Honig bei ziehenden Periodenschmerzen. Eine kurze Entspannungsübung wie eine Meditation, Atemtechniken oder Yoga, wenn der Stress penetrant im Kopf pocht. Hör auf deine individuellen Bedürfnisse und kümmere dich liebevoll um dich selbst.
  3. Verbrüdere dich mit deinen Symptomen: Hör auf sie wegzustoßen oder gegen sie anzukämpfen. Sie sind auch ein Teil von dir. Sie machen dich genauso aus, wie deine Schokoladenseiten – auch wenn wir das nicht so gerne hören. Frag dich also: Was ist geschehen, dass mein Körper sich gezwungen fühlte, mir diese Signale zu schicken? Wo habe ich schon länger weggeguckt?
  4. Deute das Thema hinter dem Schmerz: Die Deutung ist manchmal ganz einfach und naheliegend, gelegentlich ist es aber auch komplex und die Antwort versteckt sich erst einmal unter anderen Schichten. Wie bei einer Zwiebel muss man zuerst Schicht für Schicht abblättern um zu sehen, wo es wirklich zwickt. Dies kann bei größeren oder bereits chronisch gewordenen Beschwerden der Fall sein. Spätestens dann lohnt es sich, einen Heilpraktiker, Heiler oder anderen ganzheitlich tätigen Therapeuten deines Vertrauens mit einzubeziehen, um die wahre Ursache aufzudecken und zu heilen.

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Hinweis: Wende dich bitte unverzüglich an einen Arzt, falls körperliche oder seelische Beschwerden sehr stark, unerträglich oder ausweglos erscheinen sollten.

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