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Trotz Trauer dem Leben vertrauen – so findest du wieder zu dir zurück

Den Blick in die Zukunft richten

Es ist wichtig, schrittweise in das Leben zurückzukehren.
Es ist wichtig, schrittweise in das Leben zurückzukehren.
© Nathan McBride via Unsplash

Trauer kann in vielen Formen in dein Leben treten und auch die Auslöser können verschieden sein: Der Verlust eines geliebten Menschen, insbesondere durch den Tod, ist sicherlich eines der einschneidendsten Erlebnisse. Aber auch eine gescheiterte Beziehung oder eine andere Form des Verlusts, etwa eine Krankheitsdiagnose kann in einem eine tiefe Trauer auslösen.

In der Psychologie spricht man von vier Phasen, die ein trauernder Menschen durchleben muss, bevor er ein annähernd normales Alltagsleben wiederaufnehmen kann. Wichtig für den Trauernden, aber auch dessen Umfeld, sowohl beruflich als auch privat ist es, diesen Prozess zu akzeptieren und anzunehmen.

Gib dir Zeit

In unserer schnelllebigen Zeit neigen viele Menschen dazu, überhöhte Ansprüche an sich zu stellen. Sie wollen ‚funktionieren‘ und befürchten, dass ihr Verlust vielleicht gar nicht so schlimm ist, wie sie ihn empfinden. Psychologen sprechen von einem Zeitraum von etwa 12 Monaten, den ein trauernder Mensch braucht, um wieder vollständig ins Leben zurück zu finden. Natürlich variiert der Zeitraum je nach Verlust und Resilienz der Person – aber es ist tröstlich zu wissen, dass die Zeit – wenn sie auch nicht alle Wunden heilen kann – doch bei der Bewältigung der Trauer hilft.

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Akzeptiere die Gegensätze

Kein Leben bleibt unberührt von traurigen oder bewegenden Ereignissen. Im Taoismus spricht man auch von der untrennbaren Verbindung von Gegensätzen: Ohne Nacht gibt es keinen Tag und ohne Trauer keine Freude. Erlaube dir, dass du jetzt eine Zeit der Trauer erlebst und zwinge dich nicht dazu, fröhlich zu sein, wenn du es einfach noch nicht bist. Im Umkehrschluss bedeutet das allerdings auch, dass du auch in einer Trauerphase fröhlich sein kannst und deswegen kein schlechtes Gewissen zu haben brauchst. Im menschlichen Leben gehören positive und negative Emotionen dazu und haben ihre Berechtigung.

Schaffe dir Raum

Trauern ist anstrengend. Für dich und auch für Leute, die dich begleiten. Schaffe dir daher Raum, in dem du trauern kannst und dir Unterstützung bei anderen holen kannst, aber auch Raum, um aufzutanken. Dies kannst du durch aktive Selbstfürsorge. Ein gutes Essen stärkt dich, auch wenn es dir vielleicht nicht recht schmecken will. Ein Spaziergang an der frischen Luft versorgt dich mit Vitamin D und neuen Eindrücken und verschafft dir ein wenig Bewegung. Gib dir die Möglichkeit, das Trauern zu bewältigen, indem du für dich sorgst und andere auch um Hilfe bittest, wenn du dich überfordert fühlst.

Neues wagen

Nach einer Trauerphase wieder ins Leben zurück zu finden, gelingt für viele Menschen am besten schrittweise. Aufwallende Emotionen aus dem scheinbaren Nichts sind dabei eine völlig normale Reaktion und sollten dich nicht entmutigen. Hole dir eine liebe Person zur Unterstützung dazu, wenn du das erste Mal wieder etwas unternimmst und gönne dir immer noch ausreichend Pausen. Die eigene Komfortzone zu verlassen ist gerade in einer so sensiblen Phase etwas, das sehr viel Mut erfordert, wird aber auch durch neue Eindrücke und wachsende Lebenslust belohnt. Bis du wieder merkst, dass du wieder da bist. Mitten im Leben.