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Tausendgüldenkraut – ein Alleskönner für zuhause

Wunderkraut mit Bitterstoffen

Das Heilkraut vollbringt auch als Tee wahre Wunder.
Das Heilkraut vollbringt auch als Tee wahre Wunder.
©Vee O via Unsplash

Wenn wir kleinere körperliche Beschwerden haben, greifen wir gerne auf natürliche Mittel zurück, die das Problem ohne Chemie lösen können. Bei Problemen mit dem Appetit und der Verdauung kann das Tausendgüldenkraut eine hervorragende Lösung sein. Wie es wirkt und wann man es einsetzt, erfährst du hier.

 

Tausendgüldenkraut: Geschützte Wunderpflanze

Tausendgüldenkraut: Schon in seinem Namen erkennt man die hohe Wertschätzung, die dieser Pflanze entgegenkommt, denn der Name stammt von dem Ausdruck „Tausend Gulden wert“. Es wird zwischen zehn bis vierzig Zentimetern hoch und ist in Europa, Westasien, Nordamerika sowie Nordafrika zu finden.

Andere kursierende Namen des Tausendgüldenkrauts sind zum Beispiel Fieberkraut, Bitterkraut, Allerweltsheil, Roter Laurin, Erdgalle, Apothekerblume oder Gottesgnadenkraut.

Das Tausendgüldenkraut (Botanischer Name: Centaurium erythraea) gehört zur Familie der Enziangewächse und gilt als eine sehr wichtige Heilpflanze. Mittlerweile ist sie jedoch recht selten geworden, weshalb sie unter Naturschutz steht.

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Wann hilft Tausendgüldenkraut?

Das Tausendgüldenkraut enthält Bitterstoffe und deshalb wird ihm eine verdauungsfördernde Wirkung nachgesagt. Denn Bitterstoffe kurbeln die Speichelbildung an, indem sie die Geschmacksknospen im Mund reizen. Das führt unter anderem dazu, dass im Magen-Darm-Trakt die Verdauungssäfte angeregt werden.

Zubereitungen aus Tausendgüldenkraut, etwa in Form von Tees oder Tropfen, können beispielsweise gegen Appetitlosigkeit, Blähungen oder Völlegefühl helfen.

Außerdem kann das Tausendgüldenkraut auch bei Kreislaufschwäche, nervöser Erschöpfung oder bei Anfälligkeit für Infekte angewendet werden. Auch zur Kräftigung nach einer Krankheit kann das Fieberkraut zum Einsatz kommen.

Weil wie beschrieben die Magensäuresekretion angeregt wird, sollte das Tausendgüldenkraut jedoch nicht bei Magen- oder Darmgeschwüren angewendet werden.

Rezept Vorschlag: Tausendgüldenkraut Tee

Da das Tausendgüldenkraut geschützt ist, ist es verboten die Pflanze selber zu pflücken und sollte daher in Apotheken gekauft werden. Eine andere Möglichkeit ist natürlich der Eigenanbau im Garten.

Das Tausendgüldenkraut lässt sich ganz einfach als Tee zubereiten. Dafür zerkleinert man einen Teelöffel Tausendgüldenkraut, gießt es mit 150 ml heißem Wasser auf und lässt das ganze etwa zehn Minuten ziehen. Beim Aufgießen immer darauf achten, dass das Wasser nicht mehr kocht.

Der Tee kann zwei bis dreimal täglich zur Appetitanregung immer etwa eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten – oder zur Behandlung von Verdauungsstörungen kurz nach den Mahlzeiten – eingenommen werden.

Man kann sich das Tausendgüldenkraut auch zusammen mit anderen Kräutern wie Melissenblättern, Brennnessel, Enzianwurzel, Löwenzahn oder Fenchel zu einem Kräuter Tee mischen.

Das Tausendgüldenkraut lässt sich außerdem auch zum Würzen in der Küche verwenden. Es passt zum Beispiel zu fettreichen Speisen, weil es bei der Verdauung behilflich ist. Aber auch zahlreiche Salate, Suppen oder Kohlspeisen lassen sich damit aufpeppen. Das Bitterkraut schmeckt sehr würzig und – wie der Name schon sagt – bitter. Daher sollte man es sehr sparsam einsetzen und darauf achten, dass man die Speisen nur leicht damit würzt.

Wichtig: Bei akuten und länger andauernden Beschwerden, sollte immer ein Arzt konsultiert werden.