Bookmark

Stimmungsschwankungen: Das kannst du dagegen tun

Wir helfen bei allen Ups und Downs

Lass dich nicht von Stimmungsschwankungen runterziehen.
Lass dich nicht von Stimmungsschwankungen runterziehen.
© Ramdan Authentic via Unsplash

Himmelhoch jauchzend – zu Tode betrübt: In gewissem Ausmaß kennt das jeder von uns, gehören Stimmungsschwankungen doch zu unserer Lebensrealität. Es gibt Zeiten, wie beispielsweise Pubertät, Schwangerschaft oder Wechseljahre, da machen sie uns besonders zu schaffen. Doch auch unabhängig davon, können uns Stimmungsschwankungen das Leben schwer machen. Was du dagegen tun kannst und wann ärztliche Abklärung sinnvoll ist, verraten wir dir.

Was sind Stimmungsschwankungen?

Unter Stimmungsschwankungen wird in der Regel ein plötzlicher Wechsel der Gemütslage verstanden. Bewegen sich die Schwankungen in einem normalen Rahmen, handelt es sich um physiologische Stimmungsschwankungen. Läuft die Sache allerdings aus dem Ruder oder steht die wechselnde Stimmungslage mit einer Erkrankung im Zusammenhang, spricht man von pathologischen, also krankhaften, Stimmungsschwankungen.

5 Tipps gegen schlechte Laune

Hormonelle Gründe für Stimmungsschwankungen

Im Laufe unseres Lebenszyklus‘ gibt es Zeiten, in denen Stimmungsschwankungen verstärkt vorkommen. Der Grund dafür? Umstellungen im Hormonhaushalt! So ist die Pubertät eine Phase, in der Stimmungsschwankungen vermehrt auftreten, ebenso wie Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett oder Wechseljahren. Auch vor der Periode leiden manche Frauen unter Stimmungsschwankungen (PMS).

Video Empfehlung

Stimmungsschwankungen: Pathologische Formen

Auch abseits von hormonellen Gründen kommen Stimmungsschwankungen bei uns allen vor. So können beispielsweise Übermüdung, Stress oder Konflikte für eine Achterbahnfahrt der Gefühle sorgen. Darüber hinaus gibt es jedoch auch Stimmungsschwankungen, deren Auftreten als pathologisch zu sehen ist. Die häufigsten Ursachen für diese sind:

• Psychische Gründe wie Depression, eine bipolare affektive Störung oder eine Borderline-Erkrankung
• Nährstoffmangel, vor allem zu wenig Natrium oder Magnesium kann Stimmungsschwankungen auslösen
• Hypoglykämie, also eine Unterzuckerung des Körpers
• Migräne geht häufig mit Stimmungsschwankungen einher
• Schilddrüsenerkrankungen
• Demenz
• Multiple Sklerose
• Parkinson
• Drogenabhängigkeit
• Tumore im Gehirn

Wann zum Arzt bei Stimmungsschwankungen?

Der Grat zwischen physiologischen und pathologischen Stimmungsschwankungen ist oftmals ein schmaler. Ein unerklärlich heftiger Wechsel der Stimmungslage macht uns Angst und nicht selten verschließen wir die Augen davor. Dabei ist ärztliche Abklärung wesentlich, um die Gründe zu entlarven und gegebenenfalls intervenieren zu können.

Ärztliche Abklärung bei Stimmungsschwankungen ist ratsam, wenn…

… die Stimmungsschwankungen ungewöhnlich stark ausfallen
… der Wechsel der Gemütslage häufig auftritt und das Auf und Ab der Stimmung langanhaltend ist
… keine Gründe für die plötzlichen Stimmungsschwankungen auszumachen sind
… die Stimmungsschwankungen unangemessen erscheinen
… neben den Stimmungsschwankungen auch andere körperliche und/oder psychische Symptome auftreten

Die Abklärung der Stimmungsschwankungen stützt sich neben Anamnese und körperliche Untersuchung auch auf eine psychiatrische beziehungsweise neurologische Abklärung. Mit Hilfe von Blutbild, Hormonspiegel, CT oder Ultraschall kommt man ebenfalls so mancher Ursache auf die Spur.

Je nach Diagnose, werden unterschiedliche Therapien gegen die Stimmungsschwankungen angewendet.

Stimmungsschwankungen behandeln: Tipps und Tricks

Während bei starken, pathologisch begründeten Stimmungsschwankungen ärztliche Therapie unumgänglich ist, gibt es bei leichten Stimmungsschwankungen doch einiges, das du selbst ausprobieren kannst, um dir Linderung zu verschaffen:

• Hilfe aus der Natur: Manche Heilpflanzen wirken beruhigend und können Stimmungsschwankungen bessern. Die Klassiker sind Melisse, Lavendel, Hopfen oder Baldrian.
• Omega-3-Fettsäuren und Omega-6-Fettsäuren haben oftmals positive Wirkung auf Stimmungsschwankungen. Hochwertige Öle aus Raps, Walnuss, Leinsamen oder Sonnenblumen sowie Fisch sollten also in den Speiseplan integriert werden.

• Manche Heilpflanzen stabilisieren den Hormonhaushalt. So können Traubensilberkerze, Mönchspfeffer oder Rotklee bei hormonell bedingten Stimmungsschwankungen hilfreich sein.
• Bei leichten Stimmungsschwankungen durch Ängste, Sorgen, Stress oder Schlafstörungen kann Johanniskraut zur Besserung beitragen.
• Vitamin B6 und B2 können bei Stimmungsschwankungen aufgrund von PMS hilfreich sein. Eine Einnahme sollte aber ärztlich abgeklärt werden.
• Entspannung durch Yoga, Meditation oder Autogenes Training hilft bei leichten Stimmungsschwankungen ebenso wie gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und Schlaf.
• Akupunktur kann bei Stimmungsschwankungen ebenso hilfreich sein wie eine homöopathische Behandlung.
• Bei manchen Menschen lindern Bachblüten die Beschwerden.
• Massage oder Akupressur können zu einer Verbesserung der Stimmungsschwankungen führen.