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Stadt vs. Land: Wo lebt es sich besser und gesünder?

Wo soll ich leben?

Auf dem Lans zu laben hat seine Vor- und Nachteile.
Auf dem Lans zu laben hat seine Vor- und Nachteile.
© Werner Sevenster via Unsplash

s scheint eine niemals enden wollende Diskussion zu sein. Die Stadtmenschen winken das Leben auf dem Land als langweilig ab. Fans des Landlebens verteufeln hingegen die Großstädte mit ihrem Lärm, dem Smog oder der Anonymität. Es ist wie so oft im Leben: Für beide Seiten hagelt es Argumente und Gegenargumente. Das eine „Richtig“ oder „Falsch“ für ein glückliches Leben scheint es irgendwie nicht zu geben. Oder etwa doch? Bei der Frage Stadt vs. Land wäre da nämlich vielleicht schon die eine Antwort – zumindest, wenn es um deine Gesundheit geht.

Lebensglück und Wohnort – gibt es einen Zusammenhang?

Während die immer gleiche Grundsatzdiskussion geführt wird, stellt sich die Frage: Existiert überhaupt ein Zusammenhang zwischen dem Lebensglück und dem Wohnort? Oder ist es nicht vielleicht völlig irrelevant, wo du lebst, solange du darin Erfüllung und Sinnhaftigkeit findest?

Tatsächlich ist der Wohnort nicht allein entscheidend dafür, ob und in welchem Ausmaß du in deinem Leben glücklich bist oder nicht. Stattdessen konnten zwei über 75 Jahre andauernde Studien zum Thema Glück den einen wirklich relevanten Faktor herausfiltern:

Für ein glückliches Leben brauchst du Liebe. Soziale Beziehungen zu Freunden und deiner Familie also, welche eine hohe Qualität aufweisen.

Interessant ist zudem, dass die Wissenschaftler in diesem Zuge auch auf drei sozusagen „Garanten“ für Unglück gestoßen sind:

  • Der Tod eines Kindes,
  • jener eines Ehepartners oder
  • die Wahl des falschen Ehepartners.

Unser Lebensglück hängt also fast ausnahmslos von sozialen Faktoren ab – so einfach ist scheinbar das Rezept. Die Gesundheit, der Reichtum oder auch der Wohnort spielen hingegen eine untergeordnete Rolle. Prinzipiell kannst du also sowohl in der Stadt als auch auf dem Land gut im Sinne von glücklich leben.

Dennoch handelt es sich dabei natürlich um völlig verschiedene Lebensmodelle, welche für deine Lebensqualität und Gesundheit durchaus eine Bedeutung haben. Es lohnt sich daher, dich einmal näher mit dieser Frage auseinanderzusetzen.

Freunde genießen Sonnenuntergang

© Helena Lopes via Unsplash

Das Leben in der Stadt verhindert keine Einsamkeit

Angesichts dieser Erkenntnis mag die Antwort für dich vielleicht auf der Hand liegen: Ein Leben auf dem Land bedeutet Einsamkeit und demnach ist die Stadt definitiv die bessere Wahl. Richtig? Falsch! Natürlich hast du in der Stadt mehr Kontakt zu anderen Menschen und bist nur selten alleine. Dementsprechend ist deine Chance auf diese „Liebe“, welche es eben für ein glückliches Leben braucht, höher – zumindest in der Theorie.

In der Praxis ist allerdings genau das Gegenteil der Fall: Die Anonymität und Schnelllebigkeit in Großstädten führt dazu, dass sich viele Menschen einsam fühlen, obwohl sie tagtäglich von Menschenmassen umgeben sind. Dort gibt es immer mehr Singlehaushalte und Freundschaften werden zwischen Stress im Job und durchfeierten Nächten oft nur oberflächlich gepflegt.

Demgegenüber wird in ländlicheren Regionen meist noch mehr Wert auf das Miteinander gelegt. Familien leben teilweise sogar noch generationenübergreifend zusammen und Freundschaften bestehen häufig bereits seit dem Kindergarten. Allerdings gilt das natürlich nur für Personen, welche dort auch aufgewachsen sind. Wer hingegen neu aufs Land zieht, hat oft Schwierigkeiten, hier sozialen Anschluss zu finden. Schließlich gibt es schon eine „eingeschweißte“ Gemeinde.

Umziehen fördert deine Persönlichkeitsentwicklung

Lebst du also bislang auf dem Land und hast dort Freunde sowie Familie, wirst du nun denken, für immer zu bleiben sei die beste Option. Das stimmt jedoch ebenfalls nur bedingt. Wenn du nämlich dein ganzes Leben an demselben Ort mit denselben Personen und denselben Aktivitäten verbringst, kannst du nicht als Persönlichkeit reifen.

Du musst

  • neue Erfahrungen machen,
  • Abenteuer erleben,
  • dich Herausforderungen stellen,
  • mit Enttäuschungen umgehen lernen und
  • einfach in vollen Zügen leben – deiner kostbaren Lebenszeit und deiner Persönlichkeitsentwicklung zuliebe.

Ein Umzug kann dich somit als Persönlichkeit wachsen lassen und dadurch deine Lebensqualität enorm verbessern. Aus der Routine auszubrechen und dich in eine fremde Stadt zu wagen, wird dich mit deinen Ängsten, Unsicherheiten und Defiziten konfrontieren.

Wenn du es allerdings schaffst, dich davon nicht unterkriegen zu lassen, kannst du diese überwinden. Du wirst in Zukunft also selbstbewusster sein, weniger Ängste sowie Unsicherheiten haben und mehr Neues wagen. Ein Neuanfang kann wahre Wunder bewirken.

Wegweiser vor Sonnenungtergang

© Javier Allegue Barros via Unsplash

Etwas Neues zu wagen, ist schließlich wichtig für deine Lebensqualität. Wenn du immer nur in Routine verharrst, wirst du irgendwann das Gefühl haben, dein Leben sei an dir vorbeigezogen. Neues bleibt dir hingegen im Gedächtnis, sei es

  • eine Reise,
  • ein Bungee-Sprung,
  • eine neue Fremdsprache
  • oder auch nur das Probieren einer ungewöhnlichen Eissorte.

Diese kindliche Neugierde geht vielen Erwachsenen irgendwann verloren, dabei kann sie deine Lebensqualität und deine gefühlte Lebenszeit drastisch erhöhen. Immer nur in demselben Dorf zu leben, in welchem du geboren wurdest, ist daher nicht zwangsläufig die richtige Lösung.

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Immer mehr Menschen entscheiden sich für die Stadt

Du merkst, die Entscheidung zwischen Stadt und Land lässt sich nicht so einfach fällen. Stattdessen spielen dabei viele verschiedene Faktoren eine Rolle, die berücksichtigt werden wollen. Jede Medaille hat bekanntlich zwei Seiten. Dennoch ziehen immer mehr Menschen in die Großstädte – was übrigens längst nicht nur in Deutschland der Fall ist. Während also ländliche Gegenden in vielen Ländern der Welt regelrecht entvölkert werden, wachsen die Metropolen stetig.

Mehr als 37 Millionen Menschen leben in Tokio und damit fast ein Drittel der japanischen Bevölkerung. Rund 31 Millionen sind es in Jakarta und etwa 20 Millionen in New York sowie Mexiko City. Die Liste an Beispielen ist lang.

In Deutschland läuft dieser Urbanismus im internationalen Vergleich zwar noch eher schleichend ab, existiert aber ebenfalls. Das hat vor allem praktische Gründe, denn in den Großstädten gibt es mehr Arbeitsplätze. Viele Menschen möchten also gar nicht unbedingt weg vom Land, finden dort aber keinen Job und müssen daher schlichtweg in die Stadt ziehen. Viele Personen entscheiden sich aber auch bewusst für das Leben in der Stadt. Schließlich bringt dieses zahlreiche Vorteile mit sich:

  • In erster Linie wären da die bereits erwähnten Jobs. In Großstädten gibt es mehr berufliche Perspektiven und somit in der Regel auch bessere Verdienst- sowie Aufstiegschancen. Wenn du also großen Wert auf Karriere legst, ist es nicht immer möglich, auf dem Land zu wohnen beziehungsweise wohnen zu bleiben.
  • Dann wäre da natürlich auch der öffentliche Nahverkehr. In städtischen Gebieten ist die Anbindung deutlich besser. Durch die gute Vernetzung brauchst du vielleicht nicht einmal ein eigenes Auto und kannst somit viel Geld sparen.
  • Auch, was Bildungseinrichtungen angeht, sind die Möglichkeiten in der Stadt vielfältiger. Hier findest du zumeist eine große Auswahl an Seminaren, Weiter- und Fortbildungen, Universitäten sowie Hochschulen, Ausbildungsbetrieben und, und, und…
  • Der Aspekt wurde bereits erwähnt: Entscheidest du dich für das Leben in der Großstadt, lernst du deutlich schneller Leute kennen. Vor allem, wenn du ganz alleine umziehst, findest du somit fixen Anschluss und fühlst dich weniger einsam.
  • Gleichzeitig bietet sie aber auch mehr Anonymität. Die Nachbarn beobachten nicht jeden Schritt und da nicht jeder jeden kennt, gibt es weniger Klatsch und Tratsch.

Zuletzt kannst du in der Stadt natürlich auch einfach mehr erleben – und wie du nun weißt, ist es sehr wichtig für deine Lebensqualität, hin und wieder etwas Neues zu unternehmen. Sei es Shopping, das Nachtleben, das Festival im Park, der Flying Fox durch ein Stadion, der Döner um fünf Uhr morgens oder wonach auch immer dir der Sinn steht: In einer Großstadt hast du unendliche Möglichkeiten und hier wird dir gewiss niemals langweilig!

Front eines Wohnkomplexes

© Roman Kraft via Unsplash

Entspannt oder langweilig? Das Leben auf dem Land

Das Land sei hingegen langweilig, heißt es immer wieder. Das ist so allerdings nicht richtig. Auch hier kannst du allerhand Unternehmungen starten, welche vielleicht in der Großstadt nicht möglich sind:

  • Wanderungen zum Beispiel,
  • auf Pferden reiten,
  • eine Fahrradtour machen,
  • unter freiem Himmel schlafen.

Schlussendlich kommt es dabei nur auf deine Kreativität an. Dennoch ist das Leben auf dem Land grundlegend verschieden zu jenem in der Stadt. Sei es im Alltag oder bei solchen Abenteuern: Hier triffst du auf deutlich weniger Menschen und hast einen engeren Bezug zur Natur. Daher ist die Grundstimmung per se entspannter, ruhiger, langsamer…oder wie viele Menschen bestätigen würden: angenehmer!

Das bringt von sich aus eine höhere Lebensqualität mit und erhöht den Freizeitwert. Die Nähe zur Natur wirkt sich positiv auf deine Seele aus. Nicht ohne Grund wird in Japan das sogenannte „Waldbaden“ praktiziert, damit Körper und Geist zur Ruhe kommen können – was im stressigen Alltag der Großstadt nur selten gelingt. Doch Ruhe ist unverzichtbar, um nicht auf Dauer auszubrennen und psychisch und/oder physisch krank zu werden. Das Leben auf dem Land fördert also deine Gesundheit.

Schließlich wären da noch die geringeren Mietpreise, sodass du in deiner Freizeit auch schlichtweg mehr Geld für etwas Neues ausgeben kannst, beispielsweise für eine Reise oder den Städtetrip, wenn es dir doch einmal zu grün und zu ruhig wird. Allerdings benötigst du hier in der Regel ein Auto, um von A nach B zu kommen. Das kostet wiederum Geld. Trotzdem fällt das Leben auf dem Land alles in allem meist günstiger aus. Stattdessen zählen noch vermehrt immaterielle Werte und es herrscht ein Gefühl der Zusammengehörigkeit sowie Gemeinschaft.

Wie du nun weißt, sind genau das die Faktoren, welche dich in deinem Leben glücklich machen werden. Das Leben auf dem Land bringt daher bessere Grundvoraussetzungen für ein glückliches sowie gesundes Leben mit sich. Wer jedoch keinen sozialen Anschluss findet, droht zugleich unter Einsamkeit zu leiden. Und viele Menschen würden das Leben auf dem Land dennoch als „langweilig“ betiteln…

Sonne auf Waldlichtung

© Casey Horner via Unsplash

Das Leben in der Stadt macht krank – oder doch nicht?!

Demgegenüber empfinden ebenso viele Menschen die Großstadt als Dauerstress – noch bevor zusätzliche Belastungen wie der Job oder die Kindererziehung hinzu kommen. Auch das städtische Leben bringt also Nachteile mit sich.

Wie bereits erwähnt, ist es weniger förderlich für die Gesundheit. Dahinter stecken vielfältige Gründe:

  • unterschwelliger Lärm
  • die vielen Menschen
  • wenig Grün
  • Smog und andere Luftbelastungen

Wer in der Großstadt leben möchte, muss daher eine gewisse Stressresistenz mitbringen, um auf lange Sicht nicht auszubrennen.

Das bedeutet allerdings nicht, dass das Leben in der Stadt zwingend krank machen muss. Schlussendlich kommt es auf dessen Gestaltung an. Wenn du auf ausreichend Ruhezeiten achtest, in welchen du vom Alltag abschalten und rundum entspannen sowie deine Ressourcen aufladen kannst, lässt sich dieser „Grundstress“ durchaus händeln. Und wenn du dann auch noch die für das Lebensglück notwendige Liebe erfährst, sei es durch deine Familie oder wahre Freunde, kannst du durchaus auch in der (Groß-) Stadt ein erfülltes, gesundes sowie glückliches Leben führen.

Trotzdem wären da Belastungen wie Stau oder eine höhere Kriminalitätsrate als auf dem Land, welche das Leben in der Stadt nicht unbedingt einfacher machen. Zumindest könnten solche Probleme in absehbarer Zukunft durch den technologischen Fortschritt gelöst werden. Für die vielen Herausforderungen moderner Großstädte gibt es durchaus Lösungen, die künftig für ein lebenswerteres Umfeld sorgen können. Wichtig ist es allerdings, dass der Mensch bei all den (digitalen) Innovationen immer im Mittelpunkt steht. Und bis es so weit ist, musst du mit der aktuellen Situation zurechtkommen. Sollte das für dich kein Problem darstellen, ist die Stadt nicht prinzipiell eine schlechte Wahl.

Blick auf eine Stadt

© Mathew Waters via Unsplash

Die richtige Entscheidung ist individuell

Gesünder lebt es sich also in der Regel auf dem Land. Hier gibt es weniger Umweltgifte und Stressoren wie Lärm oder Stau. Die Nähe zur Natur fördert deine geistige Gesundheit und die wirkt sich bekanntlich auch auf dein körperliches Wohlbefinden aus. Du hast also bessere Grundvoraussetzungen, jedoch kommt es schlussendlich auf deine Lebensweise an. Wenn du also zu wenig schläfst, dich einsam fühlst, Alkohol trinkst, rauchst, dich zu wenig bewegst oder auf andere Art und Weise eine ungesunde Lebensweise führst, kann auch das „Grün“ nicht alles aufwiegen.

Umgekehrt verkürzt die Großstadt nicht zwingend dein Leben. Stattdessen kann die richtige Wahl des Wohnortes und eine achtsame Lebensweise durchaus deine Gesundheit fördern. Wenn du hier also rundum glücklicher bist, lebst du damit auch automatisch gesünder.

Endgültig lässt sich diese Frage also nicht beantworten. Ebenso wenig wie jene, wo du eine höhere Lebensqualität hast. Das hängt schließlich von deinen individuellen Wünschen und Bedürfnissen ab.

  • Wenn du dich tatsächlich auf dem Land langweilst, bist du in der Stadt besser aufgehoben.
  • Stresst dich die Großstadt hingegen zutiefst, sobald du nur einen Fuß hineinsetzt, möchtest du hier gewiss nicht freiwillig leben.

Welche die richtige Entscheidung ist, hängt daher von persönlichen Faktoren ab – und nur du kannst sie treffen.

Bepflanzte Balkone

© 贝莉儿 NG via Unsplash

Wieso überhaupt eine Entscheidung treffen,…

…wenn doch jede Lebensweise ihre Vor- und Nachteile mit sich bringt, fragst du dich? Wenn du lieber das jeweils Beste miteinander kombinieren willst, kannst du auch einfach einen Kompromiss finden! Möglichkeiten gibt es viele: Du kannst beispielsweise eine Stadt wählen, welche einen sehr hohen Grünanteil besitzt. So kannst du ein „naturnahes“, dennoch aber urbanes Leben führen. Allerdings mangelt es vielen deutschen Städten noch an solchen Konzepten. China ist mit solchen Innovationen schon deutlich weiter.

Alternativ erfreuen sich auch die Vororte deutscher Großstädte steigender Beliebtheit. Hier kannst du also ein eher dörfliches Leben bestreiten, vielleicht einen eigenen Garten haben oder einen Ausblick auf den nahegelegenen Wald. Dennoch hast du die Bahnhalttestelle vor der Haustüre und bist innerhalb weniger Minuten in der Innenstadt – um dort zu arbeiten, Abenteuer zu erleben, ein Festival zu besuchen oder eben den Döner um fünf Uhr am Morgen zu essen.

Dir stehen also alle Möglichkeiten eines städtischen Lebens offen. Zugleich kannst du in deiner Freizeit die Ruhe der Natur genießen oder ein Gespräch mit den nicht so anonymen Nachbarn führen. Irgendwie ist das doch schön!

Immer mehr Menschen entscheiden sich auch für das Leben als Pendler. Unter der Woche leben und arbeiten sie also in der Großstadt. Doch am Wochenende verlassen sie die Hektik der Metropole und verbringen ruhige Stunden in ihrer Wohnung beziehungsweise ihrem Haus auf dem Land. Möchtest du keine dauerhafte Zweitwohnung, kannst du dich natürlich auch in einem Hotel oder einer anderen Unterkunft einmieten.

Weinberge mit Blick auf eine kleine Stadt

© Dino Reichmuth via Unsplash

Wir leben in einer Welt voller Möglichkeiten

Du kannst also auch auf dem Land leben und regelmäßig Städtetrips machen. Oder du wohnst in der Stadt und suchst einmal pro Monat die Ruhe irgendwo in der Natur – beispielsweise mit dem Camper. Genau das ist doch das Schöne an deinem Leben: Du hast die freie Wahl! Von einer solchen Freiheit können viele Personen auf der Welt nur träumen.

Eine endgültige Entscheidung ist heutzutage also nicht mehr notwendig. Du kannst jederzeit umziehen oder direkt nur auf Zeit in eine Großstadt ziehen, um Abwechslung zur Landluft zu schnuppern. Die Möglichkeiten sind beinahe endlos und letztendlich musst du selbst herausfinden, welche für dich ganz persönlich die beste Wahl ist.

Ein gut gemeinter Tipp zum Ende lautet aber: Bestenfalls probierst du einfach beides mal aus. Auch, wenn du überzeugter Stadt- oder Landbewohner bist, kannst du aus einem Umzug nämlich wichtige Lebenserfahrungen, Reife und Selbstbewusstsein schöpfen. Vielleicht lernst du die andere Lebensweise ja doch noch lieben. Zumindest aber wirst du dich selbst besser kennenlernen und dich als Persönlichkeit entwickeln.

Anstatt also jetzt eine endgültige Entscheidung zu treffen, solltest du dich in jeder Lebensphase fragen, was genau gerade das Richtige für dich ist. Bist du auf dem Land aufgewachsen, möchtest du vielleicht in der Großstadt studieren, um dort einmal das „wilde“ Leben kennenzulernen. Gründest du hingegen irgendwann eine eigene Familie, zieht es dich dann vielleicht wieder zurück ins Grün und in die Nähe deiner Eltern, damit sie dich bei der Kindererziehung unterstützen können.

Am besten bleibst du also einfach offen und begrüßt das Leben sowie seine Möglichkeiten mit Neugierde. Dann kannst du das Beste aus beiden Welten mitnehmen und jeweils frei entscheiden, wo du leben möchtest – zumindest für den Moment…