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Die Sprache unseres Körpers

Höre hin, werde gesund …

Jede Krankheit ist wie eine Einladung, hinter die Symptome zu blicken und die Bedürfnisse unserer Seele zu erkennen.
Jede Krankheit ist wie eine Einladung, hinter die Symptome zu blicken und die Bedürfnisse unserer Seele zu erkennen.
© Brooke Cagle via Unsplash

Krank sein fühlt sich nicht schön an. Du spürst, dass etwas nicht stimmt und hast Schmerzen oder andere Beschwerden. Du bist aus dem Gleichgewicht geraten. Das mag keiner gerne und du willst dich so schnell wie möglich wieder besser fühlen. Also schnell Tabletten einwerfen? Nach dem Motto: Augen zu und durch!? Lieber nicht.

In diesem Artikel:

Die seelische Ursache entschlüsseln – denn Körper und Seele heilen zusammen
Heilung aus innerer Kraft
Mit Freude Veränderungen wagen
Von Kopfschmerz bis Erkältung – Kleines Einmaleins der Botschaften häufiger Krankheiten

Versuch doch lieber mal, die Sprache deines Körpers zu entschlüsseln. Denn mit jeder Beschwernis gibt uns unser Körper ein Zeichen: Jede Krankheit ist wie eine Einladung, hinter die Symptome zu blicken und die Bedürfnisse unserer Seele zu erkennen. So können wir herausfinden, was in unserem Leben vielleicht im Augenblick nicht stimmt. Und zu einer tiefen, ganzheitlichen Selbstheilung finden. Hinhören, hinschauen, hinspüren. Verstehen lernen – und heil werden. Eigentlich könntest du dich für jede Krankheit bei deinem Körper bedanken …

Kennst du das auch? Du rast gerade mit Tempo 180 durch dein Leben und auf einmal wirst du krank und fällst erschöpft ins Bett. Nichts geht mehr. Der Kopf mag nicht mehr denken, der Körper lässt sich nicht mehr bewegen und der Hals tut auch weh. Die Nase hast du sowieso voll, also verkriechst du dich unter die Bettdecke. Eigentlich hast du gar nicht die Zeit für eine Pause, aber dein Körper streikt eben. Du wurdest ausgebremst. Nach kurzer Zeit geht es dir schon wieder besser, aber nicht nur das: Du fühlst dich auch geistig total erfrischt. Deine Gedanken und Gefühle sind jetzt gut sortiert und du packst mit großer Klarheit die Dinge an, die dir vorher noch großes Kopfzerbrechen bereitet haben.

Was ist da passiert? Die Erklärung dafür ist ganz einfach: Eine Grippe oder Erkältung ist ein körperlicher Reinigungsprozess bei dem Gifte ausgeschieden werden. Da Körper und Seele aber innig miteinander verbunden sind, werden auch Geist und Psyche gereinigt. Bei Kindern kann man sogar manchmal beobachten, dass sie nach einer überstandenen Kinderkrankheit einen großen geistigen Entwicklungsschub gemacht haben. Bei uns Erwachsenen ist das nicht anders, nur vielleicht nicht ganz so offensichtlich.


Die seelische Ursache entschlüsseln- denn Körper und Seele heilen zusammen

Viele wissenschaftliche Studien haben das starke Zusammenspiel von Psyche und körperlicher Gesundheit bewiesen. Und so kann eine Krankheit darauf hindeuten, dass wir seelisch aus der Balance geraten sind:
„Das Symptom ist nur eine Wirkung im Äußeren, wir müssen nach innen gehen, um die mentale Ursache aufzulösen“, erklärt Louise L. Hay, die amerikanische Pionierin der Selbstheilung. Dass Heilung möglich ist, wenn wir genauer hinsehen und in uns hineinspüren, das hat Sabine Röder selbst erlebt. Die 40-Jährige Lehrerin litt seit mehr als drei Jahren unter Ohrgeräuschen, als sie von ihrer Heilpraktikerin auf eine mögliche seelische Ursache aufmerksam gemacht wurde. Gerade bei Ohrgeräuschen liegen die Fragen nahe: Gibt es da vielleicht etwas in meinem Leben, das ich buchstäblich „nicht mehr hören will“. Liegt mir vielleicht irgendwer mit irgendetwas „in den Ohren“ – und ich bringe nicht den Mut auf, demjenigen eine klare Antwort zu geben?

Sabine Röder erzählt: „Ich habe mich gefragt, was da vielleicht nicht in Ordnung sein könnte und wie ich es verändern kann.“ Sie besorgte sich Bücher über die seelisch-geistige Ursache von Krankheiten und ließ sich auch von ihrer Heilpraktikerin dabei helfen, die Bedürfnisse ihrer Seele aufzudecken: „Ich habe mich früher oft nicht getraut, das zu tun, was ich eigentlich wollte“, erzählt Röder, „und ich musste auch erst wieder lernen, meiner Intuition und meinem eigenen Gefühl zu vertrauen.“ Sabine Röder nahm sich Zeit, die verborgene Botschaft ihrer Krankheit zu finden und daran zu wachsen. Für sie war irgendwann klar: „Ich kann das verändern, indem ich kleine Schritte gehe und mir immer wieder vornehme, es zu verbessern.“

Wenn wir auf die seelischen Ursachen unserer Krankheiten blicken, dann lernen wir uns selbst besser kennen. Es ist so, als nähmen wir die Einladung unserer Seele an, doch einmal genauer hinzuschauen. Unser Körper überbringt uns diese Nachricht und gibt uns gleichzeitig ein Zeichen, wo wir suchen müssen. Manchmal sind die Zusammenhänge fast offensichtlich: Wer Schluckbeschwerden hat, muss vielleicht im Leben gerade zu viel „runterschlucken“. Wer sich gerade ständig irgendwelche Gelenke, vor allem das Knie, verdreht, der hat sich womöglich gerade in komplizierten privaten Beziehungen verheddert.


Heilung aus innerer Kraft

Manches ist auch schwieriger zu deuten. Dann können wir unsere Beschwerden in entsprechenden Büchern nachschlagen. Ausführliche Listen findest du zum Beispiel in „Was Krankheiten uns sagen“ von Dr. Elfrida Müller-Kainz oder „Krankheit als Symbol“ von Ruediger Dahlke. Wenn du gerne mit Affirmationen arbeitest, kann dir vielleicht das kleine Büchlein „Heile deinen Körper“ von Louise L. Hay weiterhelfen. Einen kleinen Überblick gibt unsere Auflistung weiter unten. Eine Anregung – vielleicht eine Inspiration zum Weiterforschen und -lesen … Einig sind sich die Experten, dass es besonders wichtig ist, dass wir dabei immer eine liebevolle Haltung uns selbst gegenüber einnehmen und uns nicht für unsere Schwächen verurteilen. „Ohne mich schlecht zu machen oder schuldig zu fühlen, konnte ich sehen, wie dieser krankhafte Gedankenfluss zu vermeiden war“, beschreibt Louise L. Hay ihren eigenen, von Selbstliebe getragenen Heilungsprozess.

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Mit Freude Veränderungen wagen

Die gute Botschaft ist: Sehr vieles kannst du selbst beeinflussen. Sehr viele Beschwerden kannst du selbst lindern – wenn du sie zu deuten lernst und dann mutig daran gehst, etwas in deinem Leben zu verändern. Denn das ist ein Schlüssel-Aspekt für den Umgang mit der Botschaft der Krankheit: Veränderung zulassen! Viel zu oft hängen wir an alten Gewohnheiten und Verhaltensmustern, die uns eigentlich schaden. Erst wenn wir es wagen, sie loszulassen, haben wir die Chance, daran zu wachsen. Das kann eine spannende Zeit der Entwicklung sein.

Sabine Röder erzählt: „In meinem Inneren ist so viel passiert, man spürt dabei richtig, wie man wächst.“ Dabei gehe es um winzige „Minischritte“, die uns zu einer großen Veränderung führen, so Röder. In ihrem Fall: Stop sagen, wenn man etwas nicht mehr hören will. Sich Momente der Stille gestatten, auch wenn um einen herum das Leben tobt. Und dann, in dieser neuen Stille, die Stimme der eigenen Seele hören. Bevor Sabine Röder die Ohrgeräusche bekam, hatte sie sich stark an den Erwartungen anderer Menschen orientiert. Jetzt erst gestattete sie sich, sich selbst mal zuzuhören. Sie erzählt begeistert von den Empfindungen, die sie während dieser Zeit durchlebte: „Es war wie ein innerer Energieschub und ich habe mich gefühlt, als wäre ich aus einem Kokon herausgekommen, immer wieder ein kleines Stückchen.“ Wachsen und heil werden. Kein schlechtes Geschenk von einer Krankheit, oder?

Hinspüren

Unser Körper ist ein Wunder, er teilt sich uns auf vielerlei Art mit
Oft behandeln wir unseren Körper, als sei er unser Sklave. Immer soll er funktionieren, nie aufmucken und ein Recht auf eigene Wünsche hat er schon gar nicht. Schade – denn er könnte uns ein guter und weiser Freund sein …

Einfühlen

Begegne deinem Körper mit Liebe statt mit Zorn oder Wut
Wenn du akzeptierst, dass dein Körper das Recht hat, dir durch die Krankheit etwas mitzuteilen, wird er dir ein großes Geschenk machen: Er wird dir helfen, den Schlüssel zu seelischer und körperlicher Heilung zu finden


Von Kopfschmerz bis Erkältung – Kleines Einmaleins der Botschaften häufiger Krankheiten

Allergien:
Allergien können entstehen, wenn wir seelisch an etwas festhalten, das für uns nicht gut ist: Etwas in unserem Leben widerstrebt uns, wir lehnen es ab. Oder aber es ist etwas, auf das wir übermäßig stark reagieren. Was wir vielleicht um jeden Preis wollen und verkrampfen.

Das hilft:
Finde den Mut für anstehende Veränderungen und versuche, gelassener und flexibler zu reagieren. Öffne dich dem Leben und seinen Herausforderungen mit einer positiven Haltung.

Blasenentzündung:
Auch eine Blasenentzündung deutet darauf hin, dass es uns schwerfällt, etwas zu ändern. Irgendetwas blockiert uns. Möglicherweise gibt es belastende Beziehungen in unserem Leben oder wir können etwas nicht vergeben.

Das hilft:
Versuche, bestehende Konflikte zu lösen und Beziehungen so zu verändern, dass du dich damit wohlfühlst. Finde heraus, wie du deine Wünsche umsetzen kannst, um mehr Lebensfreude zu spüren.

Erkältung:
Eine Erkältung ist ein natürlicher Reinigungsprozess, der dem Körper dabei hilft, Gifte und Schlacken auszuscheiden. Gleichzeitig hat die Seele dadurch Ruhe und Abstand, um auch im Inneren zu sortieren und zu ordnen.

Das hilft:
Achte auf deine Gesundheit und Ernährung, so dass der Körper weniger oft entgiften muss. Finde heraus, ob du dich überfordert hast und ob du im Alltag genügend Zeit hast, deine Kräfte wieder aufzuladen.

Haarausfall:
Wir bekommen Haarausfall, wenn wir viel grübeln und uns zum „Haare raufen” fühlen. Auch eine falsche Ernährung trägt dazu bei, wenn dadurch der Körper übersäuert ist.

Das hilft:
Versuche herauszufinden, was die Ursache deines Ärgers ist und wie du gelassener reagieren kannst. Befreie dich von negativen Gedanken und versuche stattdessen lösungsorientiert und zuversichtlich zu denken. Verbessere bewusst deine Ernährung.

Halsschmerzen:
Unser Hals kratzt und schmerzt, wenn es Probleme mit der Kommunikation gibt: Haben wir vielleicht etwas „heruntergeschluckt”, das wir eigentlich lieber aussprechen sollten? Oder ist das Gegenteil der Fall und wir haben etwas gesagt, das wir besser für uns behalten hätten?

Das hilft:
Beobachte deine Gespräche und achte auf eine konstruktive Wortwahl. Verwende eine positive, aufbauende Kommunikation, die ein harmonisches Miteinander ermöglicht.

Kopfschmerz und Migräne:
Kopfschmerzen können durch eine starke innere Anspannung entstehen, etwa wenn wir uns zu viel vornehmen oder selbst unter Druck setzen.

Das hilft:
Nimm dir ausreichend Zeit für Entspannung und Erholung und versuche herauszufinden, ob du dich selbst unter Druck setzt. Konzentriere dich auf das Wesentliche und probiere es mit entspannenden Hobbys wie Yoga oder Tai Chi.

Krampfadern:
Krampfadern können entstehen, wenn wir seelisch nicht genug voran gehen und innerlich unter Druck stehen. Wir fühlen uns vielleicht überfordert und befinden uns in einer festgefahrenen Situation, in der wir uns nicht mehr wohl fühlen.

Das hilft:
Schaffe dir persönlichen Freiraum, um wieder mehr Lebensfreude zu empfinden. Such dir Wege, deine Persönlichkeit besser zu entfalten und dir öfter mal wieder kleine Ruhepausen im Alltag zu gönnen.

Sodbrennen:
Sodbrennen kann entstehen, wenn uns der Mut fehlt, das zu tun, was wir für richtig halten. Es „kocht und brodelt” zwar in uns, aber wir versuchen, es auszuhalten. Wir lassen uns vielleicht zu viel von anderen Menschen bestimmen und geraten dadurch in Stress.

Das hilft:
Finde den Mut, „Nein” zu sagen, wenn dir etwas nicht passt oder zu viel wird. Schenk dir und dem Leben mehr Vertrauen und verzichte darauf, andere zu kritisieren, wenn sie „sauer” sind.

Zeit geben – Unser Körper bedankt sich bei uns mit Freude und Gesundheit

Krankheitsbilder in Ruhe zu betrachten und zu deuten ist eine uralte Kunst, die in Vergessenheit geraten ist. Schon seit Urzeiten haben die Menschen darin eine Chance gesehen, ihre Seele zu entwickeln…