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Sonnenbrand: Symptome und Hausmittel

Genieß das schöne Wetter; aber mit Vorsicht

Die Sonne und Hitze gefahrlos genießen
Die Sonne und Hitze gefahrlos genießen
© Jason Blackeye via Unsplash

Ein Nachmittag am See, eine Bergtour oder bloß ein wenig Gartenarbeit und schon ist es passiert: Die Sonne hat ihre Spuren hinterlassen! Ein Sonnenbrand bringt nicht nur unangenehme Symptome mit sich, er wirkt sich auch negativ auf unsere Hautgesundheit aus. Was du tun kannst, wenn er dich erwischt hat und wie du dich am besten schützt, erfährst du bei uns.

Was ist ein Sonnenbrand?

Bei einem Sonnenbrand handelt es sich um Verbrennungen der Haut durch die ultraviolette Strahlung der Sonne. UV-B-Strahlung ist der Übeltäter! Sonnenbrand – oder Dermatitis solaris, wie Fachleute ihn bezeichnen – darfst du keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen! Nicht nur sind schwere Verläufe mit Verbrennungen zweiten Grades möglich, zudem erhöht jeder Sonnenbrand das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken. Auch die Hautalterung schreitet durch Sonnenbrände schneller voran!

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Sonnenbrand: Symptome und Verlauf

Bei einem Sonnenbrand unterscheidet man drei verschiedene Schweregrade: Grad 1 ist durch leichte Rötung sowie gering ausgeprägte Symptomatik gekennzeichnet. Bei Grad 2 ist die Verbrennung der Haut stärker und es kann zur Blasenbildung kommen. Im Laufe des Heilungsprozesses schält sich die Haut. Bei einem Sonnenbrand Grad 3 ist die Haut sehr stark verbrannt und die oberen Hautschichten können sich ablösen. Ärztliche Behandlung ist hier unbedingt notwendig!

Sonnenbrand: typische Symptome im Überblick

• leichte Rötung bis hin zu deutlich sichtbaren Verbrennungen der Haut
• Blasenbildung
• Ablösung von Hautschichten
• Schwellung, Juckreiz, Brennen und Spannungsgefühl
• Haut fühlt sich heiß an
• Kopfschmerzen, Fieber, Übelkeit oder Erbrechen können auftreten; hier muss unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden, da hinter solchen Symptomen ein Sonnenstich oder Hitzeschlag stecken können

Erste Anzeichen eines Sonnenbrandes machen sich etwa sechs bis acht Stunden nach der Sonneneinwirkung bemerkbar. Ungefähr nach 24 bis 36 Stunden erreichen die Beschwerden ihr Maximum und klingen dann wieder ab. Insgesamt dauert ein Sonnenbrand etwa ein bis zwei Wochen.

Was tun bei Sonnenbrand: Die besten Hausmittel

Hat dich ein Sonnenbrand erwischt, kannst du diesen in den meisten Fällen Zuhause behandeln. Sind die Beschwerden stark ausgeprägt, kommen Symptome wie Kopfschmerzen, Fieber oder Schwindel hinzu. Sind große Hautflächen betroffen, solltest du sicherheitshalber einen Arzt aufsuchen. Kinder mit Sonnenbrand sollten in jedem Fall beim Kinderarzt vorgestellt werden!

Hausmittel bei Sonnenbrand:

• kühle, feuchte Umschläge
• kühlende Lotion oder Gel, mit Aloe Vera beispielsweise
• beruhigende und feuchtigkeitsspendende Lotion, etwa mit Ringelblume
• Hausmittel wie Joghurt, Quark oder Kamille, am besten als Wickel
• viel trinken

Bei starkem Sonnenbrand, kann der Arzt entzündungshemmende oder schmerzlindernde Medikation verschreiben.
Achtung: Brandblasen müssen immer ärztlich behandelt werden. Nicht selbst aufstechen!

So schützt du dich vor Sonnenbrand

Da jeder Sonnenbrand Langzeitfolgen mit sich ziehen kann, solltest du penibel darauf achten, dass es dich gar nicht erst erwischt.

Je nach Hauttyp, beträgt die Eigenschutzzeit der Haut etwa 10 bis 30 Minuten. So lange kann sie sich gegen die schädliche UV-B-Strahlung zur Wehr setzen. Danach braucht sie Unterstützung in Form von Sonnenschutzmittel. Der angegebene Lichtschutzfaktor erhöht die Eigenschutzzeit um diesen Zeitfaktor. Liegt die Eigenschutzzeit also beispielsweise bei 10 Minuten, werden diese 10 Minuten durch LSF 20 auf 200 Minuten angehoben.

Wichtig ist, dass du dich bereits eine halbe Stunde vor dem Aufenthalt in der Sonne eincremst und die Creme erneuerst, wenn du viel geschwitzt hast oder im Wasser warst.

Aber Vorsicht: Das neuerliche Auftragen der Sonnencreme verlängert die Eigenschutzzeit nicht zusätzlich!

Sonnenbrand vorbeugen

• starke UV-Strahlung meiden, vor allem mittags
• Kleidung schützt vor Sonnenbrand; dunkle, eng gewebte Kleidung ist ideal
• Auch im Schatten ist die Gefahr eines Sonnenbrandes gegeben
• Kopfschutz und Sonnenbrille mit UV-Schutz nicht vergessen
• Sonnenschutzmittel mit hohem LSF verwenden und regelmäßig auffrischen
• Medikamente wie Antibiotika oder Johanniskraut erhöhen die Lichtempfindlichkeit