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DIY: Shampoo selber machen für alle Haartypen

Haare waschen auf natürliche Weise

Shampoo selber machen leicht gemacht. Wir verraten, wie's geht und welches sich besonders für deinen Haartypen eignet.
Shampoo selber machen leicht gemacht. Wir verraten, wie's geht und welches sich besonders für deinen Haartypen eignet.
© Megan Lewis via Unsplash

Kräftiges, gesundes Haar wünscht sich wohl jede Frau. Deswegen kaufen wir im Drogeriemarkt immer die Shampoos mit den vielversprechendsten Slogans. Doch musst du dir dein Shampoo wirklich aus der Drogerie holen, um Glanz ins Haar zu bekommen? Die Antwort ist nein! Du kannst dir auch ganz einfach dein Shampoo selber machen. Finde hier natürliche DIY-Rezepte, die genau auf dein Haar abgestimmt sind und garantiert auch ohne Zusatzstoffe, Sulfate oder Silikone zu einer strahlenden Mähne führen.

In diesem Artikel:

Die Grundzutaten zuerst – das brauchst du zum Shampoo selber machen
Shampoo selber machen: So geht’s
Shampoo selber machen: Welcher Haartyp bist du?
Shampoo selber machen: Der Duft darf nicht fehlen
Selbst gemachtes Shampoo haltbar machen

Die Grundzutaten zuerst – das brauchst du zum Shampoo selber machen

Shampoo selber machen ist wirklich nicht schwer. Alles, was du benötigst, ist die Shampoo Basis und einige Zusätze, die auf deinen Haartypen abgestimmt sind. Verträglichkeit und Nachhaltigkeit stehen beim Shampoo selber machen an oberster Stelle. Deshalb stellen wir hier nur natürliche und umweltfreundliche Inhaltsstoffe vor:

Zum Shampoo selber machen, brauchst du folgende Zutaten für die Basis:
  • 200 ml klares Wasser
  • 15 g oder 4 TL geraspelte Kernseife
Zusätzlich zur Basis:
  • Ätherische Öle (10-20 Tropfen)

Shampoo selber machen: So geht’s

  1. Lass das Wasser aufkochen und gib anschließend die geraspelte Kernseife hinzu.
  2. Rühre das Ganze, bis die Kernseife aufgelöst ist.
    Wenn die entstandene Masse zu flüssig oder zu dick ist, kannst du Wasser oder mehr Seife hinzugeben, um die gewünschte Konsistenz zu erhalten.
  3. Nachdem du die Shampoo-Mischung etwas abkühlen hast lassen, kannst du die ätherischen Öle hinzugeben, die sich am besten für deinen Haartypen eignen oder mit denen du dein Shampoo länger haltbar machen möchtest. Alle Infos dazu findest du weiter unten im Text.

Tipp: Wenn du ein besonders reichhaltiges Shampoo selber machen willst, kannst du auch noch einen Teelöffel Honig und einen Teelöffel Olivenöl hinzugeben. Hier solltest du beim Auswaschen besonders gründlich sein, sonst können Rückstände deine Haare strähnig aussehen lassen.

DIY: Shampoo für glänzendes Haar selbst machen

Shampoo selber machen: Welcher Haartyp bist du?

Im zweiten Schritt geht es darum, was du mit deinem selbst gemachten Shampoo bewirken möchtest. Es gibt eine Reihe natürlicher ätherischer Öle und Inhaltsstoffe, die allesamt eine ganz besondere Wirkung auf dich und dein Haar haben können.

Generell: Bei ätherischen Ölen kann durch die hohe Konzentration zu Reizungen der Kopfhaut kommen, daher beim Shampoo selber machen immer erst einmal lieber weniger als zu viel von dem Öl verwenden. Wenn du nach dem Waschen der Haare Jucken oder Brennen auf der Kopfhaut verspürst, solltest du dein Shampoo unbedingt mit der Basis noch mal etwas verdünnen.

Shampoo selber machen für fettiges Haar:

Bei schnell fettendem Haar können Rosmarin-, Zitronen- oder auch Zedernöl eingesetzt werden. Mixe hier einfach etwa einen halben Teelöffel des gewählten Öls mit deiner Shampoo-Basis. Die Öle helfen der Kopfhaut einen gesunden Schutzmantel aufzubauen, was verhindert, dass übermäßig viel Talg produziert wird.

Selbst gemachtes Shampoo für trockenes Haar:

Bei trockenem Haar kann Aloe vera Wunder wirken. Hier kannst du Aloe-vera-Gel aus der Apotheke oder selbst geerntete Aloe von deiner eigenen Pflanze verwenden. Solltest du frische Aloe für dein selbst gemachtes Shampoo verwenden, solltest du das Gel in eine Schüssel geben und gut pürieren, bis du eine gleichmäßige Masse enthältst.

Mixe nun dein Basis-Shampoo mit der Aloe vera. Nach einigen Anwendungen wirst du sehen, dass dein Haar weniger brüchig ist und seinen natürlichen Glanz zurückgewinnt. Shampoo selber machen muss nicht kompliziert sein, um große Wirkung zu erzielen.

Auch Rizinusöl wirkt wunderbar bei trockenem Haar und soll es außerdem stärken und schneller wachsen lassen.

Video Empfehlung

Shampoo für geschädigtes Haar:

Ist das Haar einmal geschädigt, kann man es – entgegen der Behauptungen von Shampoo-Herstellern – nicht wieder reparieren. Jedoch kann man den weiteren Bruch der Haare durch eine gute Feuchtigkeitspflege und die richtigen Öle reduzieren.

Gib beim Shampoo selber machen einen Teelöffel Sheabutter hinzu und verwende einige Tropfen Lavendelöl. Die Sheabutter sorgt für ausreichend Feuchtigkeit, während das Lavendelöl dem Haarbruch entgegenwirkt.

Anti-Schuppen-Shampoo selber machen:

Gegen Schuppen und juckende Kopfhaut gibt es zahlreiche Öle, die helfen können. Kamille beruhigt die Kopfhaut und lindert unangenehmes Jucken.. Rosmarin sorgt für eine bessere Durchblutung und lindert Schuppen (Vorsicht: nicht in der Schwangerschaft verwenden). Teebaumöl wirkt desinfizierend und beruhigend, perfekt bei schuppigen Haaren.

Natürlich ist bei Schuppen die Pflege der Kopfhaut besonders wichtig. Neben dem Shampoo selber machen kannst du auch noch einige weitere Tipps befolgen, die gegen Schuppen wirken. Finde mehr dazu im Video:

Schuppen: Mit diesen Tricks wirst du sie los

Shampoo selber machen: Der Duft darf nicht fehlen

In der Regel sollte das Shampoo durch die Zugabe der ätherischen Öle bereits einen tollen Duft haben. Wem das jedoch nicht genug ist, kann noch ein paar Tropfen seiner Lieblingsöl hinzugeben und somit den Duft beeinflussen.

Kleiner Tipp: Wenn man zu viele Öle miteinander mischt, kann es zu einem Duft kommen, der nicht deinen Vorstellungen entspricht. Teste daher am besten vorher mit den Ölen, ob sie gut miteinander harmonieren.

Selbst gemachtes Shampoo haltbar machen

Die chemischen Inhaltsstoffe in einem Shampoo sind in der Regel gar nicht dafür gedacht, dein Haar besonders zu pflegen. Die meisten Stoffe machen das Produkt einfach nur haltbar, damit es vor dem Verkauf lange gelagert werden kann. Doch sei nicht besorgt, auch dein selbst gemachtes Shampoo kannst du auf natürliche Weise konservieren und somit länger haltbar machen. Es gibt einige natürliche Konservierungsmittel, die für eine längere Haltbarkeit deines Shampoos sorgen können:

Antibakterielle ätherische Öle: Es gibt einige ätherische Öle, die desinfizierende Eigenschaften haben und so beim Shampoo selber machen hilfreich sein können, um das Produkt zu konservieren. Beispiele für solche Öle sind Lavendelöl, Teebaumöl oder Eukalyptusöl.

Vitamin E/ Tocopherol: Euch verschiedene Vitamin E Präparate können ein selbst gemixtes Kosmetikprodukt länger haltbar machen.

Auch Grapefruitextrakt hat den Ruf Produkte stabilisieren zu können. Dies konnte bisher jedoch nicht nachgewiesen werden, weshalb wir hier von einer Verwendung zur Konservierung beim Shampoo selber machen absehen.

Weitere Tipps dein Shampoo länger haltbar zu machen:

  • Verwende beim Shampoo selber machen ausschließlich steriles Equipment. Vor allem das Behältnis, in das du dein Shampoo am Schluss geben möchtest, solltest du mit kochendem Wasser sterilisieren.
  • Für das Entnehmen deines Shampoos solltest du einen Spatel verwenden, wenn du einen Tiegel oder eine Dose verwendest. Bei einer klassischen Shampooflasche solltest du darauf achten, dass du die Öffnung nicht mit deinen Händen berührst.

Haltbarkeit des Shampoos bei Keimfreiheit:

Ohne Konservierungsmittel: 1 bis 2 Wochen
Mit Konservierungsmittel, wie zum Beispiel Vitamin E: etwa 4 Wochen

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Quellen:

Statt Plastik, Jutta Grimm, Veröffentlich im Pala Verlag 2015

Ätherische Öle für Körper und Seele – Pflege- und Heilmittel selbst machen, Dorling Kindersley Verlag GmbH, München 2017