Bookmark

Selbstliebe: So lernst du dich selbst zu schätzen

Warum die Liebe zu dir selbst so kraftvoll ist

Selbstliebe ist das A und O für eine gute Beziehung zwischen dir und deinem Selbst
Selbstliebe ist das A und O für eine gute Beziehung zwischen dir und deinem Selbst
© Aziz Acharki via Unsplash

Einen Menschen zu lieben ist ein überwältigendes, reines und wunderschönes Gefühl, dass glücklich macht und einen vollkommen erfüllen kann. Leider kultivieren viele Menschen diese Liebe nur gegenüber ihrem Partner, ihren Kindern, Freunden oder der Familie. Den wichtigsten Menschen, mit dem sie jeden Tag ins Bett steigen, vergessen sie dabei leider: Sich selbst. Dabei ist Selbstliebe ein essenzieller Faktor für Weiterentwicklung und Lebensglück und sollte deshalb einen wichtigen Stellenwert in deinem Leben einnehmen.

Was ist Selbstliebe überhaupt?

Viele Menschen scheuen sich vor dem Thema Selbstliebe, weil sie Sorge haben, selbstverliebt oder egozentrisch zu wirken. Selbstliebe unterscheidet sich allerdings deutlich von Selbstverliebtheit und ist in keinster Weise egoistisch oder hochnäsig. Die uneingeschränkte Liebe zu sich selbst kann eher mit Aspekten wie Selbstannahme, Selbstfürsorge und Selbstachtung in Verbindung gebracht werden und bietet somit auch Komponenten, die für ein soziales Miteinander mit Außenstehenden sinnvoll und hilfreich ist. So gehen viele Strömungen der Psychologie davon aus, dass die Liebe zu anderen nur dann möglich ist, wenn die Person auch zur Selbstliebe fähig ist. Hier wird die Selbstliebe ganz klar von als unsozial geltenden Extremen wie Überheblichkeit oder Narzissmus abgegrenzt.

Mangel an Selbstliebe kann zu Problemen führen

Hast du aufgrund negativer Erfahrungen, Problemen im Privaten oder im Beruf oder traumatischen Ereignissen die Selbstliebe zu dir verloren oder diese niemals richtig aufbauen können, kann dieser Mangel sich sowohl auf dich persönlich, als auch auf deine Mitmenschen auswirken: Die Folgen können sich in Beziehungsstörungen, der Einnahme einer Opferrolle, einer inneren Leere, dem Bedarf nach beständigem Zuspruch von außen und Problemen mit Selbstständigkeit und Übernahme von Verantwortung einhergehen. Auch körperliche und psychische Probleme können verstärkt auftreten. Stimmungsschwankungen und Probleme, Selbstfürsorge aktiv umzusetzen und an die eigene Selbstwirksamkeit zu glauben, können für eine negative Sicht auf die Welt und den Wunsch, dass andere diese Aufgaben übernehmen, sorgen.

3 Schritte mit denen du dich mehr zu schätzen lernst

Die Kraft der Selbstliebe

Umgekehrt kann aktiv gelebte Selbstliebe die Lebensqualität entscheidend verbessern. Dadurch wird das Selbstvertrauen gestärkt, wodurch du in der Lage bist, neue und positive Erfahrungen außerhalb deiner Komfortzone zu machen. Durch den Glauben an Selbstwirksamkeit kannst du bei Problemen selbst aktiv werden und musst nicht in einer Opferrolle verharren oder dich von anderen abhängig machen.

Durch bewusste Selbstfürsorge kannst du auch Krisen besser meistern und unterstützt damit deine Resilienz. Zu guter Letzt bist du auch in deinem Umgang mit Anderen liebevoller und zugewandter, was sich wiederum positiv auf dein Wohlbefinden auswirkt.

Selbstliebe ist erlernbar

Auch wenn ein liebevoller Umgang mit dir bisher fremd für dich war, kannst du Selbstliebe trotzdem in jedem Alter erlernen. Natürlich braucht dies etwas Übung und Geduld mit dir, da du negative Muster bewusst durch positive und dienliche Handlungen und Gedanken ersetzt. Aber die Mühe lohnt sich und wird schon bald für mehr Lebensqualität sorgen. Mache dir zunächst bewusst, wie und warum dir Selbstliebe schwerfällt und ob es vielleicht schon Bereiche gibt, in denen es dir gut gelingt. Hier ein paar Tipps, wie du Selbstliebe praktizieren kannst:

Achte auf deine Wortwahl, wenn du mit anderen oder dir selbst über dich sprichst und frage dich, ob du so auch über deine Tochter oder beste Freundin reden würdest.

Erlaube dir Fehler und freue dich über Erfolge.

Sorge gut für deinen Körper, aber auch für deinen Geist und deine Seele und befasse dich regelmäßig mit dem Thema Selbstliebe.

Wenn du merkst, dass du bestimmten Situationen unsicher oder gar aggressiv gegen dich selber wirst, versuche dir gezielt Mut zuzusprechen und dich zu bestärken.

Lächle dir im Spiegel regelmäßig zu

Sei geduldig – mit dir und mit deinem Prozess. Denn Selbstliebe kommt nicht von heute auf morgen. Übe regelmäßig und bald wird dir die Zuneigung zu dir selbst in Fleisch und Blut übergehen.