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Selbsterfüllende Prophezeiungen – Wie wir unser Schicksal beeinflussen können

Nimm das, was passiert, selbst in die Hand

Gehe deinen ganz eigenen Weg mit dieser einfachen Methode.
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© Lane Jackman via Unsplash

Es gibt verschiedenste Vorstellungen darüber, ob und wie weit wir Menschen unser Leben beeinflussen können und auch in Religionen und spirituellen Traditionen halten sich ganz unterschiedliche Vorstellungen rund um Kismet, Vorsehung und Schicksal. Mittlerweile ist in der Soziologie auch das Konzept der sogenannten Selbsterfüllenden Prophezeiung bekannt. Ist es möglich, damit unser Leben positiv zu beeinflussen?

Was ist eine Selbsterfüllende Prophezeiung genau?

Laut Definition handelt es sich bei einer selbsterfüllenden Prophezeiung um eine Vorhersage, die ihr Eintreten selbst bewirkt – wahlweise über direkte oder indirekte Mechanismen. Der Begriff geht auf Otto Neurath zurück und wurde in den 1940ern von dem Soziologen Robert K. Mertron als Konzept ausgearbeitet.

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Durch eine Aussage wird der Mensch in seinem Handeln beeinflusst, was dazu führt, dass die Aussage mit großer Wahrscheinlichkeit eintritt. Dabei kann die Aussage von dem Menschen selbst getroffen werden, oder von jemand Außenstehendem. Ein bekanntes Beispiel für eine selbsterfüllende Prophezeiung ist der Placebo-Effekt. Wird dem Patienten bei der Vergabe von Mitteln ohne Wirkstoff suggeriert, diese würden helfen, setzt dies häufig eine Wirkung auf psychologischer Ebene in Gang und der Patient fühlt sich besser.

Antizipation als Motor für verändertes Verhalten

Wir können diese Erkenntnisse auf uns selbst anwenden, indem wir uns die Antizipation, also die Erwartungshaltung, zunutze machen und uns positiv auf etwas einstimmen und somit unser Mindset so umgestalten, dass auch ein gewünschtes Verhalten wahrscheinlicher wird. Damit können wir auch negativ besetzte selbsterfüllende Prophezeiungen, etwa ‚Ich habe bei Vorstellungsgesprächen doch eh nie Glück!‘ aushebeln, uns gedanklich positiv ausrichten und bei uns und unserem Umfeld ein positives Verhalten begünstigen. Anders als beim Channeling sind wir hier nicht Kanal für Botschaften, sondern geben selber aktiv etwas weiter.

Das Gesetz der Anziehung

Das Gesetz der Anziehung, auch bekannt als Resonanzgesetz, geht davon aus, dass Gleiches von Gleichem angezogen wird und wir durch das Schaffen einer positiven und bejahenden Gedankenwelt auch in unseren äußeren Lebensumständen für positive Veränderungen sorgen.

Wir können dem inneren Kritiker also aktiv einen Strich durch die Rechnung machen und uns bewusst für eine bejahende Haltung entscheiden, die zu einem gewünschten Verhalten von uns selbst, aber auch unserer Umwelt führt, getreu dem alten Spruch: ‚So wie man in den Wald hineinruft, so schallt’s auch wieder heraus.‘ Das Gefühl, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen, gibt zusätzliche Stärke und hilft dir dabei, dich neu auszuprobieren und dein Leben kreativ und beherzt zu beeinflussen.