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Richtig atmen: Die Kraft der Luft in unseren Lungen

Richtig atmen lernen

Wie du lernst, richtig zu atmen
Wie du lernst, richtig zu atmen
© Joshua Earle via Unsplash

Deshalb ist richtiges Atmen so wichtig für uns

Beim Atmen versorgen wir unseren Körper und seine Organe einerseits mit lebenswichtigem Sauerstoff, andererseits atmen wir Kohlendioxid aus. Dieser Prozess muss stets einwandfrei funktionieren. Wenn wir richtig atmen, führt das zu einer optimalen Sauerstoffsättigung im Blut, während schädliches Kohlendioxid wieder abgegeben wird. Atmen wir zu flach, gelangt einerseits weniger Sauerstoff in unseren Körper, andererseits wird zu wenig Kohlendioxid ausgeatmet. Das kann negative Folgen auf unser Wohlbefinden und unsere Belastungsfähigkeit nach sich ziehen.

Richtig atmen: Das machen wir falsch

Richtig atmen ist im Prinzip ganz einfach, dennoch machen es viele von uns falsch. Wir denken nämlich schlichtweg zu wenig über unsere Atemtechnik nach und atmen selten so richtig bewusst. Optimal ist es, wenn die Atmung unter Beteiligung von Zwerchfell und Bauchraum stattfindet. Solch tiefe Atemzüge bringen mehr Sauerstoff in die Lungen, als wenn wir flach und schnell, lediglich in den Brustraum hinein, atmen. Auch der Abtransport von Kohlendioxid gelingt durch eine tiefe Bauchatmung viel effektiver.

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Gründe, weshalb wir nicht richtig atmen

Die Gründe, weshalb uns die richtige Atemtechnik abhanden gekommen ist, sind unterschiedliche. Einerseits arbeiten wir heutzutage oft in sitzenden Positionen, was die Bauchatmung eher erschwert. Auch zu enge Kleidung und unser Bestreben, den Bauch einzuziehen, um schön schlank auszusehen, können eine falsche Atemtechnik begünstigen.

Richtig Luft holen: Bauchatmung vs. Brustatmung

Schnelles, flaches Atmen hat Mutter Natur im Sinne eines Fluchtreflexes in uns angelegt. In Situationen, in denen wir unter Stress stehen oder Angst verspüren, setzt die Brustatmung automatisch ein. Die Folge? Die Atemfrequenz steigt, die Sauerstoffversorgung ist vermindert, vermehrt Kohlendioxid verbleibt im Körper. Atmen wir dauerhaft lediglich in den Brustraum, wirkt sich das negativ auf unser Herz-Kreislauf-System aus. Symptome wie Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel oder Konzentrationsschwäche können auftreten.

Dabei ist richtig atmen nicht schwierig. Die Atmung erfolgt über das vegetative Nervensystem. Zwar ist das Atmen ein automatisierter Prozess, aber du kannst bewusst darauf Einfluss nehmen. Achtsames Atmen und die richtige Atemtechnik beeinflussen dein vegetatives Nervensystem positiv. Möchtest du richtig atmen, fokussierst du dich auf eine tiefe Bauchatmung. Unter Beteiligung des Zwerchfells ziehst du die Atemluft tief hinab in den Bauchraum und versorgst so deine Lungen optimal mit Sauerstoff.

Richtig atmen: So geht’s!

In einem ersten Schritt musst du prüfen, ob du richtig atmest, wenn du ganz normal atmest. Lege oder setze dich bequem hin und lege nun die Hand auf den Bauch. Wenn du nicht deutlich spürst, wie sich dieser hebt und senkt, dann atmest du instinktiv falsch, nämlich mittels Brustatmung. Das solltest du ändern!

Bewusst atmen:

Lege die Hände auf deinen Bauch und versuche bewusst in den Bauch hinein zu atmen. Deine Brust sollte sich weniger bewegen als dein Bauch. Du spürst, dass sich deine Bauchdecke mit dem Luftstrom hebt und danach wieder senkt. Wechsel nun bewusst Brustatmung und Bauchatmung ab, rasch wird der Unterschied deutlich!

Richtig atmen mit der 4-6-8-Methode

Mit dieser Atemtechnik fokussierst du nicht nur auf eine bewusste Bauchatmung, du wirkst auch akutem Stress entgegen. Aus einer aufrechten Position heraus atmest du durch die Nase tief in den Bauch hinab. Beim Einatmen zählst du bis vier. Du spürst, dass sich deine Bauchdecke hebt. Während du bis sechs zählst, belässt du die Luft, wo sie ist, um anschließend bewusst durch den Mund auszuatmen und dabei bis acht zu zählen.