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Reismilch – Ein gesunde Alternative zu Kuhmilch?

Was steckt wirklich dahinter?

Reismilch lässt sich leicht selbst machen.
Reismilch lässt sich leicht selbst machen.
© Christian Mackie via Pexels

Ob zum Backen, Kochen oder für den Kaffee – Kuhmilch ist dafür schon lange kein Muss mehr. Es gibt zahlreiche natürliche und vegane Alternativen. Reismilch, Hafermilch, Mandelmilch sind nur ein paar davon. Doch was genau steckt in der Reismilch und wie kannst du sie selber herstellen?

Die industrielle Herstellung von Reismilch

Dabei wird gekochter Vollkornreis püriert und mit Wasser vermischt. Diese Masse wird anschließend gefiltert und vermaischt. Das bedeutet, dass die Reisstärke durch ein spezielles Herstellungsverfahren in Zucker umgewandelt wird. Danach wird das Ganze fermentiert und für die Konsistenz mit Pflanzenöl versetzt. Außerdem werden dem Reisdrink oft noch Zusatzstoffe hinzugefügt, die für einen besseren Geschmack sorgen sollen. Das können Geschmacksstoffe oder auch Zucker sein. Auch Kalzium wird oft hinzugefügt, um Reismilch eiweißreicher zu machen.

Reismilch und Kuhmilch im Vergleich

Natürlich gestaltet es sich zunächst schwierig zwei Produkte zu vergleichen, die den Herstellungsprozess betreffend, wenig miteinander zu tun haben. Allerdings können sowohl Kuh- als auch Reismilch hervorragend zum Backen oder Kochen verwendet werden. Daher spielt die Frage, bezüglich pflanzlichem oder tierischem Produkt bei der Weiterverarbeitung in der Küche qualitativ keine Rolle.

Für Allergiker ist Reismilch aber eine hervorragende Alternative zu Kuhmilch. Denn Reismilch ist laktose- und glutenfrei und enthält zudem wenig Fett. Auch bei einem empfindlichen Magen ist das pflanzliche Produkt besser bekömmlich als die klassische Variante. Vor allem Veganer nutzen Reismilch gerne, da sie wie bereits erwähnt genauso vielfältig verwendbar wie Kuhmilch ist. Geschmacklich hat die Reismilch ein leicht süßliches Aroma.

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Wie gesund ist Reismilch?

Wie du am Herstellungsprozess schon erkennen kannst, besteht Reismilch nicht aus viel mehr als Reis und Wasser. Demnach enthält sie auch keinerlei Proteine oder Fett, sowie kaum Nährstoffe. Denn diese verringern sich durch das Filtern und Verdünnen mit Wasser auf ein Minimum. Allerdings ist Reismilch im Umkehrschluss auch nicht ungesund. Außerdem enthält sie viele Kohlenhydrate, wodurch sie sich hervorragend für den Einsatz beim Frühstück eignet, um energiegeladen in den Tag zu starten.

Wichtig für alle Mamas:

Reismilch eignet sich nicht als alleiniger Milchersatz für Babys oder Kleinkinder, da hier zu viele Nährstoffe fehlen. Hier sollte auf Milchersatzprodukten speziell für Säuglinge oder Kleinkinder zurückgegriffen werden.

Reismilch selbst herstellen: So geht’s!
  • 1 Tasse Vollkornreis
  • 4 – 5 Tassen Leitungswasser
  • Vanilleextrakt
  • Mixer
  • Sauberes Küchentuch

Koche den Vollkornreis mit zwei Tassen Wasser bis das ganze Wasser verdampft ist. Vermische den Reis mit einer weiteren Tasse Wasser und püriere ihn anschließend in einem Mixer bis eine glatte Konsistenz entsteht. Du kannst der Masse noch weitere ein bis zwei Tassen Wasser hinzufügen. Je nachdem wie dünnflüssig du deine Reismilch magst.

 

Für den Geschmack kannst du noch etwas Vanilleextrakt hinzufügen. Danach mixt du die Masse noch ein weiteres Mal und lässt sie etwa eine Stunde ziehen. Anschließend drückst du die Masse durch ein Küchentuch gut aus. Was durch das Tuch gefiltert wird, ist deine fertige, selbstgemachte Reismilch. Da alle Nährstoffe aus der übrige gebliebenen Masse bereits herausgefiltert sind, eignet sie sich leider nicht mehr zur Weiterverwendung.

Für Veganer, die nach einem Ersatzprodukt für Kuhmilch suchen, ist Reismilch eine tolle Alternative!