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Pilgern: Wie du beim Wandern zu dir selbst findest

Irgendwann leidet deine Seele unter dem hektischen Leben - So kann dich Wandern und Pilgern befreien.
Irgendwann leidet deine Seele unter dem hektischen Leben - So kann dich Wandern und Pilgern befreien.
© Lukasz Szmigiel via Unsplash

Die Verbindung zwischen Mensch und Natur ist eine ganz besondere. Während das „Baden“ im Wald in Japan kulturell fest verankert ist, haben in der westlichen Welt viele von uns diesen Bezug zu Bäumen, Wiesen, Wasser & Co verloren. Wir leben in Hektik. Die Gedanken kreisen um den Job, die Kinder oder Zukunftssorgen.

Irgendwann beginnt die Seele darunter zu leiden, was sich beispielsweise durch depressive Verstimmungen oder gesundheitliche Beschwerden bemerkbar machen kann. Auch Lebenskrisen können dich dazu zwingen, im Leben einzuhalten und dich intensiv mit essentiellen Fragen beschäftigen.

Der Tod eines geliebten Menschen und andere Schicksalsschläge gehören oftmals dazu, jedoch auch weniger tragische Veränderungen wie ein Jobwechsel oder ein Umzug. Wenn du momentan an einem solchen Scheidepunkt stehst, an welchem du eine wichtige Entscheidung treffen musst oder merkst, dass deine Seele leidet, kann das Pilgern eine heilsame Medizin für Körper und Geist sein.

In diesem Artikel:

Wandern macht glücklich und gesund
Mit Bewegung geht es bergauf
Pilgern kann religiös motiviert sein – muss es aber nicht
Der Unterschied zwischen Wandern und Pilgern
Pilgern auf dem berühmten Jakobsweg
Pilgern ohne Ziel: Geht das eigentlich?
Fazit: Pilgern ist dein persönliches Abenteuer

Wandern macht glücklich und gesund

Was die Japaner längst wissen, kannst also auch du für dich nutzen: Die Ruhe und Ursprünglichkeit der Natur wirkt sich positiv auf die Seele aus. Beim Wandern kannst du zurückfinden zu dieser tiefen Verbundenheit mit deiner Umwelt, welche im Alltag so schnell und häufig verloren geht.

Wanderer vor Wasserfall

© Nurhadi Cahyono via Unsplash

Die Sinne können sich beruhigen und du kannst deine Gedanken ordnen, um dich den wirklich wichtigen Lebensfragen zu stellen. Diese Form der „Waldtherapie“ ist ein Gegenpol zur hektischen Routine zwischen Job, Haushalt, Familie & Co.

Dass das Wandern glücklich macht, konnte mittlerweile sogar von Wissenschaftlern empirisch belegt werden. Demnach ist es ebenso wirksam wie ein hochpotentes Antidepressivum. Das liegt einerseits an der frischen Luft und der Natur selbst, welche die Gehirnzellen anregen, durch das Plus an Sauerstoff zusätzliche Energie freisetzen und somit das Wohlbefinden verbessern.

Beim Wandern werden neue „positive“ Synapsen gebildet und alte „negative“ Verknüpfungen zwischen den Nerven aufgelöst.

Mit Bewegung geht es bergauf

Andererseits ist es die Bewegung, welche als natürlicher Stimmungsaufheller wirkt und Körper sowie Seele gleichermaßen gesund hält. Beim Wandern nutzt du also die Kraft der Natur, um deine eigenen Ressourcen wieder aufzuladen. Wann immer du dich erschöpft oder bedrückt fühlst, kann eine Wanderung durch den Wald, das Klettern auf Berge oder ein ausgedehnter Spaziergang über bunt blühende Wiesen im Frühling kleine Wunder bewirken.

Wiesen und Waldlandschaft vor Sonnenuntergang

© Joel Holland via Unsplash

Denn Bewegung ist ein wahres Wundermittel für die psychische sowie physische Gesundheit. Aktuelle Studien belegen vielerlei positive Auswirkungen von Bewegung auf den Körper und Geist:

  • Sportliche Betätigung – beispielsweise eben beim Wandern – regt die Ausschüttung von Glückshormonen an. Diese Endorphine sorgen für einen Zustand, welcher einem Rausch ähnelt. Du fühlst dich also glücklicher, sorgenfreier, schmerzfrei(er), positiv gestimmt und schlichtweg besser.
  • Das Laufen kurbelt dein Gehirn noch auf eine zweite Art und Weise an: Es steigert deine Leistungsfähigkeit und verbessert dein Gedächtnis. Es wird besser durchblutet sowie mit Nährstoffen versorgt. Du kannst folglich Probleme gezielter lösen und wirst mit frischen Ideen sowie neuer Zuversicht von der Wanderung heimkehren.
  • Optimismus gewinnst du durch Bewegung auch, weil sie dem Stressabbau dient. Endlich kannst du gedanklich abschalten, dich von negativen Gefühlen befreien und deinen Körper zur Ruhe kommen lassen – ja, trotz körperlicher Anstrengung. Es sind nämlich nicht die körperlichen, sondern die psychischen Belastungen, welche im Alltag das Gefühl von Stress hervorrufen. Gesundheitliche Beschwerden wie Migräne, Magen-Darm-Probleme, Rückenschmerzen & Co sind oftmals nur die Folge einer zu großen sowie dauerhaften psychischen Anspannung. Dennoch ist es wichtig, bei der Wanderung regelmäßige Pausen zum Verschnaufen einzulegen und einen achtsamen Moment in der Natur zu genießen.
  • Bewegung verbessert dein Körpergefühl und hilft dir dabei, zu dir selbst zurückzufinden, wenn Seele und Körper sich in einer schwierigen Lebenssituation verloren haben. Du kannst also wieder bewusster leben und erleben – sprich die Natur sowie dich selbst mit allen Sinnen wahrnehmen.
  • Das Wandern wird dir Selbstbewusstsein verleihen. Wenn du das Ziel erreicht hast und eine sagenhafte Aussicht genießt oder am Gipfel des Berges stehst, wird das dein Vertrauen in deine eigenen Fähigkeiten stärken. Du wirst dir somit in Zukunft mehr zutrauen und dein Leben aktiver in die Hand nehmen – sprich notwendige Änderungen vornehmen: Du traust dich endlich, dich auf deinen Traumjob zu bewerben, eine unglückliche Beziehung zu beenden, die ersehnte Weltreise zu wagen oder dir schlichtweg weniger Sorgen um deine Zukunft zu machen und wieder glücklicher zu leben.

Letzterer Effekt wirkt besonders stark, wenn es sich nicht nur um eine mehrstündige oder -tägige Wanderung handelt, sondern um das Pilgern. Wie bereits erwähnt, entscheiden sich viele Menschen für die jahrtausendealte Tradition der Pilgerreise, wenn sie in ihrem Leben an einem Scheideweg oder in einer Sackgasse angekommen sind.

Sie können dadurch zu sich selbst zurückfinden, ihre geistige sowie körperliche Gesundheit fördern und neue Wege suchen – nicht nur während, sondern vor allem nach dem Pilgern. Das Pilgern ist eine intensive Lebenserfahrung, die dich als Persönlichkeit reifen lässt und dich zu einem gesünderen sowie glücklicheren Menschen macht.

Pilgern kann religiös motiviert sein – muss es aber nicht

Die Pilgerreise wurde ursprünglich auch als Wallfahrt bezeichnet und war in der Regel religiös motiviert. Manchmal diente sie als Zeichen der Demut gegenüber dem angebeteten Gott. Ein anderes Mal suchten die Pilger hier nach einer neuen Festigung ihres Glaubens, wenn sie an diesem zweifelten – aus verschiedensten Gründen. Und ein wieder anderes Mal war die Pilgerreise eine auferlegte Buße für Sünden, sprich eine Art „Ablass“.

Ziel der Pilgerreise war in der Regel ein für den Glauben wichtiger Wallfahrtsort: Im Islam wird traditionell nach Mekka gepilgert und im Christentum nach Jerusalem oder Rom. Mittlerweile erfreuen sich aber auch neue Pilgerorte wie Lourdes, Fátima oder Santiago de Compostela als Ende des berühmten Jakobsweges steigender Beliebtheit.

Heutzutage spielen die Ziele beim Pilgern für viele Reisende aber sowieso nur noch eine untergeordnete Rolle. Der Glauben kann für sie wichtig sein, jedoch entscheiden sich auch immer mehr Menschen aus anderen als den religiösen Motiven für das Pilgern.

Der Grund dafür sind vor allem die bereits erwähnten positiven Effekte auf Körper und Geist, welche die Pilgerreise mit sich bringt. Manchmal soll sie in einer schwierigen Lebenssituation helfen. Vielleicht möchtest du aber auch schlichtweg das Gefühl des Pilgerns einmal selbst erleben und als eine Art Aktivurlaub prüfen, ob du es bis zum Ziel schaffst.

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Der Unterschied zwischen Wandern und Pilgern

Was du in der Pilgerreise siehst und welches dein persönliches Ziel ist – sowohl innerlich als auch äußerlich – ist also stets individuell. Ein „Richtig“ oder „Falsch“ gibt es dabei nicht. Vielleicht suchst du nach Spaß, nach einer persönlichen Herausforderung, nach einer ausgedehnten Wanderung, nach neuen Kontakten zu interessanten Menschen, nach Glück und Gesundheit, nach neuem Glauben, und, und, und…

Dünenlandschaft am Meer

© Rachel Lees via Unsplash

Die Liste der Möglichkeiten ist lang. Allerdings stellt sich für viele Menschen die Frage, worin genau denn eigentlich der Unterschied liegt zwischen dem Wandern und dem Pilgern? Die Länge ist dabei nicht alleine entscheidend. Zwar geht eine Pilgerreise deutlich länger als eine übliche Wanderung, meist mehrere Wochen oder sogar Monate. Was die Beiden allerdings in erster Linie unterscheidet, ist die Absicht. Das Pilgern könnte somit als eine Art „achtsames Wandern“ bezeichnet werden.

Das Ziel ist bei der Pilgerreise also zweitrangig. Stattdessen geht es um dich selbst – darum, was du währenddessen entdeckst, fühlst, denkst, siehst und mit allen Sinnen wahrnimmst. Pilgern ist somit das Wandern mit einer konkreten Absicht. Bestenfalls besteht diese Absicht darin, als „neuer“ Mensch zurückzukehren.

Neu im Sinne einer reiferen, selbstbewussteren, gesünderen und glücklicheren Persönlichkeit. Eventuell hast du anschließend neue Ziele im Leben, packst Veränderungen an, hast Mut gefasst, Trauer überwunden oder neuen Optimismus für die Zukunft geschöpft. Wie dein Ergebnis beim Pilgern aussieht, ist ebenso individuell wie deine Gründe und Ziele.

Pilgern auf dem berühmten Jakobsweg

Der wohl bekannteste und zugleich schönste Pilgerweg in Europa ist der sogenannte Jakobsweg. Dieser erfreut sich in den vergangenen Jahren einer plötzlich steigenden Beliebtheit, vor allem bei jüngeren Pilgern, die hier bewusst nach einer Auszeit vom Alltag in der (Groß-) Stadt suchen.

Obwohl der Jakobsweg derzeit so im Trend liegt, reicht seine Geschichte eigentlich schon über 1.000 Jahre zurück. Damals wanderten die ersten Pilger zum Grab des Apostels Jakobus, welches sich in der spanischen Stadt Santiago de Compostela befindet. Obwohl das Ziel stets dasselbe ist, führt der Jakobsweg aber nicht immer über die gleiche Route. Es gibt also nicht den einen Jakobsweg. Stattdessen wird er in fünf Jakobswege unterteilt:

  1. Camino Francés: Rund 65 Prozent der Pilger entscheiden sich für diese Route, weshalb sie gerne auch als „der“ Jakobsweg bezeichnet wird. Er beginnt im französischen St. Jean Pied de Port, rund 800 Kilometer vom Ziel in Santiago de Compostela entfernt. Er gilt als besonders schön, da er quer durch die verschiedenen Regionen sowie Kulturen von Spanien führt. Dementsprechend ist er touristisch am besten erschlossen. Viele Pilgerreisende wissen das zu schätzen – ebenso viele meiden den Camino Francés aber bewusst, um ruhigere Routen zu wählen. Zwar führt der Weg quer durch die Berge zwischen Frankreich und Spanien, dennoch sind die Etappen kurz sowie einfach. Dieser Jakobsweg wird deshalb in der Regel als leicht bis mittelschwer eingestuft und ist perfekt für Anfänger geeignet.
  2. Camino del Norte: Der sogenannte Küstenweg verläuft beinahe parallel zum Camino Francés und beginnt im Nordosten von Spanien. Er führt an der Nordküste der Iberischen Halbinsel entlang. Dadurch bietet er einen unmittelbaren Blick auf das tosende Meer. Mit der salzigen Luft in der Nase kannst du an wunderschönen Strandabschnitten verweilen, musst für diese Belohnung aber auch den einen oder anderen Berg erklimmen. Der Camino del Norte weist die meisten Höhenmeter der fünf Jakobswege auf und gilt daher als anspruchsvoll. Er zählt etwa 850 Kilometer, weshalb selbst geübte Wanderer mindestens 35 bis 40 Tage Zeit einplanen sollten.
  3. Camino Primitivo: Mit seinen gerade einmal 300 Kilometern Länge kommt der Camino Primitivo insgesamt zwar auf weniger Höhenmeter – doch die haben es in sich. Er gilt als der anspruchsvollste unter den Jakobswegen und ist damit ein echter Exot in der Liste. Startpunkt ist die Hauptstadt des spanischen Fürstentums Asturien namens Oviedo. Von dort geht es beinahe durchgehend bergauf sowie bergab bis nach Santiago de Compostela. Der Vorteil: Aufgrund seines Schwierigkeitsgrades, ist der Camino Primitivo nur wenig frequentiert. Auf der Suche nach einer persönlichen Herausforderung sowie Ruhe bist du hier also genau richtig. Dennoch solltest du nicht ohne entsprechendes Training vorab aufbrechen und die Höhenmeter können dir zu schaffen machen. Oben angekommen, wirst du dafür aber mit atemberaubenden Ausblicken belohnt, welche du gewiss niemals wieder vergessen wirst. Von etwa Oktober bis März ist dieser Jakobsweg aufgrund seiner Höhenlage und der heftigen Schneefälle meist unpassierbar.
  4. Caminho Portugues: Der Jakobsweg in Portugal ist mit seinen rund 240 Kilometern Länge zwar deutlich kürzer als der Camino Francés, gilt aber als der wohl schönste Jakobsweg auf der Iberischen Halbinsel. Pilgerströme sind hier nur auf den letzten Kilometern zu erwarten, wo die verschiedenen Jakobswege sich vereinen. Ansonsten bietet der Caminho Portugues alles, was es für das achtsame Wandern braucht: Ruhe und Natur. Er beginnt an der Kathedrale in der Hafenstadt Porto, welche zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört und für ihren süßen Portwein weltberühmt ist. Weiter geht es quer durch die Weinberge und Pinienwälder im Norden von Portugal entlang der Küste des rauen Atlantik. Der Caminho Portugues gilt als Geheimtipp unter den Wanderern und führt vorbei an Sehenswürdigkeiten aus dem Mittelalter sowie quer durch eine der wichtigsten Weinregionen von Portugal: Minho. Der Wein ist auf dem Caminho Portugues daher ein ständiger Begleiter. Da die Route in zwei Wochen gut machbar ist, kannst du dir für diese Pilgerroute viel Zeit lassen, um die wunderschöne sowie abwechslungsreiche Natur im Weinland Portugal in vollen Zügen zu genießen.
  5. Via de la Plata: Die „Silberstraße“ ist eine historische Verbindung zwischen Sevilla und Astorga im berühmten Andalusien. Hier, im Süden von Spanien, startet der fünfte Jakobsweg und führt beinahe 1.000 Kilometer weit in den Norden bis nach Santiago de Compostela. Damit ist die Via de la Plata die längste Route – was viele Pilger aufgrund der langen Tagesetappen erst einmal abschreckt. Dennoch ist der Weg lohnenswert, allein schon aufgrund der beeindruckenden Landschaften und Ruhe auf diesem wenig frequentierten Pilgerweg. Empfehlenswert ist die Route im Frühling, denn dann ist das Klima noch mild und die Blüten am Wegesrand entfalten ihre volle Farbpracht.

Diese sind die klassischen sowie beliebtesten Routen – aber immer noch nicht die einzigen Wege nach Santiago de Compostela. Es gibt somit noch viele weitere Wanderwege, welche als Jakobsweg ausgeschrieben sind, auch weit über die Grenzen von Spanien und Portugal hinaus. Wer also will, kann direkt vor der Haustür starten und beispielsweise quer durch Deutschland, die Schweiz oder Frankreich dem Jakobsweg folgen, um auf eine der ursprünglichen fünf Routen zu gelangen. Wie heißt es so schön: Der Weg ist das Ziel.

Pilgern ohne Ziel: Geht das eigentlich?

Wenn also der Weg das Ziel ist – brauchst du dann überhaupt ein konkretes Ziel? Wer nicht aus religiösen Gründen pilgert, sondern in erster Linie aus persönlichen, der kann tatsächlich auch ohne ein solches klassisches Ziel aufbrechen. Allerdings helfen die festgelegten Etappen dabei, die Motivation auf einem hohen Level zu halten und Tag für Tag weiter zu wandern.

Bergkamm-Wanderweg in den Wolken

© Jonas Verstuyft via Unsplash

Bist du hingegen ohne Ziel oder konkreten Plan unterwegs, drohst du eventuell das Eigentliche aus den Augen zu verlieren. Du freundest dich mit anderen Reisenden an und verweilst lange an einem Ort, ohne dich dabei deiner aktuellen Lebenskrise zu widmen. Oder du gibst auf, sobald die Füße schmerzen, und kehrst zu früh heim – sprich bevor du eine innerliche Entwicklung durchlaufen hast.

Prinzipiell ist das Pilgern ohne konkretes Ziel also zwar möglich, jedoch oft weniger erfolgversprechend für deine Persönlichkeitsentwicklung. Es geht schließlich darum, dich anhand des Plans jeden Tag aufs Neue herauszufordern und dir intensiv Zeit für dich selbst zu nehmen.

Dich von äußeren Einflüssen vom Weg abbringen zu lassen, ist hin und wieder nicht schlimm. Etwas Flexibilität, um einen besonders schönen Ort länger genießen zu können oder einen Tag zu ruhen, wenn der Körper nicht mehr mitmacht, schadet deiner Pilgerreise keinesfalls. Schließlich sind Achtsamkeit und Rücksicht auf dich selbst essentiell beim Pilgern.

Fazit: Pilgern ist dein persönliches Abenteuer

Dennoch solltest du zumindest einen groben Zeitplan sowie ein etwaiges Ziel haben, um deinen Fokus nicht zu verlieren. Das muss keine Wallfahrtstätte sein und auch nicht unbedingt eine Stadt. Du kannst dir eine Küste als Ziel nehmen, ein Land, einen Berg – frei nach deinem Belieben. Am Ziel angekommen, suchen sich manche Pilger schlichtweg ein neues Ziel, weil sie sich für die Rückkehr noch nicht bereit fühlen.

Schlussendlich kannst du deine Pilgerreise natürlich frei gestalten. Sinnvoll ist es dennoch, dir vorab Gedanken über die Frage der Ziele zu machen: im Außen und im Innen. Vielleicht möchtest du ja auch einfach so lange reisen, bis du dich wieder glücklich fühlst oder neue Ideen hast, wie es vielleicht beruflich oder privat weitergehen könnte. Dich auf das Abenteuer „Pilgerreise“ einzulassen, ist in jedem Fall ein spannender Prozess und nur du selbst kannst herausfinden, wohin dieser dich am Ende führen wird.