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Nur ein harmloser Leberfleck oder doch besorgniserregend?

Hautkrebsanzeichen frühzeitig erkennen

Wann sollte ich zum Arzt?
Wann sollte ich zum Arzt?
© Gordana via Bigstock

Leberflecken, auch Muttermale genannt, sind an sich zunächst kein Grund zur Sorge. Manche Menschen kommen sogar damit auf die Welt. Bis ins Erwachsenenalter können sich Leberflecken auf der Haut bilden, manchmal verschwinden sie auch wieder von allein. Aus einem gewöhnlichen Schönheitsfleck kann sich im schlimmsten Fall aber auch Hautkrebs bilden.

Worauf du bei Leberflecken achten musst und wann du einen Arzt aufsuchen solltest, erfährst du bei uns.

Was sind Leberflecken?

Leberflecken sind Fehlbildungen der Haut, die sich in Form, Farbe und Größe unterscheiden. Manche Leberflecke kann man ertasten, wenn man mit dem Finger über die Haut fährt. Der Name lässt sich auf die leberähnliche Farbe zurückführen. Sie können an den unterschiedlichsten Körperstellen auftreten und bilden sich meist durch die Ansammlung von Melanozyten. Das sind Pigmentzellen, die den Farbstoff Melanin bilden, der für unsere Hautfarbe verantwortlich ist. Der „Überschuss“ an Melanin an einem Ort ist dann durch die Haut sichtbar. Zu Leberflecken gehören auch Sommersprossen und Altersflecken.

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Worauf muss ich bei Leberflecken achten?

Leberflecken können sich im Laufe der Zeit optisch verändern. Um Hautkrebs frühzeitig erkennen zu können. sollte man stets ein Auge auf sie haben. Ab dem 35ten Lebensjahr, solle man seine Haut und Leberflecken laut der deutschen Krebsgesellschaft alle drei Jahre ärztlich untersuchen lassen.

Für eine regelmäßige Selbstkontrolle bietet sich die sogenannte ABCDE-Regel an, mit der man Leberflecke untersuchen kann:

  • A = Asymmetrie
    Der Leberfleck hat eine asymmetrische Form; das heißt, er ist nicht gleichmäßig rund, oval oder länglich, sondern sieht eher wie ein abstraktes Muster aus.
  • B = Begrenzung
    Der Übergang vom Leberfleck zur Haut ist nicht mehr deutlich zu erkennen, sondern sieht verwaschen aus. Der Rand ist gezackt oder sieht ausgefranst aus.
  • C = Colour (das englische Wort für Farbe)
    Die Farbe des Leberflecks ist nicht mehr einheitlich, sondern erscheint fleckig. Diese können sowohl hell als auch dunkel sein. Besondere Vorsicht gilt, wenn auf dem Leberfleck rosa, graue oder schwarze Punkte zu sehen sind. Das könnte ein Hinweis auf Hautkrebs sein.
  • D = Durchmesser
    Wenn der Durchmesser des Leberflecks größer als fünf Millimeter ist, sollte man einen Arzt aufsuchen.
  • E = Erhabenheit
    Manche Leberflecke sind nach außen gewölbt beziehungsweise erhaben und dadurch mit dem Finger spürbar.

Solltest du eine dieser Veränderungen bei neuen Leberflecken bemerken oder bei denen, die jahrelang gleich aussahen, ist ein Besuch beim Hautarzt ratsam. Weitere Auffälligkeiten, die ärztlich abgeklärt werden sollten, sind Juckreiz oder blutende Leberflecke.

Wie kann ich Hautkrebs vorbeugen?

Die Sonne ist wichtig für uns, da sie uns unter anderem Vitamin D liefert. Wer es jedoch übertreibt, riskiert Hautschäden, die durch eine übermäßige UV-Strahlung entstehen. Darauf solltest du bei Sonnenbädern achten, die nicht nur unsere Haut strapazieren, sondern beispielsweise auch trockene Haare verursachen und die Hautalterung beschleunigen:

  • Sonnencreme alle zwei Stunden neu auftragen
  • Deine Haut hat einen „eingebauten“ Lichtschutzfaktor. Wie stark dieser ist, hängt vom Hauttyp ab. Je heller die Haut, desto höher sollte der Lichtschutzfaktor sein.

Welchen Hauttyp hast du und was musst du beachten?

  • Solarien sollten vermieden werden.
  • Nicht zu oft sonnen.
  • Babies und kleine Kinder sollten wenn möglich nicht in die pralle Sonne gesetzt werden, denn ihre Haut ist besonders empfindlich

Allgemein sollte man schon in frühen Jahren anfangen, seine Haut zu schützen, denn „das Risiko auf Hautkrebs erhöhe sich vor allem durch Sonnenbrände bis zum 20. Lebensjahr“, so Dr. Sylke Schneider-Burrus, Chefärztin im Zentrum für Dermatochirurgie an der Havelklinik Berlin in einem Interview mit welt.de.

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