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Ein nachhaltiges Leben: Was es für dich bedeuten kann

Wir und Mutter Erde

Eine Hand wäscht die andere! Wir leben von dem, was die Erde uns gegeben hat und sollten ihr dafür Respekt zollen.
Eine Hand wäscht die andere! Wir leben von dem, was die Erde uns gegeben hat und sollten ihr dafür Respekt zollen.
© r_tee via stock.adobe

Es ist noch gar nicht so lange her, da war das Leben im Einklang mit der Natur die einzige Option. Es gab noch keine Supermärkte, in welchen du dir Lebensmittel aus Übersee kaufen konntest, oder Glühbirnen, die dir künstliches Licht schenken, wenn es draußen bereits dunkel ist. Stattdessen waren die Menschen vom Tag-Nacht-Rhythmus, von regionalen und saisonalen Lebensmitteln, von Wetterumschwüngen und anderen Naturgewalten abhängig. Sie mussten ihr Leben daran ausrichten – ob sie wollten oder nicht. Mittlerweile ist das zwar nicht mehr notwendig. Sinnvoll ist es aber trotzdem…der Natur und dir selbst zuliebe. Welche Rolle spielt also die Nachhaltigkeit für ein gesundes und glückliches Leben?

Der Trend von morgen ist „grün“

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass die Menschheit schon früh versuchte, sich unabhängig von solchen Einflüssen zu machen, sprich Herrschaft über die Natur zu erlangen. Bis heute befindet sie sich in einer Art Höhenflug. Scheinbar lässt sich mit modernen Technologien jedes Problem früher oder später lösen. Ignoriert wird dabei aber der Fakt, dass sich aus der Technologisierung neue Probleme ergeben: der Klimawandel allen voran. Der Mensch lebt auf Kosten der Natur, der Tiere und teilweise sogar auf jene anderer Menschen. Dass das auf Dauer nicht so weitergehen kann, scheint langsam auch im Bewusstsein der Gesellschaft zu greifen.

Die Forderung, dass der Mensch nicht auf Kosten der Natur, sondern im Einklang mit ihr leben sollte, rückt also zunehmend in den Fokus der Öffentlichkeit. Es wird viel diskutiert über Themen wie Nachhaltigkeit. Allerdings lassen sich bislang leider keine flächendeckenden Verbesserungen erkennen. Der Prozess geht nur schleichend voran, aber immerhin entscheiden sich immer mehr Menschen für eine „grüne“ Lebensweise – oder nehmen zumindest etwas mehr Rücksicht auf Themen wie den Umweltschutz als noch in der Vergangenheit. Der Trend scheint also eindeutig in die „grüne“ Richtung zu gehen. Die Frage ist nur, ob das flächendeckende Umdenken rechtzeitig kommen wird.

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Nachhaltig leben – was bedeutet das eigentlich?

Solltest du dich noch nie mit diesem wichtigen Thema auseinandergesetzt haben, wird es jetzt allerhöchste Zeit. Denn du musst nicht mit dem Strom schwimmen. Du kannst und solltest stattdessen als gutes Vorbild voranschreiten und dein Leben nachhaltig(er) gestalten. Aber was bedeutet das überhaupt in der Praxis – „grüner“ leben? Und vor allem: Wie lässt sich das umsetzen?
Simpel ausgedrückt, geht es bei einem „grünen“ Leben darum, wieder zurückzufinden in ein Dasein im Einklang mit der Natur. Du lebst also nicht mehr auf Kosten von Natur, Tieren oder Menschen, sondern in einer ausgewogenen Balance aus Geben und Nehmen. Rücksicht nehmen ist dabei die wichtigste Devise – auch, wenn das für dich an der einen oder anderen Stelle Abstriche bedeutet. Dann wird es eben nicht der PS-starke Sportwagen, sondern nur das kleine Elektroauto oder du steigst auf das Fahrrad um. Und anstelle der jährlichen Reise ans andere Ende der Welt, reicht in diesem Jahr auch schlichtweg die Fahrt mit dem Zug an den italienischen Strand. Beispiele gibt es viele…doch was wirklich zählt, ist deine Grundeinstellung.

Zurück zu einem natürlichen und glücklichen Leben

Der Wille zählt, heißt es, und das gilt auch in diesem Fall. Der Wille, die Natur wertzuschätzen und als ein Wunder zu begreifen, welche es zu bewahren gilt. Denn das Leben ist auf Dauer nur im Einklang mit der Natur möglich. Gibt es irgendwann beispielsweise kein Wasser mehr, kann auch der Mensch nicht mehr überleben. Das Problem ist, dass viele Personen egoistisch sind. Sofern sie noch nicht von solchen Problemen betroffen sind, können sie die Erde ja weiterhin ausbeuten. Dass es ihre Kinder und Kindeskinder sind, die deshalb eines Tages kein leichtes und gewiss auch kein schönes Leben mehr haben werden, daran denken sie nicht – oder auch das ist ihnen gleichgültig.

Und noch ein weiterer Denkfehler ist dafür verantwortlich, wie die Menschheit derzeit mit der Natur umgeht: Die meisten Personen gehen davon aus, dass Glück unmittelbar mit materiellem Reichtum zusammenhängt. Je neuer, je moderner, je teurer alles um sie herum ist, desto besser fühlen sie sich…angeblich. Erst zu spät reift die Erkenntnis, dass sich Glück nicht kaufen lässt – auch nicht auf Kosten der Natur.

Tatsächlich kommt ein „natürliches“ oder auch „naturnahes“ Leben also nicht nur der Umwelt zugute, sondern auch dir selbst und deinen Nachfahren. Ihr erhaltet die Welt lebenswert und verhindert Probleme, welche in Zukunft das Lebensglück aller Erdenbewohner deutlich beeinträchtigen könnten. Doch auch du wirst merken, wie dich ein „grünes“ Leben glücklicher macht. Denn wahres Glück findest du in der Einfachheit und in der Natur.

Frau atmet tief ein

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Nachhaltigkeit wirkt auf vielerlei Ebenen

Wenn du dich also für ein nachhaltiges Leben entscheidest, geht das in der Regel auch mit einer Entscheidung für den Minimalismus einher. Denn der überschwängliche Konsum, wie er in unserer Gesellschaft verbreitet ist, ist das Gegenteil von Nachhaltigkeit. Stattdessen geht es darum, dich auf das zu konzentrieren und zu beschränken, was wirklich wichtig ist. Ein „grünes“ Leben beginnt im Kopf. Anstatt also darüber nachzudenken, wie du eine noch schönere Haarfarbe bekommen kannst, welche Sneakers du für die kommende Saison brauchst oder welches Auto du am „coolsten“ findest, fokussierst du dich fortan auf die essentiellen Themen des Lebens: Glück, Gesundheit, Selbstliebe oder eben auch Nachhaltigkeit. Anschließend setzt du diese neue Denkweise konsequent im Alltag um. Nimm Rücksicht auf die Umwelt, Tiere und Menschen. Sei ein „guter“ Mensch. Liebe dich selbst. Schnell wirst du merken, wie gut sich das anfühlt und wie wenig du wirklich brauchst, um glücklich zu sein.

Nachhaltigkeit als Lebenskonzept dient also dem Umweltschutz, lässt dich zum Vorbild werden, macht dich glücklicher und auch noch gesünder. Denn mit vielen Produkten, welche du im Supermarkt kaufst, schadest du nicht nur der Natur, sondern auch dir selbst. Du wirst also achtsamer einkaufen und essen. Du wirst weniger konsumieren. Die Liste der Lebensbereiche, auf welche sich dein neues „grünes“ Leben auswirken wird, ist lang.

Ein stummer Kampf gegen die Konsumgesellschaft

Deine Entscheidung für eine nachhaltige Lebensweise ist somit dein Austritt aus der Konsumgesellschaft. Schnell wirst du merken, dass du dir weniger Sorgen um dein Aussehen, um materielle Dinge oder deine Finanzen machst. Dein Leben wird schlichtweg einfacher. Vielleicht findest du sogar neue Hobbys wie beispielsweise das Reparieren kaputter oder Aufbereiten alter Dinge. Und wer weiß, eventuell lernst du neue Freunde mit den gleichen Interessen fürs Leben kennen, mit denen du lachen sowie durch dick und dünn gehen kannst. Und ziemlich sicher wirst du dann merken, dass das die Sachen im Leben sind, welche dich wirklich glücklich machen.

Das Leben im Einklang in der Natur ist also eine Art stummer Protest gegen die Richtung, welche die moderne Gesellschaft eingeschlagen hat. Es ist ein bewusster Schritt heraus aus dem Schwarm und zurück zu einer natürlichen Lebensweise. Sie wird dein Leben einfacher, gesünder und glücklicher machen. Zugleich wirst du die Umwelt respektieren und schützen – ebenso andere Menschen und natürlich auch Tiere. Dadurch machst du die Welt lebenswerter für dich selbst und deine Nachfahren. Und all das nur, indem du deine Gedanken änderst und dich auf das fokussierst, was wirklich wichtig ist im Leben.

„Grün(er)“ leben ist einfacher als gedacht!

Was kompliziert klingt, ist eigentlich ganz einfach. Wenn du fortan auch nachhaltiger leben möchtest, lässt sich das schon mit wenigen simplen Schritten umsetzen – oder sie sind zumindest ein guter Anfang für dein neues „grünes“ Leben:

  • Vermeide Müll.
  • Repariere Altes, anstatt es wegzuwerfen.
  • Wenn du etwas ausmistest, verkaufe, verschenke oder spende es.
  • Denke vor jedem Kauf darüber nach, ob du das wirklich brauchst.
  • Vermeide umweltschädliche Verkehrsmittel wie das Auto oder Flugzeug.
  • Achte beim Kauf Gegenständen wie Mobiliar auf deren Umweltfreundlichkeit (verwendetes Holz, Chemikalien, etc.)
  • Iss ausschließlich regionale sowie saisonale Lebensmittel. Zu vermeiden sind hingegen Fertigprodukte, industrieller Zucker, Fleisch aus Massentierhaltung, mit Chemikalien belastete und verarbeitete Lebensmittel.
  • Spare Energie.
  • Pflanze Bäume.

Wenn du also bereit bist, auf gewisse Dinge zu verzichten und zu einer natürlichen Lebensweise zurückzukehren – zurück in ein Leben, das von Minimalismus, Nachhaltigkeit und Achtsamkeit geprägt ist – wirst du dich auf vielen Ebenen besser fühlen!

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