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Maneki-Neko: Die Winkekatze aus Japan

Tierischer Glücksbringer

Mit ihren Pfoten winkt die Maneki-Neko das Glück herbei
Mit ihren Pfoten winkt die Maneki-Neko das Glück herbei
© Charles Deluvio via Unsplash

Katzen wurden im Laufe der Geschichte immer wieder als Gottheiten verehrt. Das wohl bekannteste Beispiel ist wahrscheinlich die Göttin Bastet, ihres Zeichens Tochter des Sonnengottes Re, welche von den alten Ägyptern als Katze dargestellt und angebetet wurde. Aber auch andere Kulturen widmeten unseren Stubentigern heilige Gedenkstätte: In Japan wurden Tempel und Schreine für die Vierbeiner errichtet. Dort hat die Maneki-Neko, welche auf der Katzenrasse der japanischen Bobtails basiert, ihren Ursprung.

Die Legende um die Maneki-Neko

Zahlreiche Mythen ranken sich um diese Mieze und ihrer Fähigkeit Glück zu verbreiten, aufgrund dessen ist es leider auch nicht möglich ihren genauen Ursprung zu bestimmen. Eine der bekanntesten Überlieferungen besagt, dass eine Katze einem reichen Mann einst das Leben rettete. Sie soll dem Mann, der wegen starken Regens unter einem Baum weilte, zugewinkt haben, um ihn in einen Tempel einzuladen. Just als dieser den Tempel erreichte, schlug der Blitz in dem Baum ein. Der Mann war der Katze infolgedessen so dankbar, dass er sie mit Geld überhäufte. Daher rührt der Glaube, sie bringe Wohlstand.

Einer anderen Legende zufolge griff das Samtpfötchen einer Geisha seine Besitzerin an und wurde deswegen geköpft. Doch sogar tot gelang es ihm, seine Herrin vor schlimmeren zu beschützen, indem sein Kopf auf einer Schlange landete, welche die Frau angreifen wollte.

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Maneki-Neko als Glücksbringer

Bemerkenswert ist, dass die beiden vorgestellten Theorien das Motiv des Rettens gemein haben. Hierauf baut die Auffassung, dass diese Katzen Glück bringen sollen.

Charakteristisch für die Maneki-Neko ist zudem ihre Geste des Winkens, der sie ihren Namen verdankt.

Je nachdem, welche Pfote die Glückskatze verwendet, hat die Bewegung eine andere Funktion. Wenn die linke Pfote erhoben wird, sollen Kunden und gute Umsätze angelockt werden. Aus diesem Grund werden linkspfötige Samtpfoten vorwiegend in Läden und Einkaufspassagen ausgestellt.

Die uns bekannte Lucky Cat, wie sie im Englischen genannt wird, hat hingegen die rechte Pfote zum Winken gehoben. Sie soll Wohlstand und Glück (Ergo die Bezeichnung Glückskatze!) bringen. Sollten beide Pfoten zum Winken verwendet werden, so sollen nicht nur das Haus, sondern auch das Geschäft geschützt werden.

Verschiedene Farbvarianten der Maneki-Neko und ihre Bedeutung

Die Maneki-Neko gibt es heutzutage in etlichen farblichen Ausführungen. Jede Farbe hat dabei ihre eigene Bedeutung, welche je nach Region und Glaube variieren kann.

Gesundheit soll mit grün gefördert werden, während schwarz Dämonen, Geister und allgemein alles Böse auf Distanz hält. Weiß dagegen, sorgt für Reinheit und positive Ereignisse. Rot und Pink stehen nicht nur bei uns traditionell für Romantik sowie Freundschaft, auch Winkekatzen in diesen Farben sollen in zwischenmenschlichen Beziehungen Glück bringen. Wohlstand soll durch goldene Glückskatzen Einzug erhalten, dementsprechend oft werden diese in Geschäften oder Lotterien aufgestellt, um den Umsatz zu verstärken.

Welche Farbausführung dir das größte Glück bringt, hängt also ganz von deinen Wünschen ab!

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