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Leinsamen: gesund und regional

Starke Saat mit erstaunlicher Wirkung

Nicht nur sind Leinsamen gesund, sie sind DAS Superfood, das in deutschen gefilden wächst.
Nicht nur sind Leinsamen gesund, sie sind DAS Superfood, das in deutschen gefilden wächst.
© Monika Grabowska via Unsplash

Mit der Bezeichnung Superfoods werden Lebensmittel bezeichnet, die aufgrund ihres hohen Anteils an Nährstoffen, etwa Antioxidantien, Vitaminen oder Mineralien, einen besonders positiven Effekt auf den Organismus haben. Hier fallen oft die Namen exotische Lebensmittel, wie zum Beispiel Quinoa, Chia oder Açai-Beere. Doch gibt es in unseren Gefilden keine Superfoods? Die gibt es! Zum Beispiel in Form von Leinsamen. Gesund und nährstoffreich wächst dieses Superfood direkt in unserer Umgebung.

Was macht Leinsamen gesund?

Die Leinsaat galt besonders in Orten, wo die Kulturpflanze Flachs zur Textifaser- und Ölgewinnung angebaut wurde, als wertvolle Heilpflanze und kann heute als echtes Superfood bezeichnet werden.

Der Leinsamen ist der Samen des Gemeinen Leins, auch als Flachs oder Saat-Lein bekannt und befindet sich in den Fruchtstielen der Pflanze. Je nach Sorte kann die Leinsaat in der Farbe variieren: Von goldgelb bis dunkelbraun ist alles möglich. Die Oberfläche des etwa 4 bis 5 Millimeter langen eierförmigen und abgeflachten Samens ist glänzend und glatt.

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Interessant ist aber vielmehr das Innere der Saat. Diese enthält etwa 30 bis 44 Prozent Öl, wobei die Hauptfettsäure die ungesättigte Linolensäure ist. Damit ist Leinöl das Pflanzenöl mit dem höchsten Gehalt an Omega-3-Fettsäuren. Zudem ist der Leinsamen gesund wegen seines hohen Gehalts an essentiellen Aminosäuren wie Tryptophan, Lysin und Methionin. Auch Vitamin E und Kalzium finden sich reichlich in dem kleinen Powerpaket.

Somit kann sich der unscheinbare Samen positiv auf den Aufbau von Gehirn- und Nervenzellen auswirken und die Fließfähigkeit des Blutes verbessern.

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Gerade für Veganer ist der Leinsamen gesund, stellt die Leinsaat doch eine der besten pflanzlichen Quellen für Omega-3-Fettsäuren dar. Aber auch alle anderen, die sich die Vorteile des heimischen Superfoods zu Nutze machen wollen, können es ganz leicht in den eigenen Speiseplan integrieren.
Für einen Erwachsenen sind bis zu zwei Esslöffel Leinsamen gesund pro Tag.

Da die Leinsaat im Darm aufquillt und ihre Schleimstoffe sich wohltuend auf gereizte Magen- und Darmwände auswirken kann, sorgt sie für einen zufriedenen Bauch und ein langes Sättigungsgefühl. Zudem können sie eine träge Verdauung wieder in Schwung bringen.

Weil der Leinsamen gesund und durch seinen leicht nussigen Geschmack auch lecker ist, lässt er sich leicht in die Ernährung integrieren. Du kannst ihn entweder in dein Müsli mischen, es als Knusperbeigabe in Brot oder Brötchen einbacken, zu gehaltvollen Müsliriegeln verarbeiten oder als Topping auf Joghurt oder Obstsalat geben.

Leinöl schmeckt hervorragend in Verbindung mit Quark und macht aus einfachen Pellkartoffeln ein kulinarisches Gedicht.

Tipp: Obwohl der Leinsamen gesund ist, können die Nährstoffe von manchen Menschen nicht gut aufgenommen werden. Am besten werden die wertvollen Inhaltsstoffe aufgenommen, wenn du aufgebrochene, also geschrotete Leinsamen verwendest. Dafür kannst du ganze Leinsamen entweder bei Bedarf portionsweise frisch schroten oder aber du kaufst dir bereits geschrotete Leinsaat.

Weitere Superfoods aus der Region

Wie wir eben gelernt haben müssen Superfoods nicht zwangsläufig aus den exotischen Winkeln der Welt stammen. Auch in Deutschland gibt es neben dem gesunden Leinsamen noch zahlreiche Superfrüchte und Supersaaten. Deren positive Wirkung auf die menschliche Gesundheit ist seit Jahrhunderten bekannt und wurde von bedeutenden Persönlichkeiten wie Hildegard von Bingen auch schriftlich festgehalten. Trotzdem sind viele Informationen in Vergessenheit geraten und werden jetzt erst wieder bekannt.

Neben Wildpflanzen wie Löwenzahn oder der Brennessel zählen auch Heilkräuter wie Melisse oder Petersilie und Früchte wie Holunderbeeren und Himbeeren zu den regionalen Superfoods. Auch sind Saaten, wie zum Beispiel der Leinsamen gesund und ersparen uns den Kauf von aufwendig eingeflogenem Superfood aus den Tropen.