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Können Impfungen gefährlich werden?

Ob der kleine Piks notwendig ist

Ist der Impfung beim Arzt notwendig?
Ist der Impfung beim Arzt notwendig?
© Martin Brosy via Unsplash

Autismus, Diabetes und sogar Multiple Sklerose, laut einigen Impfgegner können die Folgeerkrankungen von Impfungen fatal sein. Besonders Kinder sollen von den Nebenwirkungen betroffen sein. Doch trotzdem lassen sich laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung über 90 Prozent der Deutschen impfen. Zwei Fakten, die nicht so richtig zusammen passen.
Warum ist das Impfen so umstritten?

Impfen ist gefährlich: Mythos oder Realität?

Obwohl gefälschte Studien und unseriöse Umfragen die Menschen gegenüber Impfungen seit Jahrzehnten skeptisch haben werden lassen, können doch einige Fragen und Zweifel mit Fakten aufgeklärt werden. Wir klären auf, ob folgende Aussagen zu Impfungen wahr oder falsch sind:

Die Wirksamkeit des Impfens wurde nie wissenschaftlich belegt

Ganz im Gegenteil. Laut dem Robert Koch Institut können Impfstoffe nur dann auf den Markt gebracht werden, wenn ihre            Wirksamkeit wissenschaftlich nachgewiesen ist.

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Impfungen bringen nichts – Man sollte lieber auf natürliche Medizin zurückgreifen

Stimmt zum Teil. Sicherlich könnten viele Krankheiten durch einen gesunden Lebensstil vermieden werden. Mit einer                    ausgewogenen Ernährung und ausreichend Sport ist oft schon viel erreicht. Allerdings können einige Krankheiten auf                    natürliche Wege leider kaum vorgebeugt und behandelt werden.
Laut Unicef sterben jedes Jahr 1,4 Millionen Kinder an Krankheiten, die durch Impfungen
verhindert hätten werden könnten. Außerdem wurden durch das Impfen bereits viele
Krankheiten ausgerottet. Es ist also wichtig zwischen den Krankheiten und der Art und Weise, wie man damit umgehen                sollte, zu differenzieren.

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Impfungen enthalten schädliche Inhaltsstoffe

Stimmt zum Teil. Ja, Impfungen enthalten schädliche Inhaltsstoffe, wie beispielsweise Aluminium. Im Vergleich dazu,                    wieviel wir davon allerdings in unserem alltäglichen Leben einnehmen, ist die Menge jedoch mehr als gering und demnach            unbedenklich.

Besonders kleine Kinder müssen oft unter Impfschäden leiden

Stimmt so nicht. Zwar kommt es gelegentlich zu harmloseren Nebenwirkungen wie leichtem Fieber, Rötungen oder                        Schwellungen, ernsthafte Nebenwirkungen hingegen sind äußerst selten. Laut Bundesgesundheitsministerium liegt in                    Deutschland die Zahl der anerkannten Impfschäden bei insgesamt 50 Millionen Impfungen im Schnitt nur bei 34 pro Jahr.

Impfen oder nicht – Die Entscheidung liegt bei dir

Was will ich? Die Antwort darauf ist einfach. Generell liegt die Entscheidung bei jedem Einzelnen. Denn beispielsweise im Gegensatz zu Frankreich, wo elf Impfungen pro Kleinkind Pflicht sind, ist es uns in Deutschland selbst überlassen, ob und gegen was wir uns impfen lassen.
So oder so ist es jedoch empfehlenswert sich mit dem Thema auseinander zusetzten und stets offen gegenüber den Argumenten der Befürworter und auch der Skeptiker zu sein. Denn das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass du etwas lernst, was du noch nicht wusstest.