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Klangtherapie: Methoden und Wirksamkeit

Gesund durch Klang

Klangtherapie kann uns helfen, wieder in unsere Mitte zu kommen.
Klangtherapie kann uns helfen, wieder in unsere Mitte zu kommen.
© Bigstock

In unseren Breiten erfreut sich Klangtherapie großer Beliebtheit. Ob als alternativmedizinischer Ansatz oder gern gebuchtes Wellnessangebot: Mit Geräuschen, Tönen, Klängen und Schall kann man dem Körper Gutes tun. Was man sich unter einer Klangtherapie vorstellen darf, was sie bewirkt, aber auch, wo ihre Grenzen zu sehen sind, erfährst du hier.

Was ist eine Klangtherapie?

Unter dem Begriff „Klangtherapie“ sind vielfältige alternative Heilmethoden sowie diverse Wellnessangebote zusammengefasst. Ursprünglich in schamanischen Zeremonien angewendet, kommen heutzutage überall auf der Welt unterschiedlichste Instrumente und Methoden in der Klangtherapie zum Einsatz. So hast du bestimmt schon von der Klangschalentherapie oder auch Klangschalenmassage gehört.

Alternativ verwendet man im Rahmen der Klangtherapie aber auch eine Menge anderer Instrumente, um angenehme und vertraute Töne zu erzeugen. Diese stammen häufig aus traditionellen Kulturkreisen und werden deshalb auch gerne als ethnische Instrumente bezeichnet. Meist bestehen sie aus Naturmaterialien und sie lassen nicht nur Grundtöne erklingen, sondern vor allem auch Obertöne – Sie sind für den ganz eigenen Charakter des jeweiligen Instruments verantwortlich.

Diese alte Dame singt ihren Puppen Lieder vor: Die Geschichte dahinter ist herzergreifend

Besonderheiten der Klangtherapie

  • In der Klangtherapie kommen zumeist Klanginstrumente zum Einsatz, die vom Therapeuten gespielt werden. In der Regel genießt man die Anwendung passiv und lässt den Klang auf sich wirken. Nicht der Ausdruck des Patienten/Nutzers selbst steht im Zentrum (wie zum Beispiel bei einer aktiven Musiktherapie), sondern die energetische und reinigende Wirkung der Klänge.
  • Klangtherapie ist in der Regel mit dem Einsatz von Klanginstrumenten verbunden, aber auch Musik oder Naturgeräusche kommen manchmal zur Anwendung.
  • Der Klang einzelner Instrumente steht in der Regel mehr im Fokus als konkrete Melodien.

Klangtherapie: Instrumente und Anwendung im Überblick

Klangschalen

Die Klangschalentherapie oder auch Klangschalenmassage ist zumeist die erste Assoziation, wenn es um Klangtherapie geht. Hierbei werden die – ursprünglich aus Tibet stammenden – Klangschalen auf den Körper aufgesetzt und angeschlagen. Die aus unterschiedlichem Metall und in verschiedenen Größen gefertigten Schalen übertragen den Schall des jeweiligen Tons auf den Körper. Das wird als angenehme Vibration, fast wie eine Massage ohne direkte Berührung, empfunden.

Monochord

Dieses längliche Saiteninstrument ist aus der Klangtherapie nicht wegzudenken. Oft ist es nur auf einen Ton gestimmt, was Obertöne besonders gut zur Geltung kommen lässt. Es wird gezupft und dann eingesetzt, wenn es um tiefe Entspannung und Harmonisierung geht. Auch auf die Herzenergie (Herzchakra) wirkt es äußerst positiv. Monochorde werden in der Klangtherapie vielseitig angewendet. Ob vor dem Körper, am Körper oder gar in Form von Klangliegen, Klangstühlen oder Klangwiegen – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

(Kristall)Klangspiele

Sehr klare und berührende Klänge können damit erzeugt werden. Klanganwendungen mit einem Klangspiel sind besonders für sensible Menschen sowie Babys und Kinder geeignet.

Trommeln

Ihr kräftiger Klang wird im Rahmen von Musiktherapie oder Klangtherapie gerne zur Klärung von Energiefeldern und emotionaler Unausgeglichenheit verwendet.

Gongs

In der Klangtherapie spricht der Gong durch sein breites Frequenzspektrum unterschiedliche Körperpartien an. Energetisch gelten Gongs als stark reinigend. In Klanganwendungen nutzt man sie daher auch in Form sogenannter Klangduschen.

Weitere Klanginstrumente

Ebenso kommen in der Klangtherapie Instrumente wie Regenmacher, Didgeridoos oder Glocken zum Einsatz. Ferner auch synthetische Klänge.

Grenzen der Klangtherapie

Der Begriff „Klangtherapie“ ist rechtlich nicht geschützt und gelangt auch in der Wissenschaft rasch an Grenzen. Dass die Wirksamkeit von Klanganwendungen wissenschaftlich nicht zur Gänze belegt ist, tut dem individuell empfundenen Nutzen aber in der Regel keinen Abbruch. Die vielseitige positive Auswirkung von Klangtherapie auf Körper, Geist und Seele spiegelt sich in den breitgefächerten und gut gebuchten Anwendungen wider.

Wer Interesse an Klanganwendungen oder Klangtherapie hat, sollte allerdings in Bezug auf die Ausbildung des Therapeuten genau nachhaken. Nachdem der Begriff rechtlich nicht geschützt ist, gibt es verschiedene Ausbildungswege.

Wichtig in dem Zusammenhang: Medizinisch fundierte Anwendungen sind ausschließlich Ärzten, Heilpraktikern und Psychotherapeuten vorbehalten!

Zur Wirksamkeit von Klangtherapie

Klangtherapie und Klanganwendungen nehmen ganzheitlich positiven Einfluss auf Körper, Seele und Geist. Das macht ihre Wirksamkeit besonders vielseitig.

Klangtherapie wirkt …

… entspannend

… klärend

… auf die Persönlichkeitsentwicklung

… positiv auf die Durchblutung und die Verdauung

… gegen Kopfschmerzen, Unruhe und Nervosität

… gegen Stress

… gegen Tinnitus

… gegen psychomotorische Problematiken

… unterstützend auf den Lymphfluss

… gegen Verspannungen und Schmerzen

… natürlich entschlackend und entgiftend

… klärend auf Aura und Energiefelder

… auf die Meridianbalance (wir fühlen uns mehr in unserer Mitte)

… positiv auf die Kreativität

 

Klangtherapie unterstützt dabei …

… zur Ruhe zu kommen

… abzuschalten

… sich selbst zu erfahren

… emotionale Belastung zu entlarven

… zu mehr Zufriedenheit und Harmonie zu gelangen

… die eigene Wahrnehmung zu schärfen

… Blockaden (körperlicher oder seelischer Natur) zu lösen

Wichtiger Hinweis zum Schluss

Solltest du dich dazu entschieden haben gesundheitliche Beschwerden mit der Klangtherapie behandeln zu wollen, ist das ein guter Ansatz. Dennoch kann es sein, dass diese Therapie nicht den gewünschten Erfolg zeigt. Halten die Beschwerden trotz der Klangbehandlung an, solltest du auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.