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Angst vor dem Tod und wie du sie überwindest

Keine Angst!

Angst vor dem Tod – wie wir mit der Endlichkeit besser umgehen lernen.
Angst vor dem Tod – wie wir mit der Endlichkeit besser umgehen lernen.
© Steinar Engeland via Unsplash

Der Tod ist das Unvermeidliche, das was jeden Menschen früher oder später ereilt und wogegen wir nichts tun können. Ist das vielleicht der Grund, warum sich viele Menschen so schrecklich vor ihm fürchten? Oder ist es der Gedanke an die Endlichkeit unseres Seins und die Unsicherheit, was uns danach erwartet? Egal, was uns die Angst vor dem Tod einflößt, es ist wichtig sich mit ihr zu beschäftigen und mit dem Gedanken an den Tod umzugehen.

„Mit dem Tod habe ich nichts zu schaffen. Bin ich, ist er nicht. Ist er, bin ich nicht.“ – Epik von Samos

Der Tod wird mit der Zeit weniger Angst einflößend

Die gute Nachricht zu Beginn des Textes: Forscher haben herausgefunden, dass die Angst vor dem Tod mit dem Alter schwindet. So haben Psychologen in einer Studie der Universität von North Carolina herausgefunden, dass rund 70 Prozent der unter 30-Jährigen Angst davor haben zu sterben. Bei den bereits 80-jährigen Befragten waren es hingegen nur noch 30 Prozent.

Sie sahen dem Tod positiver entgegen und sprachen davon ein erfülltes Leben gehabt zu haben. Die Angst vor dem Tod nimmt mit dem Reifen des Menschen also ab. Natürlich gibt es dennoch die 30 Prozent der über 80-Jährigen, die nach wie vor Angst vor dem Sterben haben. Für alle, die von den selben Ängsten geplagt werden, haben wir ein paar Tipps gesammelt, die die Angst vor dem Tod lindern können.

3 Tipps, die Angst vor dem Tod zu lindern

Seien wir ehrlich: Die Angst vor dem Tod werden wir vermutlich nie vollkommen besiegen. Dafür ist er zu groß, zu abrupt und zu unvorhersehbar. Aber mit der Angst vor dem Tod so umzugehen, sodass der Gedanke an ihn nicht unser komplettes Leben einnimmt, ist möglich. Hier drei Tipps, wie wir lernen dieser Angst zu begegnen:

  • Beschäftige dich mit dem Tod: In der heutigen Gesellschaft werden wir nur selten mit dem Tod konfrontiert. Wir müssen unser Fleisch nicht mehr selber schlachten und bekommen es abgepackt im Supermarkt. Krankheiten können verhältnismäßig gut geheilt werden und im Vergleich zu früher ist die westliche Welt ein recht sicherer Ort. Diese Anonymität des Todes führt dazu, dass er fremd und unheimlich für uns ist. Sich also ausführlich mit ihm zu beschäftigen, kann helfen sich mit dem Gedanken an ihn bessser abzufinden. Lies zum Beispiel Bücher über Nahtoderfahrungen. Auch gibt es Foren, in denen sich Menschen gezielt über den Tod austauschen.

 

  • Die Angst vor dem Nichtleben ist unbegründet: Für viele ist der Gedanke an das ‚Nichtleben‘ ganz fürchterlich. Dabei kann man stark davon ausgehen, dass wir das Nichtleben überhaupt nicht mitbekommen. Zimelich wahrscheinlich wird es einem egal sein, wenn man es einmal hart ausdrücken möchte. Schließlich kann sich auch niemand an die ersten Monate seines Lebens erinnern, man hat zu diesem Zeitpunkt einfach noch nicht bewusst gelebt.

 

  • Der Tod bewegt uns dazu zu leben: Wenn es keinen Tod gäbe, würden wir unser Leben dann so leben, wie wir es tun? Jeder versucht doch aus seinem Leben das Beste zu machen, möglichst viel zu erleben und jeden Atemzug zu genießen und seinen Seelenfrieden zu finden. Das würde vollkommen anders aussehen, wenn wir unsterblich wären. Unser natürlicher Antrieb ist das Wissen, dass wir eines Tages sterben werden – die Endlichkeit. Wenn man sich diese Tatsache immer wieder bewusst vor Augen führt, kann das nicht nur die Angst vor dem Tod lindern, sondern auch unsere Lebensqualität steigern.