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Ist salziges Essen schädlich für unsere Gesundheit?

So kannst du deinen Salzkonsum einschränken

Solltest du weniger Salz essen?
Solltest du weniger Salz essen?
© Onefox via Pixabay

Durch Salz schmeckt das Essen meist intensiver, weshalb viele ihre Mahlzeit nochmals kräftig nachsalzen, wenn sie bereits auf dem Teller ist. Die Hauptquelle für den überhöhten Salzkonsum in Deutschland ist aber nicht das eigene Nachsalzen.

Wir zeigen dir, worauf du beim Kauf von Lebensmitteln achten solltest und ab wann Salz schädlich sein kann.

Essen wir zu viel Salz?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt einen Richtwert von sechs Gramm Speisesalz pro Tag, der nicht überschritten werden sollte. Zu viel Salz kann zu Bluthochdruck führen, der wiederum ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie beispielsweise ein Schlaganfall oder Herzinfarkt ist. Das Robert Koch-Institut führte 2014 im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft eine Studie durch, in der sich herausstellte, dass etwa 70 Prozent der Deutschen den empfohlenen Richtwert überschreiten würden. So läge die tägliche Salzaufnahme von Frauen im Durchschnitt bei 8,4 Gramm und von Männern bei zehn Gramm.

Das liegt aber hauptsächlich an verarbeiteten Lebensmitteln. Laut Stiftung Warentest liege der hohe Salzkonsum nur zu etwa 20 Prozent an uns selbst.

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Ist Salz schädlich für unsere Gesundheit?

Menschen, die einen hohen Blutdruck haben, wird oft geraten, ihren Salzkonsum einzuschränken. 2009 fassten Forscher der Universität von Neapel und Warwick mehrere Studien zusammen, die zeigen konnten, dass für Menschen mit einem hohen Salzkonsum ein größeres Risiko bestehe, einen Schlaganfall oder Herzinfarkt zu erleiden.

Wer gerne und zu viel Salz isst, sollte seinen Salzkonsum aber nicht zu drastisch senken, denn das könne ebenfalls negative Auswirkungen auf unseren Blutdruck haben und zu Herz-Krauslauf-Erkrankungen führen, wie eine Studie der American Diabetes Association herausfand. Dennoch sind sich Ärzte und Forscher nicht immer einig darüber, ob ein zu hoher beziehungsweise zu niedriger Salzkonsum das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erhöht, denn es gibt auch Studien, die zeigen, dass es keinen eindeutigen Zusammenhang gibt.

Wenn man sich die derzeitige Situation der Wissenschaft ansieht, muss sich wohl jeder selbst entscheiden, wie er mit seinem Salzkosumverhalten fortfährt. Wenn du trotz der ungewissen Lage weniger Salz essen möchtest, dann haben wir für dich ein paar Tipps, wie du den Richtwert der DGE einhalten kannst.

In diesen Lebensmitteln „versteckt“ sich Salz

Das in Lebensmitteln enthaltene Salz ist auf der jeweiligen Verpackung unter Kochsalz angegeben. Salz versteckt sich vor allem in Fertiggerichten, aber auch Backwaren wie Brot. Wurst, Fleischwaren und Käse enthalten ebenfalls viel Salz. Es lohnt sich also immer ein Vergleich mit anderen Produkten. Da Salz ein Konservierungsmittel ist, findet man es leider auch in Dosengemüse. Wenn das frische Gemüse nicht mehr ansprechend aussieht, lieber zur tiefgekühlten Variante greifen. Die Verbraucherzentrale rät zum sogenannten „Ampelcheck“, mit dem man den Salzgehalt von Lebensmitteln bewerten kann.

  • Rot
    Salzgehalt von 1,5 Gramm pro 100 Gramm. Diese Lebensmittel sollte man sparsam verzehren.
  • Gelb
    Salzgehalt zwischen 0,3 und 1,5 Gramm. Diese Lebensmittel kannst du in Maßen genießen.
  • Grün
    Salzgehalt bis 0,3 Gramm. Das bedeutet, du hast freie Bahn und kannst dir mit diesen Lebensmitteln genüsslich den Bauch vollschlagen.

Tipp: Es gibt eine vielfältige Auswahl an Gewürzen, wie beispielsweise Zimt, Curry Pfeffer oder Ingwer, mit denen du dein Essen schmackhafter machen kannst. Salz ist also gar nicht unbedingt notwendig.

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