Bookmark

Handystrahlung – Eine unsichtbare Gefahr für unsere Gesundheit?

So kannst du die Strahlenbelastung senken

Mit diesen Tricks umgehst du  unnötige Handystrahlung.
Mit diesen Tricks umgehst du unnötige Handystrahlung.
© Rawpixel via Unsplash

Das Handy ist für viele Menschen heutzutage nicht mehr wegzudenken. Bevor man aus dem Haus geht, wird nicht nur kontrolliert, ob man Schlüssel, Geldbeutel und andere alltägliche Dinge dabei hat, sondern auch darauf geachtet, dass das Handy auch wirklich in der Tasche ist. Wir wollen schließlich immer und überall erreichbar sein und spannende Momente mit anderen Menschen über Social Media teilen. Das Handy hilft uns dabei, auch unterwegs immer auf dem neusten Stand zu bleiben.

Doch Handystrahlung steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Manche glauben, dass damit auch Kopfschmerzen oder Missbildungen des Erbguts zusammenhängen. Was du über Handystrahlung wissen solltest.

Handystrahlung – Elektromagnetische Wellen

Wenn wir über das Handy mit anderen Menschen telefonieren oder die neusten Bilder, Videos, Nachrichten oder Voicemails verschicken, dann funktioniert das durch elektromagnetische Wellen beziehungsweise Strahlung. Durch die Ansammlung dieser Wellen entstehen elektromagnetische Felder, in deren „Dunstkreis“ wir täglich oft über mehrere Stunden stehen.

 

So kannst du Handystrahlung im Alltag minimieren

Ist Handystrahlung schädlich?

Egal, ob wir unser Handy in der Hand halten, in der Jacken-Hosen- oder Handtasche verstauen, oder es neben uns auf dem Tisch, Sofa oder Bett liegt; wir sind der Handystrahlung täglich über mehrere Stunden ausgesetzt. Nur einen kleinen Blick auf das Handy werfen oder einen kurzen Anruf tätigen und schon werden wir bestrahlt. Aber ist diese Handystrahlung wirklich gefährlich? Ärzte und Forscher sind sich darüber seit vielen Jahren nicht einig, denn die Studien liefern keine eindeutigen Ergebnisse. Viele widersprechen sich sogar gegenseitig.

Ein Teil der Energie der hochfrequenten elektromagnetischen Felder, die bei der Handynutzung benötigt werden, nimmt der Körper auf. Die Energieaufnahme wird durch die Spezifische Absorptionsrate (SAR) gemessen und sollte laut dem Bundesamt für Strahlenschutz nicht mehr als zwei Watt pro Kilogramm betragen, um gesundheitliche Wirkungen auszuschließen. Hier findest du die SAR-Werte deines Handys.

Video Empfehlung

Handystrahlung – Strittige Beweislage

Viele Studien beschäftigen sich mit der Theorie, dass Handystrahlung krebserregend ist. Die neusten Studien geben jedoch Entwarnung. So konnte beispielsweise in einer australischen Langzeitstudie, die von 1987 bis 2013 den Zusammenhang von Gehirntumoren und den Anstieg der Handynutzung untersuchte, kein Zusammenhang gefunden werden. Auch eine US Studie des National Toxicology Program führte eine Untersuchung zum Zusammenhang von Strahlung und Tumorzellen bei Ratten durch. Es konnte ein leicht erhöhtes Risiko auf Tumorzellenbildung in Gehirn und Herz bei männlichen Ratten gefunden werden. Bei den weiblichen Ratten zeigten sich erstaunlicherweise keine Auffälligkeiten. Da die Ratten rund 18 Stunden bestrahlt wurden und einem höheren SAR-Wert ausgesetzt waren, ist das mit einer Handystrahlung aber nicht vergleichbar, die geringer ausfällt.

So kannst du die Handystrahlung verringern

Da man Langzeitfolgen aber nicht ausschließen kann und die Forschung im Bereich Handystrahlung und die Auswirkungen auf unseren Körper weitergeht, ist es nicht verkehrt, wenn man sich dennoch vor übermäßiger Strahlung schützen möchte. Mit diesen Tipps gelingt dir das:

  • Kaufe Handys oder Smartphones mit einem möglichst geringen SAR-Wert.
  • Wenn du viel telefonierst, dann verwende, wenn möglich ein Headset. Dadurch ist die Strahlenbelastung geringer, da du weiter von den elektromagnetischen Feldern entfernt bist, die dein Handy umgeben.
  • Vermeide es, in Funklöchern telefonieren zu wollen. Je schlechter die Verbindung, desto mehr Energie wird benötigt, um die Verbindung herzustellen beziehungsweise aufrechtzuerhalten.
  • Telefoniere wenn möglich über WLAN, denn auch dadurch nimmt die Strahlenintensität ab.