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Die Kunst des Geschichten Erzählens: Fessle deine Mitmenschen

So wirst du zum Storyteller

So kleben die Menschen an deinen Lippen.
So kleben die Menschen an deinen Lippen.
© Ben White via Unsplash

Es ist dir bestimmt auch schon mal aufgefallen: Manche Menschen haben die Fähigkeit einen Vortrag über ein noch so langweiliges Thema zu halten und trotzdem die volle Aufmerksamkeit ihrer Zuhörer zu erhalten. Die Kunst des Geschichten Erzählens, egal ob es sich dabei um ein Märchen für kleine Kinder oder einen Vortrag in der Arbeit handelt, darf nicht unterschätzt werden. Wie auch du zu einem Geschichten Erzähler wirst, das erfährst du hier.

Geschichten erzählen: Ein angeborenes Talent?

Sicherlich gibt es Menschen, die ein angeborenes Charisma, oft im Zusammenhang mit einem ausgeprägten Selbstwertgefühl besitzen, mit dem sie spielend leicht ihre Zuhörer um den Finger wickeln können und selbst die größten Skeptiker auf ihre Seite ziehen. Besonders Politiker, Komiker oder auch Schauspieler können die abstrusesten Geschichten erzählen und fesseln uns dennoch jedes Mal aufs Neue. Doch was sie uns verschweigen ist, dass diese Fähigkeit nicht nur angeboren ist, sondern auch auf hartem Training basiert.

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So erlernst du das Geschichten erzählen

Wenn du ein Publikum, deine Freunde oder auch nur deinen Partner mit einer Geschichte fesseln möchtest, dann mach dir davor klar, warum du diese Geschichte erzählen möchtest. Dient sie der Unterhaltung? Beinhaltet sie eine Moral? Willst du damit ein Problem aufzeigen?
Denn ohne Mehrwert wird es dir schwer fallen, deine Zuhörer langfristig für deine Erzählungen zu begeistern.

1. Schritt:

Finde einen passenden Anfang
Ob eine Geschichte gut oder schlecht erzählt wird, kristallisiert sich oft schon in den ersten Sätzen heraus, deshalb solltest du im Vornhinein einen guten Start finden. Dieser sollte am besten sofort einen Bezug zum Hörer bieten:
„Du warst bestimmt auch schon einmal in der Situation, in der…/ Wie ihr wisst…“

2. Schritt:

Lade deine Geschichte emotional auf
Wenn du eine gute Geschichte erzählen möchtest, solltest du dir vor allem eines merken: Emotionen hauchen einer Geschichte das Leben ein. Achte also darauf, die Gefühle und Gedanken deines Protagonisten (besonders, wenn es sich dabei um dich selbst handelt) so detailliert wie möglich darzustellen. So ermöglichst du dem Zuhörer, sich mit deiner Situation auf einer emotionalen Ebene zu identifizieren und mitzufühlen.

3. Schritt:

Binde deine Zuhörer in die Geschichte mit ein
Beim Geschichten erzählen ist essentiell, den Zuhörer in die jeweilige Situation zu versetzen. Das gelingt dir besonders, indem du gezielt auf Sinneseindrücke eingehst, wie etwa: „Es war so kalt, dass es sich anfühlte, als hätten meine Lungen Feuer gefangen“ oder „Das Haus hat schon beim ersten Betreten modrig und verfallen gerochen.“

4. Schritt:

Nutze deine Mimik und Gestik
Erwecke deine Geschichte zum Leben, indem du in einem Dialog die Stimmen nachahmst, mit deiner Gestik deine Worte unterstreichst und mit deiner Mimik die Gefühle des Protagonisten wiederspiegelst.

5. Schritt:

Finde eine gute Länge
Eine gute Geschichte sollte zwar teilweise Wahrnehmungen und Impressionen des Protagonisten detailliert darstellen, dabei sollte sie allerdings nie zu beschreibend sein. Damit du beim Geschichten erzählen deine Zuhörer nicht langweilst, ist es wichtig, mit der Handlung auf den Punkt zu kommen und sie nie weiter zu strecken, als unbedingt nötig.