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Geheimnis des Glücks: Wie du im Hier und Jetzt lebst

Weil jeder Moment einmalig ist

Lebe Jetzt!
Lebe Jetzt!
© JenkoAtaman via fotolia

Im „Hier und Jetzt“ leben – das ist der Grundgedanke der Achtsamkeit und das Ziel so vieler Menschen. Dessen Umsetzung allerdings fällt oftmals schwer. Schnell flüchten wir uns wieder in die Erinnerungen und Verletzungen der Vergangenheit. Vielleicht sorgst du dich bezüglich deiner Zukunft. Oder du freust dich auf das Wochenende, den nächsten Urlaub, die Rente. Selbst, wenn solche Gefühle also positiv behaftet sind, solltest du deinen Blick nicht (ständig) in die Ferne richten. Denn das Leben findet im Hier und Jetzt statt. Was vergangen ist, lässt sich nicht mehr ändern. Und was in Zukunft passieren wird, kannst du nur bedingt beeinflussen. Das Leben geht bekanntlich seine eigenen Wege und in der Theorie solltest du darauf vertrauen, dass dich genau dieser Weg zum richtigen Ziel führen wird. Warum aber fällt das in der Praxis so vielen Menschen schwer und wie schaffst du es, endlich sowie tatsächlich im Hier und Jetzt zu leben?

Das Dilemma mit dem flüchtigen Augenblick

Das sagt sich so leicht: Im Hier und Jetzt leben. Im Endeffekt gelingt dies aber nur den Wenigsten. Es handelt sich um eine Floskel, deren Bedeutung es erst einmal zu verstehen gilt, bevor du diese in deinem Alltag umsetzen kannst. Denn genau genommen leben alle Menschen im Augenblick. Sie atmen jetzt, blinzeln jetzt, „sind“ jetzt. Mit dem Kopf allerdings, sind sie stets woanders. Während der Arbeit denken sie an ihre Kinder. Während sie mit den Kindern spielen, denken sie über ihre Beziehungsprobleme nach. Beim Kochen recherchieren sie im Internet für den kommenden Arbeitstag und beim Einschlafen sind sie von Zukunftsängsten geplagt. Multitasking, so lautet für viele Menschen das Motto, und zwar jeden Tag sowie den ganzen Tag.

Eine Uhr die sich im Wind auflöst.

© lassedesignen via fotolia

Schnell vergessen sie dabei, achtsam zu leben. Sie missachten ihre Grenzen, vernachlässigen ihre Träume und können das Leben nicht genießen – nicht einmal für einen Moment. Diesen Moment wiederzufinden, das ist der Grundgedanke der Achtsamkeit, und zwar so oft sowie langanhaltend wie möglich. Denn der Augenblick ist flüchtig und wer ihn nicht wahrnimmt, wird auf dem Sterbebett vielleicht voller Reue zurückblicken.

Entspannung für die Augen mit geometrischen Formen

Es gibt viele gute Gründe, um glücklich zu sein

Unsere westliche Leistungsgesellschaft hat die Zufriedenheit verlernt. Viele Menschen sind gesund, wohlhabend, von Familie sowie Freunden umgeben und reich an Freizeit. Sie hätten eigentlich keinen Grund zum Klagen. Wirkliches Glück empfinden dennoch nur die wenigsten Personen. „Vieles lernt man erst zu schätzen, wenn man es nicht mehr hat“, lautet ein berühmter Spruch. In zahlreichen Fällen trifft das auf erschreckende Weise zu. Für Menschen, für die Gesundheit, für einen Job, für das Leben selbst. Wer also achtsam leben möchte, muss diese Dinge wieder zu schätzen wissen. Er muss sich besinnen auf das, was er in diesem Augenblick hat. Er muss achtsam mit sich selbst umgehen und sich von Zukunftsängsten sowie den Lasten der Vergangenheit befreien. Loslassen ist dabei ein wichtiges Stichwort. Nur, wenn du das schaffst, wirst du zu wahrem Glück finden – und dieses fortan auch bewahren können.

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Ausnahmen bestätigen die Regel

Das Verzwickte an der Sache ist, dass du dich erst einmal bewusst mit deiner Vergangenheit sowie Zukunft auseinandersetzen musst, um dich anschließend auf das Hier und Jetzt besinnen zu können. Viele Menschen versuchen nämlich, den Moment zu genießen, indem sie das Vergangene und das Zukünftige einfach beiseite schieben. Das wird jedoch nur in den wenigsten Fällen funktionieren. Stattdessen gilt es, die Vergangenheit zu bewältigen und Frieden mit ihr zu schließen. Sie war ein wichtiger Lehrmeister, also zieh deine Lehren aus ihr und anschließend lass sie los. Egal, ob sie gut war, schlecht oder eine Mischung aus beidem: Sie hat dich zu dem Menschen gemacht, der du jetzt bist. Also hast du allen Grund, stolz auf deine Vergangenheit zu sein und dir deine eigenen Fehler zu verzeihen.

Die Zukunft kannst du hingegen noch beeinflussen. Du kannst selbst entscheiden, welche Art von Mensch du fortan sein möchtest, welche deine Ziele und Träume sind oder was du hingegen nie (wieder) tun möchtest. Einen Funken Unsicherheit wird es aber stets geben, denn du weißt nicht, was die Zukunft wirklich bringt. Du musst Vertrauen entwickeln und Optimismus, dass deine nächsten Wochen, Monate und Jahre rosig aussehen werden. Dies ermöglicht dir, Gelassenheit zu entwickeln. Wenn es um die Zukunft geht, musst du also das richtige Maß finden. Einerseits kannst, darfst und solltest du Pläne schmieden. Nimm dein Leben aktiv in die Hand und arbeite an deinen Zielen. Andererseits musst du aber auch loslassen, dich von Sorgen befreien und die Dinge ihren Lauf nehmen lassen. Ausnahmen bestätigen also die Regel: Du kannst nicht immer im Hier und Jetzt leben. Stattdessen musst du den Moment manchmal bewusst verlassen, um dich anschließend auch wieder bewusst auf ihn besinnen zu können.

Achtsamkeit geht nur mit Selbstbewusstsein und -vertrauen

Bewusst, dieses Stichwort ist jetzt bereits mehrfach gefallen. Denn Achtsamkeit hängt untrennbar mit Selbstbewusstsein zusammen. Nur, wer „sich selbst bewusst“ ist, kann die Gelassenheit entwickeln, welche es für das Leben im Hier und Jetzt braucht. Du musst lernen, dich wahrzunehmen, mit all deinen Gefühlen, Ängsten, Emotionen sowie deinem körperlichen Befinden. Es gilt, deine Grenzen kennen und respektieren zu lernen. Je besser du deine Bedürfnisse kennst, umso optimaler kannst du auch dein Leben daran ausrichten. Anschließend kannst du lernen, auf deine eigenen Fähigkeiten zu vertrauen und somit auch darauf, dass du in Zukunft jede anstehende Herausforderung meistern wirst. Selbstbewusstsein ist somit der erste Schritt, aus welchem im zweiten Schritt Selbstvertrauen resultieren kann.

Das „Hier und Jetzt“ finden und bewahren

Doch trotz all dieser guten Vorsätze, verlieren sich dennoch viele Menschen wieder in To-Do-Listen, Stress, Zukunftsplänen & Co. Wie also schaffst du es, tatsächlich im Hier und Jetzt zu leben – und zwar die meiste Zeit sowie dauerhaft? Die ersten drei Schritte in die richtige Richtung hast du nun bereits gemeistert:

  1. Vergangenheit bewältigen
  2. Zukunft planen, aber gleichzeitig loslassen
  3. Selbstbewusstsein sowie Selbstvertrauen aufbauen

Dennoch gibt es einige weitere Maßnahmen, die dir zu mehr Achtsamkeit im Alltag verhelfen können und dich immer wieder daran erinnern, zum Hier und Jetzt zurückzufinden:

  • Reduziere so weit wie möglich den Stress in deinem Leben. Plane Freiräume ein, in welchen du abschalten, dich entspannen und in dich selbst hineinspüren kannst. Dabei kommt es nicht nur darauf an, dass du entspannst, sondern diese Entspannung muss auch „richtig“ gestaltet werden.
  • Nun, da du entspannter durch das Leben schreitest, solltest du es mehr deinen individuellen Wünschen anpassen. Streiche das „Müssen“ aus deinem Wortschatz. Frage dich stattdessen, wie du den Tag, diese Stunde oder diese Minute verbringen „willst“. Das wird dir automatisch dabei helfen, diesen Moment dann auch mehr zu genießen.
  • Sammle dich immer wieder, beispielsweise einmal pro Stunde, bewusst für eine Minute. Gehe kurz auf die Toilette, koche dir einen Kaffee oder suche dir auf eine andere Art und Weise eine schnelle Pause. Besinne dich auf den Moment und versuche, dieses Gefühl zu bewahren. Du wirst sehen: Übung macht den Meister und irgendwann sind diese Pausen nicht mehr notwendig, um achtsam zu bleiben.
  • Lächle! Lächle dich im Spiegel an, lächle bei der Fahrt zur Arbeit, lächle fremde Menschen an oder deinen Hund. Ein Lächeln wird dein Leben verändern – unmittelbar sowie dauerhaft. Ein einziges Lächeln kann dich aus negativen Emotionen, aus der Vergangenheit oder der Zukunft in den Moment und (zurück) zu einem tiefen Gefühl des Glücklichseins holen.

Glück ist also tatsächlich – zumindest zum Teil – eine bewusste Entscheidung und diese hängt unmittelbar mit Achtsamkeit, Vertrauen sowie Gelassenheit zusammen. Entscheide dich dafür, im Hier und Jetzt glücklich zu sein. Mit etwas Training sowie Geduld wird dich das zu wahrem Glück führen. Nimm dein Leben aktiv in die Hand, gestalte es nach deinen Vorstellungen, habe den Mut schädliche Situationen zu verlassen und vor allem: genieße es!

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