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Durch Gedankenhygiene glücklicher und gesünder leben

Für ein gesundes Mindset

Mit Gedankenhygiene den Kopf für die wichtigen Dinge im Leben frei bekommen
Mit Gedankenhygiene den Kopf für die wichtigen Dinge im Leben frei bekommen
@ Pixabay/ StockSnap

Viele Menschen haben äußerlich alles unter Kontrolle. Sie achten akribisch darauf, was sie kaufen, dass sie ihre Wohnung sauber halten und im Job (möglichst) immer pünktlich sind. Jedes Frühjahr wird zudem die Wohnung geschrubbt und ordentlich entrümpelt. Was dabei aber häufig in Vergessenheit gerät, ist das Innere. Hast du hier schon mal geputzt, ausgemistet und deine Gedanken „sauber“ gehalten? Was auf den ersten Blick abstrakt klingt, lautet auf den Namen Gedankenhygiene. Und die ist auf den zweiten Blick gar nicht so schwierig – dafür aber ein wichtiger Schlüssel zu deinem Lebensglück.

Jeder Mensch denkt…aber nicht jeder denkt bewusst!

Vielleicht hast du den Begriff bereits gehört aber wusstest nichts damit anzufangen. Dahinter verbirgt sich eine grundlegende Maßnahme für mehr Achtsamkeit im Leben, und zwar bewusst(er) zu denken. Denn jeder Mensch hat rund 60.000 bis 80.000 Gedanken pro Tag. Allerdings laufen die meisten davon unbewusst ab. Nur rund 0,1 Prozent steuert ein Mensch aktiv. Worum sich diese zehntausenden Gedanken drehen, ist individuell. Meistens springen sie hin und her zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Sie betreffen die Serie, welche du gerade ansiehst, die Gespräche, die du geführt hast, oder den Job. Sie können sich um schöne Erlebnisse drehen oder voller Vorfreude sein – beispielsweise auf den bald anstehenden Urlaub. Doch sie betreffen leider auch häufig negative Dinge wie Ängste, Sorgen, Reue oder Schuldgefühle.

Was soll Gedankenhygiene sein?

Bei der Gedankenhygiene geht es also darum, mehr dieser Gedanken bewusst zu steuern. Ein Wert von 100 Prozent ist dabei zwar kaum erreichbar, doch allein schon der Versuch, deine Gedanken in die gewünschte Richtung zu lenken, wird dein Leben spürbar verbessern. Warum?

Ganz einfach: Deine Gedanken bestimmen darüber, wer du bist. Wer von negativen Gedankenmustern geprägt ist, führt ein unglücklicheres sowie weniger erfolgreiches Leben. Stattdessen steigt die Gefahr von Depressionen oder anderen psychischen Leiden. Sind deine Gedanken hingegen (weitestgehend) positiv geprägt, fühlst du dich glücklicher, motivierter und leichter. Du hast eine positive Ausstrahlung, bist dadurch beliebter bei deinem sozialen Umfeld, erfolgreicher im Job und führst gemäß der selbsterfüllenden Prophezeiung schlichtweg ein „positiveres“ Leben. Gedankenhygiene ist sozusagen ein Ja zum Glück und kann dir ein ganz neues Lebensgefühl schenken. Hast du sie also noch nicht ausprobiert, wird es allerhöchste Zeit!

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Tschüss zu Sorgen und Negativität

Genauso, wie du auf Sauberkeit in deiner Wohnung achtest oder darauf, regelmäßig deine Hände zu waschen, solltest du zukünftig also auch auf die Hygiene deiner Gedanken achten. Der erste wichtige Schritt zu deinem neuen Leben besteht darin, ein Gefühl für deine Gedanken zu entwickeln. Werde also erst einmal zum Beobachter und nimm bewusst(er) wahr, welche Gedankenmuster dir tagtäglich durch den Kopf kreisen:

  • Sind diese positiv oder negativ geprägt?
  • Lebst du mehr in der Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft?
  • Welche Muster wiederholen sich?
  • Bist du eher ein lebensbejahender oder lebensverneinender Mensch?
  • Machst du dir viele Sorgen oder neigst zum Grübeln?
  • Sind deine Gedanken stattdessen eher von Leichtigkeit und Zuversicht geprägt?

Einfach mal in die Beobachterrolle zu schlüpfen wird für dich ein großer Schritt in Richtung Selbsterkenntnis sein. Und je besser du dich kennenlernst, desto eher weißt du auch, an welcher Stelle Veränderungen notwendig sind. Genau diese Veränderungen beginnen in deinen Gedanken, sobald du dich von Negativität, Sorgen, Ängsten & Co befreist.

Die Ziele deiner Gedankenhygiene

Gedankenhygiene bedeutet für dich also, gewisse Gedanken zu eliminieren und stattdessen andere Gedanken bewusst zu nähren. Es geht darum, von der Negativität in ein positives (Gedanken-) Leben zu kommen. Mit einigen simplen Übungen ist das gar nicht so schwierig und wird für dich schnell zur neuen Gewohnheit. Denn hast du einmal gelernt, achtsam mit deinen Gedanken umzugehen, wirst du diese in Zukunft immer wieder bewusst analysieren und verändern. Wie also funktioniert die Gedankenhygiene?

  • Den ersten Schritt bist du bereits gegangen, und zwar hinein in die Beobachterrolle.
  • Im zweiten Schritt gilt es, deine Erkenntnisse in Handlungen umzusetzen. Das bedeutet nicht negative oder unerwünschte Gedanken zu unterdrücken – sondern diese wahrzunehmen, zu akzeptieren und sich dadurch auflösen zu lassen. Erkennst du einen negativen Gedanken, sag dir also selbst: „Aha, ich bin traurig“ und hinterfrage ihn. Weshalb bin ich traurig? Ist das wirklich so schlimm? Oder kann ich einen anderen Blickwinkel finden? Wie kann ich das Gefühl gehen lassen? Wie kann ich von diesem Punkt (zurück) zu einer positiven Einstellung finden? Allein diese Akzeptanz macht einen großen Unterschied. Sie ist die Grundlage zur Selbstliebe und wird dir dabei helfen, negative Gedanken zwar zu tolerieren, ihnen aber keine Macht mehr über dich zu geben.
  • Übe dich stattdessen darin, deine Gedanken immer wieder auf das Hier und Jetzt sowie auf positive Dinge zu lenken. Wenn du also merkst, dass du an die Vergangenheit denkst und in Trauer verfällst, nimmst du wieder aktiv das Steuer in die Hand und stoppst das Grübeln. Widme dich beispielsweise einer Beschäftigung, die dir Spaß macht, oder lenke deine Gedanken auf etwas Positives, das dich lächeln lässt. Verbanne die Vergangenheit und Zukunft aus dem Moment. Mit etwas Übung klappt das meist sehr gut.
  • Um die Vergangenheit sowie Zukunft, aber auch Sorgen, Ängste & Co nicht ganz aus deinem Leben zu verbannen oder künstlich zu unterdrücken – was nämlich auf Dauer nicht funktioniert – kannst du dir dafür spezielle Zeiträume einrichten. Nimmer dir also beispielsweise zehn Minuten pro Tag Zeit, um dich intensiv damit auseinanderzusetzen. Zehn Minuten, in welchen du Angst vor der Zukunft haben, wütend sein, dich schämen oder der Vergangenheit nachtrauern darfst. Du wirst dich anschließend befreit fühlen und wieder zu deinen (neuen) positiven Gedanken zurückkehren.

Aufbruch in eine neue Gedankenwelt

Schlussendlich geht es bei der Gedankenhygiene also darum, das Steuer aktiv in die Hand zu nehmen. Denn deine Gedanken bestimmen über das Glück und den Erfolg in deinem Leben. Du hörst deinem Kopf sozusagen selbst zu, ebenso wie deinen Worten. Aber auch äußere Einflüsse spielen dabei eine wichtige Rolle: wie positiv oder negativ deine Freunde sind, das TV-Programm, welches du dir ansiehst, oder das Buch, das du gerade liest – diese sind nur einige Beispiele von vielen. Achte deshalb auch darauf, womit beziehungsweise mit wem du dich umgibst und wie deine Gedanken dadurch beeinflusst werden. Setzt du dich nur mit schwierigen Themen auseinander, triffst wütende Freundinnen, siehst dir gewalttätige Serien an oder arbeitest mit leidenden Menschen, wird auch die Gedankenhygiene für dich zunehmend zur Herausforderung, um nicht auf lange Sicht in negative Muster zu verfallen. Sprichst du hingegen mit positiven Menschen, siehst dir positive Filme an, liest positive Bücher, hast positive Hobbys und so weiter…dann wirst auch du irgendwann mehr positive und weniger negative Gedanken in dir tragen. Probier es aus!