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Fußreflexzonen: Kleine Fläche, große Wirkung!

Fußmassagen fördern unsere Gesundheit

Deine Fußreflexzonen sind der Schlüssel zur Gesundheit.
Deine Fußreflexzonen sind der Schlüssel zur Gesundheit.
© Erik Odiin via Unsplash

Unter den Fußreflexzonen versteht man klar definierte Flächen an den Füßen, die in Verbindung mit unterschiedlichen Körperstellen und Organen stehen. Indem diese Reflexzonen gezielt gedrückt und massiert werden, lässt sich das allgemeine Wohlbefinden steigern und möglicherweise klingen sogar gesundheitliche Beschwerden ab. Genaueres zum Thema erfährst du bei uns!

Fußreflexzonen: Unsere Füße als Landkarten

Die Reflexzonentherapie versteht sich ganzheitlich. So bilden unsere Füße gewissermaßen Körperstellen und Organe ab. Jede noch so kleine Fläche am Fuß wird exakt zugeordnet. Dabei bildet der linke Fuß die linke Körperhälfte ab, der rechte Fuß die rechte Körperhälfte. Die meisten Fußreflexzonen befinden sich an den Fußsohlen. Durch Nervenbahnen sind diese mit verschiedenen Körperstellen oder Organen verbunden.

Gezieltes Drücken der Fußreflexzonen hilft dabei, dass sich Blockaden lösen. Beschwerden werden gelindert, das Wohlbefinden steigt spürbar. Kein Wunder, dass die Wirkung der Reflexzonentherapie sehr geschätzt wird. Bei vielfältigen Beschwerden kommt sie alternativ-medizinisch zum Einsatz.

Das Bearbeiten der Fußreflexzonen hilft beispielsweise bei:

• Verspannungen, Problemen mit der Wirbelsäule, Gelenkschmerzen
• Schlafstörungen
• Kreislaufproblemen
• Kopfschmerzen, Migräne
• Durchblutungsstörungen
• Zyklusproblemen
• Verdauungsproblemen
• Stress, Anspannung, Ängsten

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Massage der Fußreflexzonen: lange Tradition

Das Stimulieren der Fußreflexzonen, das durchaus an Akupressur erinnert, ist keine neue Erfindung. Ganz im Gegenteil: Es gibt Überlieferungen, die darauf schließen lassen, dass bereits alte Hochkulturen die Fußsohlen gezielt behandelt haben, um eine positive Wirkung an verschiedenen Organen hervorzurufen.

Neuere Techniken der Reflexzonentherapie gehen auf das 1917 entstandene Konzept der sogenannten Zonentherapie des amerikanischen Arztes William Fitzgerald zurück. Fitzgerald unterteilte den Körper in zehn senkrechte Zonen, die sich am Fuß abbilden lassen. Im Nachhinein wurden diese noch in drei Querzonen unterteilt. Die Zonentherapie stützte sich nicht nur auf schulmedizinische Kenntnisse, sondern auch auf die Heilmethoden indianischer Ureinwohner.

Fußreflexzonen: Die Skepsis der Schulmedizin

Dass die Bearbeitung der Fußreflexzonen schulmedizinisch etwas umstritten ist, hat einen Grund: Es gibt leider kaum Studien, die eine medizinische Wirksamkeit zweifelsfrei belegen. Ob die Skepsis angebracht ist oder nicht, muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Viele Menschen schwören jedenfalls auf die wohltuende und durchaus auch medizinisch wirksame Eigenschaft der Fußreflexzonenmassage.

Fußreflexzonen selber massieren

Bebilderungen der Fußreflexzonen sind schnell gefunden und so ist es ein Leichtes, eine Reflexzonenmassage einfach einmal selbst auszuprobieren. Wenn du recht gelenkig bist, kannst du sie sogar bei dir selbst ausführen, empfehlenswert ist es aber natürlich, die Fußreflexzonenmassage zu zweit wechselseitig aneinander auszuprobieren. Am besten gehst du Schritt für Schritt vor:

1. Ein warmes Fußbad mit Zusätzen aus Mandel- oder Jojobaöl entspannt die Füße und machen sie geschmeidig.
2. Beginne nun langsam über Fußsohlen, Fersen und Zehen zu streichen, um dein Gegenüber an die Berührung der Füße zu gewöhnen. Durch sanftes Ziehen an den Zehen kannst du die Gelenke lockern, wenn du möchtest. Dann geht es los!
3. Je nach Problemlage stimulierst du die entsprechende Stelle am Fuß. Auf die jeweilige Reflexzone wird mit Daumen- und/oder Zeigefingerkuppen deutlich Druck ausgeübt. Etwa 1-5 Sekunden sollte diese Stimulation, die in weiterer Folge direkt auf die Nervenbahnen übertragen wird, dauern. Achte stets darauf, dass der Druck auf die Reflexzonen von deinem Gegenüber nicht als zu leicht, aber auch nicht als zu stark empfunden wird.
4. Zum Abschluss kannst du – ähnlich wie am Anfang – nochmals an den Füßen entlangstreichen und massieren.

Übrigens: Für absolute Anfänger gibt es im Handel auch Socken, auf denen die Reflexzonen aufgedruckt sind. Außerdem stimuliert es die Fußreflexzonen auch dann, wenn du barfuß über unterschiedliche Untergründe wie beispielsweise Sand, Erde oder Steine läufst.