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Bio-Detox – Entgifte deinen Körper auf natürliche Weise

Ballast ade!

Bio-Detox ist kein Hexenwerk: Mit diesen Anwendungen und Übungen für zu Hause unterstützt du die Selbstheilungskräfte deines Körpers auf ganz sanfte, natürliche Weise. Das Schöne: Dafür brauchst du keine speziellen Produkte!
Bio-Detox ist kein Hexenwerk: Mit diesen Anwendungen und Übungen für zu Hause unterstützt du die Selbstheilungskräfte deines Körpers auf ganz sanfte, natürliche Weise. Das Schöne: Dafür brauchst du keine speziellen Produkte!
© Jessica to Oto o via Unsplash

Im Einklang sein mit sich selbst. Sich stark und voller Energie fühlen, frei von überflüssigem Ballast – ein wunderschöner Gedanke! Und wann, wenn nicht jetzt? Denn der Frühling ist seit jeher die Zeit der Erneuerung und der Reinigung. Nutzen wir sie, um uns und unserem Körper etwas Gutes zu tun. Bio-Detox, das bedeutet die körpereigenen Entgiftungsorgane wie Haut, Leber, Niere, Lunge und das Lymphsystem auf sanfte, natürliche Weise zu unterstützen und die Selbstheilungskräfte unseres Körpers anzukurbeln.

Das Schöne: Dafür braucht es keine speziellen Produkte oder kostspielige Kuren, wie bei kommerziellen Detox-Programmen. Nein, für Bio-Detox genügt es vollkommen, wenn wir ein wenig bewusster leben, ein bisschen achtsamer mit uns umgehen und uns ab und zu etwas gönnen. Auf den nächsten Seiten finden Sie verschiedene Anwendungen zum Selbermachen und Übungen für zu Hause, die Ihnen dabei helfen. Sie können sie einzeln oder kombiniert ausprobieren. Ganz so, wonach Ihnen gerade ist …

In diesem Artikel:

Erfrischen, Klären, Entwässern, Wärmen – Umweltgiften den Kampf ansagen
Detox für die Seele
Reinigungsrituale aus fernen Ländern

Erfrischen, Klären, Entwässern, Wärmen – Umweltgiften den Kampf ansagen

Schon seit Jahrtausenden wenden Menschen verschiedene Heilverfahren wie Fastenkuren, Hitzeanwendungen oder Bäder an, um ihren Körper von innen zu reinigen. Der Gedanke hinter Detox ist also alles andere als neu. Und trotzdem ist er aktuell wie nie. Das liegt an den unzähligen Umweltgiften, denen wir Tag für Tag ausgesetzt sind – oft sogar, ohne es zu merken. Sie belasten Luft, Wasser und Nahrungsmittel und damit auch unseren Körper. Genauso wie die Giftstoffe, die wir zu uns nehmen wie Medikamente, Kaffee, Alkohol oder Zigaretten. Hinzu kommen häufig eine zu einseitige Ernährung und mangelnde Bewegung.

Um all das auszugleichen, müssen die Entgiftungsorgane unseres Körpers auf Hochtouren arbeiten. Klar, dass sie irgendwann überlastet sind. Die Folge? Wir fühlen uns erschöpft und ausgelaugt, bekommen fahle Haut und werden manchmal sogar krank. Umso wichtiger ist es, ab und zu innezuhalten und auf seinen Körper zu hören. Sich zu fragen: Wie geht es mir gerade? Was tut mir jetzt gut? Die folgenden Anwendungen und Übungen pflegen und entlasten die Entgiftungsorgane, unsere inneren Kräfte werden neu aktiviert. Wir fühlen uns wieder im Einklang mit uns selbst, voller Energie.

Erfrischen: Birne-Koriander-Grüni

Was du brauchst: 1 Bund Koriander, 2 reife, aromatische Birnen, 1 großer Apfel, 1 kleines Stück Ingwer, Zitronenabrieb, Himalaya- oder Steinsalzsole, Wasser

Wie es geht: Für die Salzsole einen oder mehrere Brocken Himalaya- oder Steinsalz in ein verschließbares Glas geben und mit Wasser auffüllen. Über Nacht stehen lassen. Für den Smoothie zuerst den (geschälten) Ingwer in einen Mixer (Pürierstab geht auch) geben, dann die Salzsole, den Zitronenabrieb und den Koriander. Zum Schluss folgen Birnen und Apfel. Alles mixen und dabei 1 bis 2 Tassen Wasser (je nach gewünschter Konsistenz) dazugeben.

Was es bringt: Grüne Smoothies stecken voller Vitamine, Mineralien und Antioxidantien. Das Chlorophyll, das in den Pflanzenzellen der grünen Blätter steckt, bindet Gifte, stärkt das Immunsystem und fördert die Durchblutung.

Noch mehr Lust auf grün?
Die einfache Formel für grüne Smoothies: 50 Prozent frisches Blattgrün, 50 Prozent reifes Obst und Wasser. Noch mehr leckere Rezepte gibt’s im Buch „7 Tage grün“ von Franziska Schmid und Stephanie Katharina Mehring (Trias Verlag).

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Klären: Apfel-Honig-Peeling

Was du brauchst: 1 Apfel, 4 Teelöffel Honig, 2 Teelöffel Mohnkörner

Wie es geht: Den Apfel raspeln und mit dem Honig und den Mohnkörnern vermengen. Das Peeling sanft in die Haut massieren und 15 Minuten einwirken lassen, anschließend mit warmem Wasser abwaschen.

Was es bringt: Alte Hautschüppchen werden sanft entfernt und der Teint wirkt frisch, glatt und rosig. Das im Apfel enthaltene Pektin hilft der Haut Feuchtigkeit aufzunehmen, der Honig wirkt entzündungshemmend.

Entwässern & Wärmen: Meersalz-Bad & Leberwickel

Meersalz-Bad
Was du brauchst: 1 Kilo Meersalz (aus der Apotheke)

Wie es geht: Das Meersalz in warmes Badewasser geben und darin etwa 20 Minuten entspannen.

Was es bringt: Die im Wasser enthaltenen Salze, reinigen die Haut porentief, wirken entzündungshemmend und ziehen Giftstoffe aus dem Körper.

Leberwickel
Was du brauchst: 1 Wärmflasche, 1 Küchentuch, 1 großes Handtuch

Wie es geht: Ein Küchentuch nass machen und auswringen. Die Wärmflasche mit warmem Wasser füllen und in das feuchte Tuch wickeln. Legen Sie den Wickel unterhalb des rechten Rippenbogens auf den Bauch und decken Sie sich mit einem trockenen Handtuch und einer Wolldecke zu. Ungefähr eine Stunde wirken lassen.

Was es bringt: Der warme Wickel sorgt dafür, dass die Leber (unser größtes Entgiftungsorgan) stärker durchblutet wird und unterstützt sie bei ihrer Arbeit.

Tipp: Die ideale Uhrzeit für einen Leberwickel liegt zwischen 12 und 14 Uhr. Am Abend wirkt er schlaffördernd.

Detox für die Seele

Innehalten, Reinigen, Stärken, Ausgleichen: Mit diesen Anregungen für 4 Wochen hast du einen kleinen Alltagsbegleiter, der dich jeden Tag daran erinnert, was guttut …

Bewegen: Spaziergang an der frischen Luft

Was du brauchst: Festes Schuhwerk

Wie es geht: Je nach Wetter einpacken und einfach losmarschieren. Wer keine Zeit für einen ausgiebigen Spaziergang hat, geht einfach eine Runde durch den Park oder den eigenen Garten.

Was es bringt: Die warme Frühlingsluft genießen, die ersten Blumen und das satte Grün bestaunen. Den eigenen Körper spüren, tief durchatmen und den Alltag für ein paar Minuten hinter sich lassen. Ein Ausflug in die Natur macht den Kopf frei, außerdem regen Sauerstoff und Bewegung unseren Stoffwechsel an. Das Lymphsystem wird aktiviert und Giftstoffe können schneller abtransportiert werden.

Schon gewusst? Schon fünf Minuten Bewegung im Grünen verbessern unsere Stimmung und unser Selbstwertgefühl, das fanden britische Wissenschaftler heraus.

Kraft-Übung: „Der halbe Yoga-Drehsitz”
Was du brauchst: Eine Yoga-Matte oder ein dickes Handtuch

Wie es geht: Mit gestrecktem Rücken auf die Matte oder das Handtuch setzen. Stellen Sie den rechten Fuß an die Außenseite des linken Oberschenkels. Das linke Bein wird angewinkelt. Die rechte Hand hinter den Rücken führen. Linken Arm angewinkelt an die Außenseite des rechten Knies bringen. Arm ans Knie drücken. Fünf Atemzüge lang halten, dann die Seite wechseln.

Was es bringt: Diese Yoga-Übung stärkt nicht nur die Wirbelsäule, sondern regt auch Nieren, Bauchspeicheldrüse, Darm, Leber und Milz an und durchblutet so alle inneren Organe und das Gehirn. Unsere inneren Reinigungskräfte werden aktiviert und unser Organismus mit neuer Energie aufgeladen.

Tipp: Wem diese Stellung zu anstrengend ist, der kann das linke Bein auch ausgestreckt lassen – die Wirkung der Übung bleibt dieselbe.

Ruhen

Atemübung für mehr Energie

Was du brauchst: Eine ruhige Umgebung

Wie es geht: Lenke deine Gedanken auf deinen Unterbauch, das heißt auf das Sonnengeflecht rund um deinen Bauchnabel. Konzentriere dich 3 bis 4 Sekunden auf die Einatmung und stelle dir dabei vor, dass du Wärme und Energie in deinen Bauch schickst. Nun konzentriere dich 3 bis 4 Sekunden auf die Ausatmung und schick diese Wärme und die Energie in den Körperteil, in welchem du sie am meisten benötigst.

Was es bringt: Durch das tiefe, gleichmäßige Atmen werden wir ganz ruhig. Unser Lungenvolumen wird voll ausgenutzt und wir bekommen mehr Sauerstoff.

 

Mal Abschalten

Und wenn es nur eine halbe Stunde auf dem Sofa ist – es tut so gut, einfach mal die Augen zu schließen und die angenehme Schwere des Körpers zu spüren. Sich auf nichts konzentrieren, die Gedanken fließen lassen. Wenn wir dabei einnicken, umso besser: im Schlaf regeneriert sich unser Körper, unsere Energiereserven werden aufgeladen. Außerdem werden Hormone wie Leptin (hemmt den Appetit) und Serotonin (macht uns glücklich) ausgeschüttet.

Nur: Länger als eine halbe Stunde sollte das Nickerchen nicht dauern, sonst fühlen wir uns beim Aufwachen nicht erholt.

Reinigungsrituale aus fernen Ländern

Japan:
In Asien dienen Bäder zur inneren Reinigung von Körper und Seele – nicht zur äußeren. Deshalb schrubben sich Japaner gründlich mit Seife und Bürste ab, bevor sie ins heiße Wasser steigen: zu Hause (Furo) genauso wie beim Besuch in einem öffentlichen Bad (Sento).

Türkei:
Im Orient schwört man auf einen Besuch im Hamam, um neue Energie zu schöpfen. Die traditionelle Seifenmassage, die der Hamammeister (Tellak) nach dem Besuch im Dampfbad durchführt, regt den Kreislauf an und hilft Giftstoffe schneller auszuscheiden.

Russland:
Ähnliches Prinzip, anderer Name – In Russland heißt das traditionelle Dampfbad Banja, geheizt wird mit Holz. Während des Schwitzens wird der Körper mit eingeweichten Birkenzweigen (Weniks) abgeklopft, das regeneriert die Muskeln und stärkt das Immunsystem.