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Emotionale Intelligenz: Viel wichtiger als jeder Intelligenztest

Wie intelligent bist du?

Emotionale Intelligenz ist heute wichtiger denn je.
Emotionale Intelligenz ist heute wichtiger denn je.
© Jeremy Cai via Unsplash

Einen Intelligenztest haben wahrscheinlich die meisten von uns schon einmal gemacht. Das Ergebnis ist wissenschaftlich und sagt uns, wie hoch unser Intelligenzquotient (IQ) ist. Über unsere emotionale Intelligenz sagt so ein Test allerdings wenig aus. Allgemein lässt sich emotionale Intelligenz nicht mit einem wissenschaftlichen Test nachweisen. Doch worum handelt es sich bei der emotionalen Intelligenz überhaupt und wie können wir sie uns aneignen?

Was ist emotionale Intelligenz?

Der Ausdruck „Emotionale Intelligenz“ wurde im Jahr 1960 von David Goleman in seinem gleichnamigen Buch geprägt. Neben dem wissenschaftlich messbaren Intelligenz-Quotienten gab es nun also auch die emotionale Intelligenz. Unter dem Begriff versteht man die sozialen Kompetenzen eines Menschen in den zwischenmenschlichen Bereichen wie zum Beispiel Kommunikationsfähigkeit, Menschlichkeit, Höflichkeit oder Selbstreflexion.

Besitzt ein Mensch in diesen Bereichen eine hohe Kompetenz, bezeichnet man ihn als emotional intelligenten Menschen.

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Daran erkennst du emotional intelligente Menschen

Natürlich kann man sagen: „Wenn ein Mensch höflich ist, ist er emotional intelligent“. So einfach ist es dann aber auch nicht. Wir haben ein paar Eigenschaften gesammelt, die emotionale Intelligenz ausmachen:

Emotional intelligente Menschen…

hinterfragen sich selber: Und zwar ständig. Sie sind sehr darauf bedacht, nicht nur das Verhalten ihrer Mitmenschen, sondern ihr eigenes Verhalten zu reflektieren. Sie wollen sich ständig verbessern. Das hat nichts mit Perfektionismus zu tun, sondern mit emotionaler Intelligenz

kümmern sich um ihre Mitmenschen: Sie denken nicht nur an sich, sondern wollen auch, dass es den Menschen um sich herum gut geht. Dabei geht es nicht nur um die Menschen in ihrem direkten Umfeld, sondern auch um hilfsbedürftige Menschen, denen sie im Alltag begegnen

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haben ihre Emotionen im Griff: Das bedeutet nicht, dass diese Menschen, besonders gefühlskalt sind oder ihre Emotionen schlecht zeigen können. Es heißt nur, dass Menschen mit einer emotionalen Intelligenz wissen, wann man seine Emotionen zeigen und zulassen kann oder wann es besser ist, die Wut auch mal im Zaum zu halten.

können gut zuhören: Auch ein Anzeichen dafür, dass sich diese Menschen um das Wohl ihrer Mitmenschen kümmern. Die Ängste, Sorgen und Nöte der Anderen sind für sie mindestens genauso wichtig, wie ihre eigenen.

können sich selber motivieren: Wo andere schon lange aufgegeben hätten, versuchen emotional intelligente Menschen immer neue Wege und Lösungsansätze zu finden. Aufgeben kommt für sie nicht in Frage.

So kannst du deine emotionale Intelligenz steigern

 Emotionale Intelligenz wird besonders im täglichen Umgang mit Menschen immer wichtiger. Gerade in unserem Job, wo wir täglich einen Großteil unserer Zeit verbringen, ist es wichtig, emotional intelligent zu handeln und sich entsprechend zu verhalten. Denn nur so, haben wir die Chance, positiv auf uns aufmerksam zu machen und die Karriereleiter hinaufzuklettern.

Doch ganz egal, ob du nun vor Augen hast, bald den Posten deiner Chefin zu übernehmen oder eben nicht: Emotionale Intelligenz steigern geht ganz einfach und kann dir im Leben vieles einfacher machen.

  1. Lerne mit deinen Gefühlen umzugehen
    Ja, wir wissen alle, bei einem Streit oder einer Provokation ist es nicht leicht, ruhig zu bleiben. Doch wenn du es schaffst, deine Wut unter Kontrolle zu haben, dann bist du deiner persönlich gesteigerten, emotionalen Intelligenz schon ein gutes Stück nähergekommen.

 

  1. Finde heraus, was du wirklich willst
    Was will ich?“ – Menschen, die mit beiden Beinen im Leben stehen und genau wissen, was sie wollen und wie sie es erreichen – das macht emotionale Intelligenz aus. Wenn du dir darüber klargeworden bist, läufst du mit einem ganz anderen Blick durch die Welt und wirst von deinen Mitmenschen gleichzeitig als viel entspannter und selbstbewusster wahrgenommen.

 

  1. Nimm nicht alles persönlich
    Gerade im Gespräch mit Menschen die uns nahestehen oder uns überlegen sind, legen wir häufig jedes Wort auf die Goldwaage und nehmen es – ob wir wollen oder nicht – zu persönlich. Indem du kritikfähiger wirst, lernst auch, dass Menschen nicht automatisch ein Problem mit dir als Person haben, sondern nur vielleicht mit der Präsentation, die du letzte Woche fürs Meeting machen solltest.

Übung macht den Meister

 Sich eine gewisse emotionale Intelligenz anzueignen ist nicht immer einfach und erfordert auf jeden Fall eines: Eine Menge Geduld.

Du solltest dich auf keinen Fall selber unter Druck setzten, sondern das ganze als ständigen Prozess ansehen: Sieh es einfach als lebenslangen Prozess an. Niemand ist immer perfekt im Umgang mit anderen Menschen und wir alle können uns immer irgendwie verbessern. Und das ist es doch, was das Leben so aufregend macht, oder?