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Die Kraft des Tapping – Annehmen, was ist

Klopf dich ruhig

Tapping kann dabei helfen blockierende Emotionen lozuwerden
Tapping kann dabei helfen blockierende Emotionen lozuwerden
© Ben White via Unsplash

Menschen streben von klein auf danach, für sie unangenehme Situationen und Gefühle zu vermeiden und neigen dazu, einige Gefühle ihres Emotionsspektrums als negativ und damit als ungewollt einzustufen. Die Unterdrückung von Emotionen wie Wut, Trauer, Angst, Scham oder auch Schuld führt häufig dazu, dass es zu einer Anstauung von als negativ bewerteten Gefühlen kommen kann, da eine heilsame Auseinandersetzung mit diesen nicht mehr stattfindet.

Es gibt verschiedene Techniken, wie diesen Blockaden auf sanfte Weise begegnet werden kann, um annehmen zu lernen, was gerade ist und sich weder mit Schatten aus der Vergangenheit noch mit Geistern aus der Zukunft abzuplagen. Einige davon sind die sogenannten ‚Emotional Freedom Techniques‘, zu Deutsch auch Technik der emotionalen Freiheit genannt.

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Die Emotional Freedom Techniques

Bei dem therapeutischen Konzept handelt es sich um eine Form der Klopfakupressur, der der sowohl mentale als auch körperliche Blockaden und Beschwerden durch die Stimulation bestimmter Akupressurpunkte gelöst oder gemindert werden sollen. Das Energiesystem des Körpers sei bei negativen Gefühlen gestört und sollte wieder ausbalanciert werden.

In Kombination mit bestimmten Einstimmungssätzen, die auf die individuelle Situation hin angepasst werden können, kann die praktizierende Person während des Tappings ihre aktuelle Situation annehmen, bis diese gelöst wird und ein Gefühl von Beruhigung und Akzeptanz setzt ein.

Praktische Anwendung für dich

Es gibt verschiedene Varianten und Ausführungen des Tappings. Sehr verbreitet ist der Handkantenschlag, bei dem du ähnlich wie eine Karatekämpferin mit der flachen Handkante einer Hand auf die andere Handkante klopfst. Diese Bewegung soll Mut machen und Angst und Unsicherheit bändigen.

Für ein umfassenderes Tapping-Programm benennst du zunächst dein Problem und ordnest es auf einer Intensitätsskala von 1 bis 10 ein. Anschließend sprichst du laut oder leise Einstimmungssätze, wie etwa ‚Obwohl ich Angst vor dem Meeting habe, liebe und respektiere ich mich selbst.‘ Dabei klopfst du mit zwei Fingern der beiden Hände bestimmte Punkte deines Körpers ab und wiederholst deinen Satz.

Weit verbreitet ist folgende Aufteilung: Klopfen am Scheitelpunkt mit Zeige- und Ringfinger beider Hände, gefolgt vom Punkt neben den Innenseiten der Augenbrauen. Anschließend werden Punkte neben den äußeren Augenwinkeln geklopft, bevor die Punkte unter der Mitte der Augen und direkt zwischen Nase und Oberlippe folgen. Dann wird die Vertiefung zwischen Mund und Kinn geklopft, genau wie unter den beiden Schlüsselbeinen und seitlich unter den Armen auf Höhe der Brust. Dann bewertest du die Intensität neu und wiederholst das Ganze bei Bedarf.