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Die drei Gunas: Entdecke deine Ureigenschaften

Das kannst du von der alten Sâmkhya-Philosophie lernen

Lerne von der Theorie der drei Gunas.
Lerne von der Theorie der drei Gunas.
© Erik Kossakowski via Unsplash

Seit jeher versucht der Mensch die Welt und das Leben an sich zu erklären. Die Philosophie der drei Gunas, entsprungen aus der alt-indischen Sâmkhya-Schule, hilft dir, deine Selbstwahrnehmung zu schulen und die Welt reflektierter zu betrachten.

Die Theorie der drei Gunas

Laut der Sâmkhya-Philosophie besteht das Universum aus den Verbindungen von drei verschiedenen Arten von Materie: Den drei Gunas. Nach dem hinduistischen Denken handelt es sich hierbei um drei verschiedene Kräfte, die jegliches Leben lenken und formen.
Die drei Gunas können sich auch in unserem Charakter widerspiegeln. Meist überwiegen hierbei jeweils ein oder zwei Gunas und formen somit unsere Persönlichkeit.

Meditation Licht

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Die drei Gunas

  1. Tamas
    Eine Energie, die für Trägheit, Schwerheit und Masse steht. Zwar hat Tamas eine zerstörerische, wütende Wirkung, doch ist sie auch notwendig zum Schlafen oder Meditieren. Menschen mit einer Tamas Tendenz sind oft kraftlos, schwerfällig und können zu depressiven Verstimmungen neigen.
  2. Rajas
    Die Rajas-Energie kann als Gegenteil zum Tamas angesehen werden. Es ist die Energie der Dynamik und Bewegung. Zwar verleiht Rajas uns Tatendrang und Kraft für Aktivität, doch hat sie auch eine rastlose, ausbrennende Wirkung, sodass die Energie auf Dauer verschwendet wird. Menschen, die viel Rajas in sich tragen sind leidenschaftlich, schöpferisch, jedoch auch hibbelig und unausgeglichen.
  3. Sattwa
    Die Sattwa Energie steht im Gegensatz zu Tamas und Rajas für Ausgleich, Klarheit und Reinheit. Die Sattwa Energie wird als die höchste Energie der Gunas angesehen, da sie uns zu Weisheit, Ruhe und Erkenntnis führen kann. Trägt man viel Sattwa in sich, ist man demnach ausgeglichen, friedlich und im Reinen mit sich selbst.

Ziel der spirituellen Reise

Laut der Sâmkhya-Schule besteht das Ziel der spirituellen Findung darin, zu erkennen, welches Guna in einem selbst vorherrscht. Darauf aufbauend lassen sich durch spezielle Meditationen, Yoga Übungen und Ernährungsweisen die Energien ausgleichen. Beispielsweise sollten Menschen mit einem ausgeprägten Tamas oder Rajas sich der sattwigen Ernährung zuwenden.

Diese besteht vor allem aus frischem Obst und Gemüse, Milchprodukten und Hülsenfrüchten. Generell lässt sich sagen, dass das Guna, auf welches du dich konzentrierst, auch in deinem Inneren stärker wird. Doch auch wenn wir der Theorie der drei Gunas nicht praktisch nachgehen, ermahnt sie uns doch zur Selbstreflexion und kann als weiterer Schritt im Weg der Selbstfindung dienen.