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Die 4 edlen Wahrheiten des Buddhismus

Ist ein Leben ohne Leid möglich?

Befindest du dich auf dem richtigen Weg?
Befindest du dich auf dem richtigen Weg?
© Kev Costello via Unsplash

Das Leben ist eine emotionale Achterbahnfahrt, denn es steckt voller Glücksmomente, aber auch Rückschläge. Wir sind geprägt von dem, was wir sehen und erleben und leben nach diesen Erfahrungen. Das lässt sich leider nicht ändern. Oder doch?

Im Buddhismus wird diese Frage mit den vier edlen Wahrheiten beantwortet.

1. Die Existenz von Leid

Das Leben ist von physischen Leiden wie beispielsweise Schmerz, Krankheit, Verletzung und Erschöpfung, sowie psychischen Leiden, wie beispielsweise Trauer, Angst, Frustration und Enttäuschung gekennzeichnet. Im Buddhismus wird zwischen drei Leidensformen unterschieden:

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  1. Unglücklichsein: Man kommt unweigerlich in Situationen, die unangenehm sind und denen man entfliehen möchte.
  2. Vergänglichkeit: Alles Glück der Welt ist nicht von Dauer. Menschen, Situationen und Dinge verändern sich im Laufe der Zeit und diese Veränderung kann dazu führen, dass der ursprüngliche Glücksmoment jetzt negative Gefühle auslöst. Der Tod beispielsweise ist unumgänglich: Das Glück über ein neues Haustier, wird sich irgendwann in Trauer über dessen Verlust verwandeln.
  3. Wiedergeburt: Wir werden immer wieder geboren und durchlaufen somit dem ständigen Auf und Ab des Lebens.

2. Die Ursache des Leidens

Die zweite edle Wahrheit ist die „Unwissenheit unseres Geistes darüber, dass wir versuchen, an Dingen festzuhalten, die vergänglich sind“. Beispielsweise sind Ruhm, Macht und Reichtum nicht von Dauer. Der Mensch glaubt, dass er über allen anderen steht und weiß nicht, dass er nur eine Art Marionette seiner eigenen Gefühle, seines Verlangens und seiner Leidenschaften ist. Wer beispielsweise anderen gerne hilft, tut dies immer mit einem – wenn auch unterschwelligen – Gedanken nach einer Gegenleistung. Wenn diese nicht kommt, kann das in Unmut umschlagen. Das empfundene Glück darüber, einem Menschen geholfen zu haben, könnte demnach von Enttäuschung über fehlende Dankbarkeit überschattet werden und sich negativ auf zukünftige Entscheidungen zur Hilfsbereitschaft auswirken.

3. Das Ende des Leidens

Nur wer es schafft, sich aus seinem „Marionetten-Dasein“ zu befreien und die Dinge wirklich zu sehen, wie sie sind, nämlich vergänglich, ist frei. Durch diese Erkenntnis entkommt man der Wiedergeburt und erreicht das Nirvana. Eine Art „Geisteszustand“, in dem man frei von Sorgen, Problemen und Verwirrungen ist.

4. Der Pfad, der uns zum Ende unseres Leidens führt

Der achtfache Pfad kann uns dorthin bringen. Dafür braucht es aber oft mehrere Lebzeiten. Du musst lernen, nicht an Vergänglichem festzuhalten, die Wirkweise von Karma zu verstehen und deine Gier zu verlieren. Dadurch gelangst du zur Weisheit, die dir auf dem Weg ins Nirvana hilft.

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