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So kannst du ganz einfach dein Deo selber machen

DIY-Körperpflege

Natürliche Pflege für die Achseln.
Natürliche Pflege für die Achseln.
© Nick Karnounis via Unsplash

Mittlerweile muss man für die meisten Beauty- und Körperpflegeprodukte nicht mehr in die Drogerie gehen, sondern kann sie auch zu Hause machen. Das ist nicht nur gut für unseren Geldbeutel und die Umwelt, sondern auch für unsere Haut. Neben Shampoo, Entspannungsbädern, Schminke und Hautlotionen kann man auch sein Deo selber machen. Inhaltsstoffe wie Alkohol, Parfüme und Aluminium können die Haut reizen und Rötungen, Brennen oder Juckreiz verursachen. Noch mehr Gründe, sein Deo in Zukunft selbst herzustellen.

Wir verraten dir, was du dafür alles brauchst und worauf du bei der Herstellung achten musst. Wenn du bereits Fan von DIY-Beautyprodukten bist, kannst du auch deine Seife selber machen.

Deo selber machen – Du hast die Wahl

Deo ist nicht gleich Deo. Die einen helfen dabei, die Schweißproduktion zu hemmen (sogenannte Antitranspirante), andere wiederum sorgen einfach nur für einen angenehmen Duft, der gegebenenfalls unangenehme Schweißgerüche neutralisieren kann. Ob du ein Antitranspirant möchtest, also ein Deo, dessen Inhaltsstoffe, dafür sorgen, dass sich die Schweißdrüsen zusammenziehen, oder es lediglich gut duften und pflegen soll, liegt ganz bei dir. Die Natur bietet viele Düfte, Schweißhemmer und reichlich Pflege.

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Wie entsteht Schweißgeruch?

Schweiß an sich ist geruchsneutral. Er fängt erst dann an schlecht zu riechen, wenn sich Bakterien in diesem feuchtwarmen Klima ansiedeln. Du solltest deine Achseln daher am besten täglich mit einer milden Seife waschen, trocknen und dann Deo auftragen. Das genügt meist. Bei übermäßiger Schweißproduktion, die dein Wohlbefinden maßgeblich beeinträchtigt, solltest du einen Arzt konsultieren. Vielleicht steckt eine Krankheit dahinter.

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Deo selber machen – so funktioniert’s

Deos sind meist flüssig, oder haben eine cremige Konsistenz. Es gibt Deodorants aber auch als Puder. Für welche Form du dich entscheidest liegt bei dir. Damit jeder auf seine Kosten kommt, haben wir hier ein paar Rezepte aufgelistet, mit denen du dein Deo selber machen kannst.

Salbeideodorant
Für dieses flüssige Deo brauchst du

  • 60 Milliliter destilliertes Hamameliswasser
  • 30 Milliliter Salbeikräuterextrakt
  • zehn Tropfen Grapefruitsamenextrakt
  • zehn Tropfen ätherisches Muskatellersalbeiöl
  • fünf Tropfen ätherisches Patschuliöl

Einfach alle Zutaten in eine Sprühflasche füllen und vor jedem Gebrauch schütteln. Der Salbei hat eine schweißhemmende Wirkung, das Grapefruitsamenextrakt beseitigt Bakterien, die ätherischen Öle beugen Geruch vor und das Hamameliswasser kühlt die Haut.

Kokosöldeodorant
Die einzigen Zutaten, die du brauchst sind

  • Drei Teelöffel Kokosöl
  • Zwei Teelöffel Natron
  • Zwei Teelöffel Kartoffelstärke (alternativ geht auch Maisstärke)

Als Erstes vermischt du das Natron und die Kartoffelstärke. Dann gibst du nach und nach das flüssige Kokosöl und ständigem Rühren dazu. Zum Schluss in einen Tiegel oder Glas umfüllen, aushärten lassen und im Kühlschrank aufbewahren. Einfach eine erbsengroße Menge entnehmen und auf der Haut verteilen. Das Öl schmilz nach wenigen Sekunden durch die Körperwärme und lässt sich dadurch leicht verteilen. Das Kokosöl wirkt desinfizierend und versorgt die Haut mit Feuchtigkeit. Auch das Natron wirkt antibakteriell und die Stärke sorgt für die cremige Konsistenz.

Desodorierender Körperpuder
Für diese Variante benötigst du

  • 50 Gramm Marantastärke
  • Zwei Esslöffel weiße Heilerde
  • Sieben Tropfen ätherisches Lavendelöl
  • Fünf Tropfen ätherisches Muskatellersalbeiöl
  • Zwei Tropfen ätherisches Patschuliöl

Die Stärke und Heilerde in ein Gefäß füllen und vermischen. Dann die ätherischen Öle dazugeben und gut mischen. Der Schweiß wird von der Heilerde und der Marantastärke aufgenommen, während die Öle schlechte Gerüche neutralisieren. Das Puder kannst du so oft verwenden wie du möchtest. Einziger Haken, du kannst das Deo nicht sofort verwenden, sondern musst ein paar Tage warten, damit sich alle Zutaten gut vermischen.

 

Quelle

1001 Natürliche Hausmittel – Für Haus und Garten, Gesundheit und Körperpflege. Dorling Kindersley Verlag, München 2017