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Déjà-vu – Wie kommt es zu dieser flüchtigen Vertrautheit?

Ferne Erinnerung oder Streich unserer Sinne?

In der spirituellen Welt gilt das Déjà-vu als übernatürliches Phänomen
In der spirituellen Welt gilt das Déjà-vu als übernatürliches Phänomen
© Joanna Nix via Unsplash

Wenn dich ganz plötzlich das Gefühl beschleicht, eine Situation haargenau schon einmal so erlebt zu haben, obwohl sie eigentlich vollkommen neu für dich ist, dann erlebst du ein so genanntes Déjà-vu. Die Bezeichnung kommt aus dem Französischen und bedeutet so viel wie ,,schon gesehen“

Déjà-vu: Wie entsteht es eigentlich?

Es gibt noch keine mehrheitlich anerkannte Erklärung für das Déjà-vu, sondern viele verschiedene Theorien, die als mehr oder weniger plausibel gelten. Ein weit verbreiteter Ansatz zur Erklärung, den Neurologen vertreten, ist, dass Fehler in der Wahrnehmung schuld an diesem Ereignis sind. So sollen Sinneseindrücke zeitlich versetzt in unseren Augen ankommen, sodass das Gehirn den Eindruck bekommt, es habe die Situation schon einmal wahrgenommen. Dieser These entgegengehalten wird die Tatsache, dass auch Blinde durchaus Déjà-vus erleben. Diese werden durch Sinneseindrücke wie das Tasten oder Riechen hervorgerufen.

 

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Verbreitet ist zudem die Annahme, dass bestimmte Bereiche im Gehirn für Déjà-vus zuständig sind. Der Temporallappen, die Gedächtnisregion, soll hierbei verantwortlich sein für das vermehrte Auftreten solcher Erinnerungstäuschungen. Weiterhin wird untersucht, ob verschiedene Erinnerungstypen ihre Finger im Spiel haben: Unterschieden wird in dem Fall zwischen Wiedererkennungsgedächtnis und Vertrautheitsgedächtnis. In der Regel arbeiten diese Systeme zusammen, wenn es aber dazu kommt, dass nur Letzteres wirkt, könnte es zu ebenjenem Gefühl der Vertrautheit kommen.

Du solltest im Hinterkopf behalten, dass es sich hier nur um einige wenige von unzähligen Theorien handelt, die alle noch nicht endgültig bewiesen werden konnten. Wer weiß, vielleicht steckt hinter Déjà-vus ja doch etwas Übernatürliches, das dem Menschen verborgen bleibt?

Ist das Déjà-vu eine Erinnerung an das frühere Leben?

In Spielfilmen wie zum Beispiel „Matrix“ (1999) oder auch der Belletristik spielen Déjà-vus oft eine tragende Rolle, wenn es um die Verzerrung von Realität und Erinnerungen geht. Déjà-vus helfen den Protagonisten etwa zu erkennen, welche Situationen nachträglich von einer höheren Macht manipuliert wurden, indem sie Veränderungen der Zeitachse mit Déjà-vus verbinden. Auch von dem Bestehen von Parallelwelten wird in diesem Kontext oftmals gesprochen.

 

Für Spirituelle hingegen scheint festzustehen, dass Déjà-vus auf die Existenz eines früheren Lebens hindeuten. Sie erklären diese flüchtigen Momente vermeintlicher Vertrautheit mit der Erinnerung an Ereignisse vor einer Wiedergeburt. Eine weitere Erklärung für dieses Phänomen ist, dass Déjà-vus einen zukunftsvoraussagenden Charakter haben und es ermöglichen, Prophezeiungen über zukünftige Ereignisse zu treffen, da man das Gefühl hat zu wissen, wie sich die Situation entwickeln wird.

Welche Theorie klingt für dich plausibel?