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Wie deine Füße und die Gesundheit miteinander in Verbindung stehen

Was deine Füße über dich und deine Gesundheit verraten
Was deine Füße über dich und deine Gesundheit verraten
© Halfpoint via fotolia

Außer während des Schlafens und Ausruhens stehen wir mit den Füßen fast immer auf dem Boden, halten den Kontakt zur Erde und stabilisieren uns. Die Füße verleihen uns Standfestigkeit, bringen uns aber auch von einem Ort zum anderen. Außerdem beeinflussen sie nicht nur die Körperhaltung, sondern auch die Gesundheit eines jeden Menschen. Und sie können, nach Meinung der meisten Ganzheitsmediziner auch einiges über die Persönlichkeit verraten. Du solltest Dich daher immer daran erinnern, wie die Füße und deine Gesundheit miteinander in Verbindung stehen und was für die Gesundheit der Füße und damit letztlich auch des gesamten Körpers getan werden kann.

In diesem Artikel:

Füße und Warnsignale für Krankheiten
Gesundes Schuhwerk und Tragetipps
Warum sich barfuß laufen lohnt
Die Füße als Spiegel deines Körpers

Füße und Warnsignale für Krankheiten

Junge Menschen haben in der Regel eher noch weniger Probleme mit den Füßen. Vor allem bei Frauen kommt es, wenn überhaupt, ab und an zu „Hallux Valgus“. Diese Fehlstellung entsteht, wenn der erste Mittelfußknochen mit seinem Köpfchen zum inneren Fußrand wandert, wodurch sich der vordere Teil des Fußes verbreitert. Gleichzeitig knickt die große Zehe nach außen ab und nähert sich den mittleren Zehen an. Neben genetischer Veranlagung und einem schlaffen Bindegewebe stecken meist zu unbequeme, zu spitze oder zu enge und hohe Schuhe dahinter.

Falsches Schuhwerk begünstigt auch den doch häufiger auftretenden Spreiz-, Senk- oder Plattfuß. Deshalb sind gute Schuhe oder gar der regelmäßige Verzicht auf Schuhe wichtig. Doch widmen wir uns zunächst zwei Beispielen für Warnsignale, die Füße „abgeben“ und die Du nicht missachten solltest. Vieles spielt erst mit fortgeschrittenem Alter eine Rolle, manche Fußbeschwerden können aber auch jungen Menschen Hinweise auf potenzielle Krankheiten geben.

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Hier ist vor allem Diabetes zu nennen. Laut dem Deutschen Gesundheitsbericht Diabetes 2018 leiden 10% der Deutschen unter einer Form der Diabetes-Erkrankung. Typ-2-Diabetes ist am verbreitetsten. Podologen weisen immer wieder darauf hin, dass Fußbeschwerden, die man lange Zeit nicht hatte und die plötzlich auftreten und schlimmer werden, einen ersten Hinweis auf Diabetes geben können. Wenn Du diese Warnzeichen früh genug erkennst, kannst Du auch früh genug zum Facharzt, bzw. Allergologen gehen und präventive Maßnahmen ergreifen. Sollten sich die Haut am Fuß oder die Nägel verändern oder die Füße an Gespür verlieren, können dies entsprechende Warnsignale sein.

Mit fortgeschrittenem Alter kommt es gerade bei vielen Männern zu weniger Haarwuchs an den Unterschenkeln. Häufig handelt es sich dabei nicht um eine natürliche Alterserscheinung, sondern um eine schlechte Durchblutung. Kommt es häufiger zu Kreislaufbeschwerden und sucht man verzweifelt nach der Ursache, können ebenjene Signale entscheidend helfen. Denn dann heißt es, häufiger die Beine zu dehnen, im Sitzen die Füße hochzulegen und viel zu gehen. Auch Fußmassagen können unterstützend wirken.

Gesundes Schuhwerk und Tragetipps

In der westlichen Gesellschaft gehören Schuhe zum täglichen Outfit, wie Unterwäsche, Hose oder Rock und Oberteil. Wer barfuß zur Uni oder auf die Arbeit kommt, wird entweder als schräg oder gar durchgeknallt hingestellt oder muss gar mit unangenehmen Konsequenzen rechnen. Und wenn es nur der vermasselte Ruf bei den Kollegen ist. Offen, interessiert und unterstützend werden nur die Wenigsten reagieren. Das ist schade, denn Schuhe sind in den allermeisten Fällen nicht unbedingt gut für die Gesundheit der Füße. Bevor du im nächsten Abschnitt liest, warum es sich lohnt, wenigstens in deiner Freizeit so oft wie möglich barfuß zu laufen, erklären wir dir, wie du die Zeit in Schuhen möglichst unbeschadet und gesund überstehst.

Der wichtigste Tipp für gesunde Füße (abseits des Barfußlaufens) lautet wohl: Auf Schuhe achten, die auch wirklich ideal passen. Weder sollten diese zu eng, noch zu weit sein. Zwar benötigt der Fuß im Schuh angemessenen Platz, er muss aber auch richtig unterstützt werden.

Denn bei zu engen und zu weiten Schuhen kommt es häufig zu Blasen, Druckstellen oder Rötungen oder gar Wachstumsfehllenkungen (siehe Hallux Valgus). Bei zu weiten oder zu großen Schuhen hingegen, in denen die Füße beim Laufen hin- und herrutschen, werden die Füße gestaucht. Sind Schuhe also auch noch so schön – wenn sie nicht optimal passen, solltest Du sie nicht kaufen.

Bequeme, also neutrale Schuhe mit gutem Fußbett, stellen neben Barfußschuhen nach Meinung der meisten Podologen die sicherste Schuhwahl dar. Und das ist ja eigentlich auch völlig logisch. In High Heels dagegen werden die Füße extrem belastet und die hintere Muskulatur und der Sehnenapparat können sich verkürzen. Doch wenn es schick sein soll, müssen es ja auch nicht immer gleich die 11- oder 12-Zentimeter-Absätze sein. Ein Blick ins Schuhlexikon genügt und du wirst sehen, dass es auch zahlreiche andere Typen und Ausführungen mit Absatz gibt, die gleichzeitig elegant und gesünder für die Füße sind. Und auf leichten Absätzen, das ist ja bekannt, lässt es sich sogar länger ohne Rückenbeschwerden stehen als in flachen Turnschuhen.

Gute Schuhe sind gedämpft. Das heißt, die Sohle ist nicht zu hart, damit der Fuß Bodengefühl bekommt und natürlich abrollen und den Schritt dämpfen kann. Doch auch zu weiche Fußbetten sind Gift für die Füße, weil der Fuß in ihnen keinen Halt findet und mitunter überdehnt wird. Ein Mittelmaß ist also angesagt. Außerdem solltest du beim Kauf neuer Schuhe auf eine Gelenkstütze achten, die die Stabilität im Bereich der Ferse unterstützt.

Atmungsaktive Schuhe, die Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben kann zählen zu den besten und gesündesten Schuhen. Neben einigen wenigen Herstellern, die diese mit Kunststoffen produzieren, solltest du auf das altbewährte Leder (auch Pflanzenleder ist natürlich geeignet) setzen. Es gibt kaum ein Material, das so flexibel, langlebig und atmungsaktiv ist und so zu einem gesunden Fußklima beiträgt und gegen Schweißfüße schützt.

Warum sich barfuß laufen lohnt

Barfuß laufen, das machen die meisten Menschen heutzutage nur noch im Sommer Zuhause oder beim Baden. Einfach im Wald oder beim Spazieren auf erdigem Untergrund einmal die Schuhe ausziehen, daran denkt kaum jemand und wenn doch, dann stehen die Gewohnheiten und Manieren im Weg. Außerdem könnte ja irgendwo eine Glasscherbe liegen oder ein spitzes Steinchen den Fuß verletzen. Doch diese Unfälle bilden die Ausnahme. Außerdem überwiegen die Vorteile des Barfußlaufens – da sind kleine Risiken schon einmal hinzunehmen, zumal Glasscherben in der Regel vor allem in Innenstädten und nur äußerst selten auf Wanderwegen oder generell auf dem Land vorzufinden sind.

Wenn du barfuß läufst trainierst du den Fuß dahingehend, dass die Fußmuskulatur effektiv gestärkt wird. Außerdem kann es nicht zu einer Fehlstellung der Zehen kommen, was gerade beim häufigen Tragen zu enger Schuhe ein großes Risiko darstellt. Fußfehlstellungen, die durch eine Unterentwicklung der Muskulatur des Fußes hervorgerufen wurden, können sogar durch regelmäßiges Barfußlaufen noch nachträglich behoben werden.

Auch wenn die Meinungen zum Sport und vor allem zum barfuß Joggen immer wieder auseinandergehen, vertreten doch viele Sportwissenschaftler die Meinung, dass Joggen mit Laufschuhen die Füße deutlich mehr belastet. In einer Studie der US Army-Baylor University kam gar heraus, dass sich Läufer, die Laufschuhe tragen, mehr als drei Mal so häufig verletzen, als Barfußsportler.

Laufschuhe wirken wohl vor allem aufgrund des Stützmaterials unter dem Fußgewölbe und den erhöhten Absatz belastend auf nicht nur die Füße, sondern auch andere Gelenke des Körpers. So sollen auch das Hüftgelenk sowie das Kniegelenk durch das Tragen von Laufschuhen deutlich stärker belastet werden. Beim Laufen in Sportschuhen liegt die Belastung insgesamt eher auf der Ferse, beim Barfußlaufen werden eher der Vorder- und der Mittelfuß beansprucht. So kann der Fuß beim Barfußlaufen den Aufprall besser abfedern und das Knie wird weniger belastet. Auch spezielle Barfußschuhe schonen die Gelenke und schützen die Füße beim Laufen auf Asphalt vor genannten Scherben oder spitzen Steinen.

Damit deine Füße übrigens trotz des Barfußlaufens immer schön weich bleiben, kannst du Fußbäder machen oder dich anderer praktischer Tipps bedienen, die wir bereits in einem anderen Artikel aufgelistet haben.

Die Füße als Spiegel deines Körpers

Ganzheitsmediziner wissen schon lange, dass die Füße der Menschen viel über deren Persönlichkeit aussagen. Es kann daher nicht schaden, wenn du dir einen Überblick über einige der wichtigsten Zusammenhänge zwischen bestimmten Merkmalen der Füße und Wesenszügen oder aktuellen Befindlichkeiten verschaffst und deine Füße von Zeit zu Zeit selbst anschaust und analysierst.

Ein fester Stand auf den Fersen bedeutet, dass du derzeit selbstbewusst und mit Selbstvertrauen durchs Leben gehst.

Wer sein Gewicht auf die Vorderfüße verlagert, hat es in der Regel eilig

Nach vorn gerichtete Füße beim Gehen zeugen von Zielstrebigkeit. Beobachtest du, dass jemand beim Gehen mit den Zehenspitzen nach außen watschelt, könnte das bedeuten, dass dessen persönliche Entwicklung aus irgendwelchen Gründen eingeschränkt oder behindert ist. Sind die Füße nach innen gerichtet, könnte es sich um eine introvertierte Person handeln.

Was das Fußlesen anbelangt, spielen vor allem die Zehen eine große Rolle. Bestenfalls zeigen deine Zehen gerade nach vorne. Wenn ein Zeh vom großen Zeh weg zeigt, so heißt es, handelt es sich oft um einen Menschen, der durchs Leben hetzt. Zeigt einer deiner Zehen dagegen stark zum großen Zeh hin, beschäftigst du dich vielleicht zu sehr mit der Vergangenheit und solltest versuchen, diese Beschäftigung zu drosseln.

Deine Füße können übrigens auch auf körperliche Störungen hinweisen. Denn man sagt, dass jedem Körperteil eine bestimmte Zone am Fuß zugeordnet ist. Mittels Reflexzonenmassage kann Einfluss auf bestimmte Organe genommen werden, indem dort die Selbstheilungskräfte besser wirken. Wer Interesse hat, sich näher zu informieren oder das Ganze selbst einmal auszuprobieren, sucht sich am besten einen vertrauensvollen und sympathischen Alternativmediziner. Angeboten in Massagestudios solltest du mit Vorsicht begegnen.