Bookmark

Blockaden lösen mit EFT: So klopfst du richtig

Für einen harmonischen Energiefluss

Blockaden lösen mit EFT: Hier liegen acht der neun Punkte der Klopfakupressur-Sequenz
Blockaden lösen mit EFT: Hier liegen acht der neun Punkte der Klopfakupressur-Sequenz
© Brooke Cagle via Unsplash

Klopf-Akupressur für Körper, Geist und Seele! Viele Themen, Stimmungen und Blockaden können wir mit EFT, den Emotional Freedom Techniques, selber bearbeiten. Wichtig ist dabei, sich an die festgelegte Abfolge zu halten und unseren Gefühlen freien Lauf zu lassen. Hier erklären wir dir Schritt für Schritt, wie das Klopfen funktioniert, um Blockaden lösen zu können. Möchtest du zunächst mehr über EFT erfahren, findest du hier weitere Informationen.

EFT: Welche Meridianpunkte werden beklopft?

Insgesamt werden in dieser EFT-Sequenz neun Meridianpunkte beklopft, mit deren Hilfe du Blockaden lösen kannst. Meridiane sind Leitbahnen in unserem Körper, in denen unsere Energien fließen. Hier gibt es 12 Hauptleitbahnen, in denen bei Ansprache – zum Beispiel durch EFT, Akupunktur oder Akupressur – Blockaden erfolgreich gelöst werden können, woraufhin unser Qi, unsere Lebensenergie, wieder frei fließen kann.

  • Punkt eins liegt an der Innenseite der Augenbraue.
  • Der zweite Punkt befindet sich an der Außenseite des Auges
  • Der dritte Punkt liegt unter dem Auge am Jochbein
  • Punkt vier befindet sich direkt unter der Nase
  • Punkt fünf am Kinnpunkt unter dem Mund
  • Den sechsten Punkt findest du am Schlüsselbein
  • Den siebten Punkt findest du unter dem Arm
  • Der achte Punkt ist der Pulspunkt am Handgelenk
  • Punkt neun schließlich liegt am Scheitelpunkt auf dem Kopf

Einstimmung: Affirmation wählen, um Blockaden lösen zu können

Wir suchen uns einen Platz, wo wir mit Hilfe von EFT ungestört klopfen können und atmen tief durch. Jetzt wählen wir unser Thema und suchen oder überlegen uns eine dazu passende Affirmation. Sie ist dazu da, uns immer wieder bewusst zu machen, was wir erreichen wollen und welche guten Gefühle wir in unser Leben einladen wollen. Dieses positive Gefühl nehmen wir durch das wiederholte Aussprechen schon vorweg. Unser Körper reagiert darauf, Blockaden lösen sich und die Energie kann wieder ungehindert fließen.

Stelle dir zwei Fragen – und horche dabei ganz tief in dich hinein:

  1. Was habe ich für ein Gefühl zu dem Thema? Ist es Angst, Ärger, Trauer, Wut, Ohnmacht, Hilflosigkeit, etc.?
  2. Was macht das mit mir? – „Ich könnte wahnsinnig werden.”, „Das nimmt mir die Luft zum Atmen.”, „Ich fühle mich völlig leer.”

Wenn du wirklich im Gefühl bist, richte deine Aufmerksamkeit auf das, was du willst. So kommen die richtigen Affirmationen ganz intuitiv. Mit EFT schulen wir unsere Selbstwahrnehmung: Raus aus dem Kopf und hinein ins Gefühl.

Und noch ein kleiner Tipp: Wer sich eine eigene Affirmation schreiben will, sollte darauf achten, dass unser Unterbewusstsein die Worte „nicht” und „kein” nicht kennt. Jede Affirmation sollte also immer positiv ausgedrückt werden. Nicht: „Ich will nicht krank sein.” Sondern: „Ich will gesund bleiben.” Nicht: „Ich will weniger Stress.” Sondern: „Ich will meine Aufgaben in Ruhe und Gelassenheit erledigen.”

Video Empfehlung

Beispiele für EFT-Affirmationen

Fürs Klopfen in Stress-Situationen, wenn etwa eine Entscheidung ansteht könnte diese Affirmation helfen: „Ich vertraue auf mich. Meine Entscheidung wird die richtige sein.”

Für mehr Energie hilft es, sich bewusst zu machen, dass sich Energie-Mangel häufig dann einstellt, wenn wir das Wohl anderer in den Vordergrund stellen und uns selbst zu wenig Aufmerksamkeit schenken. Dann hilft für EFT:

„Ich bin bereit, mir Zeit für mich zu nehmen.” Oder etwa wenn jemand immer Verantwortung für andere übernimmt: „Ich lasse die Verantwortung da, wo sie hingehört und kümmere mich um mich.”

Blockaden lösen: Fokussierung auf das Thema oder Gefühl

Haben wir eine EFT-Affirmation gewählt, gehen wir mit unserer ganzen Emotion in das Thema beziehungsweise das Gefühl, das wir klopfen wollen, um die Blockade lösen zu können. Ob Wut, Angst, Enttäuschung oder ein chronischer Schmerz – je stärker wir im Gefühl sind, umso effektiver wirkt die EFT-Klopf-Sitzung. Zunächst geben wir unseren Gefühlen Ausdruck, zum Beispiel: „Ich bin sowas von wütend auf XXX.” Dabei klopfen wir zur Einstimmung den Karate-Punkt. Dieser liegt auf der Handaußenfläche, ein Stück unterhalb des kleinen Fingers. Jetzt halten wir inne und fragen uns: Wo auf einer Skala von 0 bis 10 ist unsere Gefühls-Intensität im Moment angesiedelt?

Die EFT-Klopf-Sequenz beginnt

Nun beginnen wir mit Hilfe von EFT zu klopfen, und zwar körperabwärts: Mit Zeige- und Mittelfinger beklopfen wir unsere Meridianpunkte ein bis neun. Den Druck sollte man deutlich spüren, nicht so, dass es blaue Flecken gibt, aber auch nicht zu zaghaft. Jeder Punkt wird sechs bis achtmal beklopft. Es ist egal, ob wir die linke oder rechte Körperseite beklopfen. Dazu benennen wir unser Gefühl und schließen folgenden Nachsatz an: „… liebe und akzeptiere ich mich von ganzem Herzen.” Das könnte dann also zum Beispiel so klingen: „Auch wenn ich sowas von wütend auf XXX bin, liebe und akzeptiere ich mich von ganzem Herzen”. Im Anschluss sprechen wir unsere Affirmation.

Nachdem wir die ganze EFT-Sequenz geklopft haben, und dabei jeweils unser Gefühl, den Selbst-Akzeptanz-Satz und die Affirmation wiederholt haben, fragen wir uns wieder: Wo auf der Skala von 0 bis 10 ist unser Gefühl nun angesiedelt? Wir wiederholen die Sequenz, bis sich Verbesserung einstellt, sich die Blockaden lösen. Wenn sich während der Klopf-Session ein neues Gefühl einstellt (aus Wut wird vielleicht Ohnmacht, aus Müdigkeit Angst …) thematisieren wir das neue Gefühl und machen damit weiter.