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Blattläuse bekämpfen: So vertreibst du die nervigen Schädlinge

Verabschiede dich von den unwillkommenen Gartenbesuchern

Damit deine Pflanzen Schädlings-frei wachsen können.
Damit deine Pflanzen Schädlings-frei wachsen können.
© Annie Spratt via Unsplash

Fast jeder Gartenbesitzer, Naturliebhaber und Gelegenheitsgärtner wurde schon einmal von ihnen besucht. Blattläuse sind der größte Feind eines jeden ambitionierten Hobbygärtners und haben die meisten von uns schon einmal in den Wahnsinn getrieben.
Wie du die nervigen Blattläuse bekämpfen kannst, ohne deine Pflanzen dabei zu schädigen, erfährst du hier.

Blattläuse bekämpfen: Was sind Blattläuse überhaupt?

Blattläuse sind mitunter die häufigsten Schädlinge, die sich in unseren heimischen Gärten wiederfinden. Etwa 3000 Arten von den kleinen Insekten sind bekannt, 650 davon kommen bei uns vor. Sie variieren in ihrer Erscheinung, wobei die meisten von ihnen nur wenige Millimeter messen und eine bräunliche, schwarze oder grüne Farbe haben, was sie manchmal für das bloße Auge nur schwer sichtbar macht.
Blattläuse ernähren sich von dem zuckrigen Pflanzensaft, wobei sie den Pflanzen ihre Nährstoffe entziehen und schädliche Substanzen abgeben, sodass diese häufig erkranken.
Einer der vielen Gründe, der das Blattläuse bekämpfen so schwer gestaltet, ist der Faktor, dass sich Blattläuse überaus schnell vermehren.

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Blattläuse bekämpfen: Welche Pflanzen sind betroffen?

Wer Blattläuse bekämpfen möchte, sollte sich bewusst machen, dass besonders geschwächte Pflanzen sich als leichtes Opfer für die Blattläuse anbieten. Wer also dem Befall von Blattläusen soweit wie möglich vorbeugen möchte, der sollte seine Pflanzen „artgerecht“ behandeln. Pflanzen, die viel Sonne benötigen, sollten einen Platz im Garten oder auf dem Balkon erhalten, der diesen Anforderungen gerecht wird. Pflanzen, die sich hingegen bei Schatten wohler fühlen, sollten stets vor dieser geschützt sein.
Eine durchdachte Aufteilung des Gartens oder des Balkons ist also eine Grundvoraussetzung für gesunde Pflanzen, die auch nicht von Schädlingen, wie Blattläusen heimgesucht werden.

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Weitere Möglichkeiten, um den Befall von Blattläusen vorzubeugen

Blattläuse bekämpfen gestaltet sich oft als schwerer als gedacht. Deshalb gilt, es den Blattläusen schon im Vornherein das Befallen der Pflanzen schwer zu machen.
Wer also trotz guter Pflege der Pflanzen unter dem Befall von Blattläusen leidet, der sollte in Betracht ziehen, seine Pflanzen mit einem Pflanzenstärkungsmittel zu kräftigen.
Wie du dieses Mittel ganz leicht selber machen kannst, erfährst du hier:
Du benötigst:

  • 10 Liter (Regen)wasser
  • Ein Kilo Pflanzen (es eignen sich besonders Brennnesseln, Beinwell, Scharfgabe und Ackerschatelhalm)
  • Einen großen Eimer

Die Pflanzen werden zusammen mit dem Wasser in einen großen Behälter gegeben und anschließend an einen sonnigen Platz gestellt. Des intensiven Geruches wegen kann man den Behälter mit einer Plane oder Platte abdecken, wobei man allerdings darauf achten sollte, den Behälter nicht gänzlich luftdicht zu verschließen. Das Gemisch sollte nun regelmäßig umgerührt werden und ist nach zwei bis drei Wochen zur Anwendung fertig.
Die Pflanzen werden nun kompostiert und die übriggebliebene Flüssigkeit kann in dem Verhältnis 1:10 verdünnt, auf den Wurzelbereich der Pflanzen gegeben werden.

Mittel zum Blattläuse bekämpfen

Wer unter dem Befall von Blattläusen leidet, der kann mit diesen Tipps effektiv die kleinen Blattläuse bekämpfen:

Blattläuse bekämpfen im akuten Fall

Ein recht harmloser Befall kann durch einen intensiven Wasserstrahl „abgewaschen“ und somit beseitigt werden. Ein stärkerer Befall an einer bestimmten Stelle kann auch bekämpft werden, indem die betroffene Pflanze an der Stelle zurückgeschnitten wird.

Nützlinge im eigenen Garten beheimaten

So widersprüchlich es auch klingen mag, manchmal lohnt es sich noch mehr kleine Insekten in seinem Garten oder an seinem Balkon anzusiedeln, um den Schädlingen den Garaus zu machen.
Besonders Schwebfliegen, Marienkäfer oder Schlupfwespen eignen sich als Nützlinge, da sie die kleinen Blattläuse liebend gerne vertilgen, sodass sich das Blattläuse bekämpfen meist von allein erübrigt. Die Larven der Nützlinge können in Fachgeschäften für wenig Geld erworben werden und fordern, sobald sie einmal im Garten oder auf deinem Balkon ausgesetzt sind, keinerlei Pflege mehr.

Chemische Mittel nur im Notfall benutzen

Chemische Pflanzenschutz- oder Schädlingsbekämpfungsmittel sind nur selten ratsam, da sie in der Regel mehr Schaden anrichten, als dass sie ihn bekämpfen. Besonders die oben genannten Nützlinge, die ein ausgewogenen Gleichgewicht im Garten herstellen, leiden unter den chemischen Mitteln.
Man kann also sagen, dass nur im absoluten Notfall im eigenen Garten gespritzt werden sollte, etwa wenn sich das Blattläuse bekämpfen auf natürlichem Wege nicht bewährt.
In diesem Fall sollte darauf geachtet werden, dass ausschließlich umweltschonende Mittel verwendet werden, die besonders deine gesunden Pflanzen nicht unnötig belasten

Regelmäßige Kontrolle

Der wohl wichtigste Punkt, wenn es um das Blattläuse bekämpfen geht, ist eine regelmäßige Kontrolle der Pflanzen. Treten Symptome, wie verdorrte Blätter oder bräunliche Ränder auf, muss nicht immer ein Schädling dahinter stecken. Wichtig ist also ebenfalls im Blick zu haben, welchen Wetterbedingungen die Pflanzen in der letzten Zeit ausgesetzt waren, da oftmals kalte Winde oder frostige Temperaturen den Pflanzen zu schaffen machen.

Quellen:

https://www.umweltbundesamt.de/blattlaeuse-unbeliebte-gartenbesucher#Blattlaus-Gewusst_wie

https://www.lfu.bayern.de/buerger/doc/uw_13_blattlaeuse.pdf

https://www.bzfe.de/inhalt/blattlaeuse-co-3757.html

https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/grundlagen/giftfrei/pflege/24744.html