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Was genau ist der Biorhythmus und wie kann ich ihn für mich nutzen?

Die innere Uhr

Jeder Mensch hat einen individuellen Biorhythmus.
Jeder Mensch hat einen individuellen Biorhythmus.
© Sanah Suvarna via Unsplash

Du bist eine Nachteule, die gern bis zum nächsten Mittag schläft, während andere am Morgen schon vor dem Sonnenaufgang fit sind? Vormittags hast du ein Leistungstief und kommst erst richtig auf Touren, wenn es Abend wird? Dein Biorhythmus kann hierfür die einfache Erklärung sein, auf den du gut hören solltest!

Was ist der Biorhythmus?

Der Biorhythmus ist unsere innere Uhr, die wir seit unserer Geburt in uns tragen. Mit Hilfe eines Biorhythmus-Rechners und dem eigenen Geburtsdatum kann unsere Leistungskurve ausgerechnet werden. Hierbei werden Kurven für die körperliche, die seelische und die intellektuelle Verfassung ausgegeben.

Eine Selbstreflexion ist jedoch meist viel genauer. Beobachte dich selbst über einen längeren Zeitraum, notiere dir, wann du besonders leistungsfähig bist und wann dein Körper Zeit für Pausen braucht.

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Was beeinflusst meinen Biorhythmus?

Den Biorhythmus durcheinander zu bringen ist gar nicht so schwer, auch wenn dies dazu führen kann, dass du dich ständig müde und erschöpft fühlst, weil du gegen deine innere Uhr arbeitest.

Aus dem Gleichgewicht gerät der Biorhythmus beispielsweise, wenn wir ständig gegen unsere Leistungskurve arbeiten. Auch Stress, Krankheiten, Medikamente, sehr spätes Essen oder auch künstliches Licht von Lampen, dem Fernseher oder dem Handy können den Biorhythmus beeinflussen.

Wie kann ich meinen Biorhythmus steuern?

Neben den genannten Faktoren sorgen vor allem zwei Hormone für unseren Biorhythmus: Melatonin (das Schlafhormon) und Cortisol (das Stresshormon). Morgens werden wir durch den Anstieg vom Cortisol im Körper wach und leistungsfähig. Im Laufe des Tages fällt der Cortisol-Spiegel jedoch ab, entsprechend weniger Leistungen kann unser Körper bringen. In der Regel wird von einem Leistungsabfall von 12 Stunden nach dem Aufstehen gesprochen, gleichzeitig fängt 12 Stunden nach dem Aufstehen der Melatonin-Spiegel anzusteigen, dies kann aber variieren. Stehen wir am Abend unter Stress, so steigt der Cortisol-Spiegel wieder an und verhindert ein ruhiges Einschlafen.

Steuern sollte man die innere Uhr nicht zwanghaft über einen längeren Zeitraum. Sind wir gezwungen gegen unseren Biorhythmus zu leben (beispielsweise in einem anderen Land mit einer Zeitumstellung von mehreren Stunden), so sollte man versuchen, sich langsam den neuen Gegebenheiten anzupassen.

Wie kann ich den Biorhythmus für mich nutzen?

Wer seinen Biorhythmus kennt, kann sein Leben – sofern möglich – darauf ausrichten. Selbstständige oder Arbeitnehmer im Home Office haben es da beispielsweise deutlich leichter als Arbeitnehmer, die zu festen Zeiten im Büro sein und arbeiten müssen. Dennoch kann es auch hier machbar sein, seinen Biorhythmus als Leistungskurve zu nutzen. Wer am Morgen leistungsfähiger ist, sollte schwierige Aufgaben auf den Vormittag verlagern. Am Nachmittag (Leistungstief) sind Aufgaben besser, die nicht so viel Konzentration erfordern.

Ein gesunder Biorhythmus, der nicht zwanghaft in eine andere Form gepresst wird, kann zu einer Gesunderhaltung von Körper und Geist beitragen. Unser Körper sagt uns genau, wann wir viel leisten können, aber auch, wann wir eine Ruhephase einleiten sollten. Wer auf seine innere Uhr hört, tut sich selbst somit viel Gutes!

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