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Warum Berührung wichtig für Körper und Seele ist

Was Körperkontakt alles kann

Eine Berührung von einem geliebten Menschen, kann viel mit unserem Körper und unserer Seele machen.
Eine Berührung von einem geliebten Menschen, kann viel mit unserem Körper und unserer Seele machen.
© Priscilla du Preez via Unsplash

Unser Wohlbefinden hängt von einer Reihe verschiedener Faktoren ab. Was viele nicht wissen ist, dass Berührungen von anderen hierbei maßgeblich eine Rolle spielen, da hierbei verschiedene Nerven aktiv werden und zum Teil hohe Mengen an Glückshormonen ausgeschüttet werden. Studien beweisen, dass eine Person stark darunter zu leiden hat, wenn er sich nach außen hin isoliert und zurückzieht. Nicht nur der geistige Austausch bei einem guten Gespräch, sondern auch die körperliche Nähe zählen zu unseren Grundbedürfnissen.

Berührungen beeinflussen die Psyche des Menschen

Ob es ein zärtliches Streichen über den Arm ist, eine innige Umarmung oder auch das Streichen über die Haare. Du hast bestimmt bereits an dir selbst schon einige Male festgestellt, dass es dir deutlich besser ergangen ist, wenn du ein Problem hattest und dabei die Nähe zu einem Menschen gesucht hast, der dir wichtig ist. Grund dafür ist das Verständnis der sozialen Zugehörigkeit, das tief in jedem von uns verwurzelt liegt. Je höher deine emotionale Bindung zu einem Menschen ist, desto stärker wirkt sich dessen Berührung auch auf dich aus.

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Ein Zusammenspiel aus Gefühlen und Hormonen

Bei einer Umarmung wird das Hormon Oxytocin, was zum besseren Verständnis oft auch einfach Kuschelhormon genannt wird, ausgeschüttet und durchflutet uns. Es sorgt zum einen dafür, dass sich der Puls beruhigt, da wohltuende Energie freigesetzt wird. Zum anderen trägt es dazu bei, dass durch jene Berührung ein Glücksgefühl entsteht. So etwas funktioniert bereits, wenn die Umarmung fest genug ist. Erfolgt diese Berührung zusätzlich von einer Person, die dir nahesteht, verstärkt sich die Wirkung. Denn auch deine Emotionen, die du demjenigen gegenüber empfindest, sind dazu in der Lage, Hormone freizugeben.

Weitere Wirkungen von Berührungen

Regelmäßige Berührung sorgt dafür, dass der Blutdruck und der Stresshormonpegel sinkt. Das wiederum führt dazu, dass unser Immunsystem stabiler ist.

Generell sind Menschen, die häufig Körperkontakt mit anderen haben körperlich und seelisch stabiler als Menschen, die selten berührt werden.
Auch Angstzustände können laut einer Untersuchung durch regelmäßige Berührungen gelindert werden.

Eine weitere Studie hat gezeigt, dass Frühchen, die regelmäßig massiert werden, schneller an Gewicht zunehmen als Frühgeborene, die seltener berührt werden.

Körperkontakt in unseren Gefilden: Berührung ist etwas Intimes

In deutschsprachigen Ländern herrscht allem voran eine Kultur vor, die gegenüber Berührungen nur sehr bedingt offen ist. Eine Begrüßung, bei der sich beide Parteien sofort umarmen, ist nicht immer gewünscht und wird überwiegend im familiären und freundschaftlichen Umfeld gelebt.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist ein gesellschaftlicher Aufschwung zu erkennen, aus dem sehr klar hervorgeht, dass die Menschen nicht ohne vorheriges Einverständnis Berührung erfahren wollen. Oft gilt es bereits als ein Eingriff in den persönlichen Freiraum, dem Gegenüber freundschaftlich an die Schulter zu fassen. Ob Trost oder Zuneigung zum Ausdruck gebracht werden soll, spielt keine Rolle. Wenn du auf Nummer sicher gehen möchtest, vergewissere dich einfach im Vorhinein. Lieber wird einmal zu oft über dieses Thema gesprochen, als einmal zu wenig.

So nicht: Warum eine Berührung das Seelenwohl auch negativ beeinflussen kann

Gleichzeitig zu positiven allen positiven Effekten, kann eine Berührung auch mit Dominanz und Anspruch in Verbindung gebracht. So kann ein fester Griff, der das Gegenüber einengt oder ihm das Gefühl vermittelt festgehalten zu werden das genaue Gegenteil einer vertrauten, liebevollen Berührung hervorrufen. Stress und Unwohlsein können hier zum Beispiel die Folge sein.

Darauf zu achten, nicht durch eine unangemessene Berührung dein Gegenüber in Verlegenheit zu bringen, ist eine Form der Wertschätzung und daher ebenfalls wichtig für unser aller Seelenwohl.