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Augen: Der Spiegel der Seele

Sie lassen uns von innen leuchten –  mehr als alle Schönheits-Tipps …

Gönnen auch deinen Augen etwas Pflege.
Gönnen auch deinen Augen etwas Pflege.
© Soroush Karimi via Unsplash

Im Volksmund reden wir vom bösen Blick, hell- oder schwarzsehen,  jemandem ein Dorn im Auge zu sein oder mit einem blauen Auge davonzukommen. Unsere Augen sind weit mehr als ein Sinnesorgan. „Ganz gewiss wohnt die Seele in den Augen“, sagte schon Plinius, ein römischer Schriftsteller. Sie können funkeln und strahlen – oder trüb und traurig sein … Jedes Augen-Problem gibt ganz unmittelbar Auskunft über uns selbst – und weist uns auf wunderbar klare Weise den Weg zur Heilung. Erkunden wir das Geheimnis unserer Augen – die die Schönheit unserer Seele spiegeln …

Wenn unsere Augen funkeln wie Diamanten, klar wie ein Bergsee sind oder jemanden mit Blicken töten, spiegeln sie unser Wesen und unsere Gefühle wieder. Jede Regung, ob Freude, Misstrauen oder Zuneigung drückt sich in unseren Augen aus. Selbst unterdrückte Tränen lassen sich an den Augen ablesen. Getrübte Augen und wassergefüllte Ansammlungen unterhalb des Augenlides geben einen Hinweis auf nicht geweinte Tränen. Sie können aber auch in Folge von zu salzigem Essen oder zu geringer Flüssigkeitszufuhr entstehen und wie Alkoholkonsum zu Lymph-Stauungen führen

Vitamine für gesunde Augen

Gegen geschwollene Augen schwören manche Frauen auf ins Eisfach gelegte Löffel, die durch Kühlung die Schwellungen zurückgehen lassen. Das beste Schönheitselixier für strahlende Augen sind ausreichendes Trinken und viel Schlaf.

Besonders wichtig ist eine vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung. Das betrifft auch die Faltenbildung um die Augen herum, denn mit einer gesunden Kost, reich an Antioxidantien und sekundären Pflanzenstoffen, schützen wir unsere Haut vor freien Radikalen, die die Faltenbildung vorantreiben. Laut der chinesischen Lehre haben die Augen auch eine direkte Verbindung zur Leber. Sie ist – laut TCM – das Organ mit dem größten Einfluss auf die Augen. Ist die Leber angeschlagen, kann sie die Versorgung des Auges nicht mehr vollständig gewährleisten.

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Schlacken behindern die Sehkraft

Um die Augen zu heilen sollten Leber, Nieren und Darm entgiftet werden. Denn wenn zu viele Schlacken in unserem Körper zirkulieren, gelangen sie irgendwann auch ins Auge, lagern sich in der Linse, in der Netzhaut und in den Augenmuskeln ab und verstopfen die feinen Blutgefäße, die das Auge ernähren.

Laut Caroline Ebert, Autorin, Optikermeisterin und Augenkinesiologin, spiegeln unsere Augen auch unseren Blick auf uns selbst, unser Leben und auf andere wieder. Caroline Ebert erklärt: „Hinter jeder Fehlsichtigkeit verbirgt sich eine körperliche, mentale oder emotionale Blockade. Auch alte Verhaltensmuster, die ihre Wurzeln in der frühen Kindheit haben, unbewältigte Gefühle wie Angst und Wut, wirken sich auf unsere Sehkraft aus.“ Wer etwas für eine gute Sehkraft tun möchte, sollte sich also mit den emotionalen Hintergründen seiner Fehlsichtigkeit befassen.

Weitsichtige haben den Überblick

Wenn wir in unserem Leben etwas oder jemanden nicht sehen möchten, verschließen wir unbewusst unsere Augen davor, was unser Sehvermögen beeinflusst. So bringt die Redewendung „die Augen vor einem Problem verschließen“ die gesamte Psychosomatik der Sehschwächen auf den Punkt.

Es ist tatsächlich so: Bei Menschen mit derselben Fehlsichtigkeit lassen sich gemeinsame Themen, ein ähnlicher Blick auf die Welt erkennen. Weitsichtige etwa betrachten lieber größere Zusammenhänge, bewahren gern den Überblick. Sie interessiert das Naheliegende weniger. Diese Haltung beeinflusst die Position der Netzhaut. Die unterdrückten Gefühle drücken auf den Augapfel, so dass die Netzhaut weiter nach vorn rückt. Die Folge: Mit Augen wie ein Adler sehen sie die Fehler anderer – sind aber manchmal fast ein wenig blind den eigenen Themen gegenüber … „Manchmal wollen wir uns selbst nicht sehen, uns nicht mit uns selbst auseinandersetzen, was zu Weitsichtigkeit führt“, erklärt Caroline Ebert. Sie empfiehlt Weitsichtigen, sich bewusst zu machen, dass die Anteile, die sie bei sich selbst nicht wahrhaben wollen, von ihren Mitmenschen gespiegelt werden.

Kurzsichtige blicken nach innen

Kurzsichtige hingegen verschließen gerne ihre Augen vor dem, was in der Ferne liegt. „Sie ziehen sich gern in sich zurück, ihre Netzhaut ist weiter nach innen verlagert“, erklärt Caroline Ebert. „Kurzsichtige glauben schnell, dass etwas mit ihnen nicht stimmt, suchen den Fehler in sich selbst und neigen zu Perfektionismus.“ Sie sollten lernen, sich selbst anzunehmen, weniger zu kritisieren und besser abzugrenzen. Denn meist sind sie zu gutmütig.

Caroline Ebert selbst hat die Sehkraft ihrer Augen um zwei Dioptrien verbessert, indem sie die seelischen Hintergründe ihrer Fehlsichtigkeit gelöst und regelmäßig Augenübungen durchgeführt hat. Denn genauso, wie wir unseren Körper durch Yoga oder Sport gesund und jung erhalten können, lassen sich auch die Muskeln unserer Augen trainieren.

Augen-Yoga lohnt sich. Langfristig sollen wir mit nur zehn Minuten Training am Tag auf manche Brillen und Kontaktlinsen verzichten können. Das probieren wir mal aus – für den klaren und schönen Blick tief aus unserer Seele, oder?

Augen-Yoga

Etwas mehr Durchblick, bitte …! Neun kleine Tipps, um die Augenmuskeln fit zu halten:

  1. Mit den Augen nach oben und dann nach unten schauen. Insgesamt zehn Mal. Den Kopf nicht bewegen. Zwinkern.
  2. Nach links und dann nach
    rechts blicken. Insgesamt zehn Mal. Den Kopf nicht bewegen. Zwinkern.
  3. Nach links unten und dann nach rechts oben schauen. Insgesamt zehn Mal. Den Kopf nicht bewegen. Zwinkern.
  4. Nach links oben und dann nach rechts unten blicken. Insgesamt zehn Mal. Den Kopf nicht bewegen. Zwinkern.
  5. Rolle deine Augen in so großen Kreisen wie möglich. Beschreibe zehn Kreise in die eine und zehn Kreise in die andere Richtung.
  6. Beschreibe mit deinen Augen eine liegende Acht. Insgesamt zehn Mal.
  7. Dann zehn Mal eine stehende Acht.
  8. Starre einige Sekunden auf ein entferntes Objekt und dann auf eines in deiner Nähe. Mache diese Übung zehn Mal.

Zum Abschluss Palmieren:

  1. Eine der wichtigsten Übungen aus dem Augen-Yoga, die Verspannungen
    der Augenmuskeln löst und die Netzhaut regeneriert. Denn die Sinneszellen der Netzhaut können nur in absoluter Dunkelheit den Sehfarbstoff aufbauen, der beim Sehen verwendet wird. Das Auflegen der Hände wird auch als Palming bezeichnet (vom Englischen „palm”, Handfläche). Die Energie aus den Chakren der Handflächen fließt in die Augen hinein und hilft ihnen zu regenerieren. Sie kann im Sitzen oder Liegen durchgeführt werden. Reibe deine Handflächen aneinander um Energie und Wärme zu erzeugen.Wenn die Handflächen warm sind, legst du sie wie Schiffchen auf die geschlossenen Augen, ohne auf die Lider zu drücken und die Augen dabei zu berühren. Die Handballen berühren den Oberkiefer, so- dass alles Licht abgeschirmt wird. Entspanne, spüre die Wärme und stell dir vor, wie heilsame Energie auf deine Augen übertragen wird.