Bookmark

Achtsamer Umgang mit der virtuellen Welt – so geht‘s

Wann ist es Zeit, abzuschalten?

Sollten wir wirklich jedes persönliches Foto im Internet teilen?
Sollten wir wirklich jedes persönliches Foto im Internet teilen?
© John Schnobrich via Unsplash

Während die virtuelle Welt allem voran einen großen Vorteil hat – nämlich, sich zu jeder Zeit mit jedem auf der Welt sofort austauschen zu können – so hat sie auch ihre Schattenseiten. Viel zu oft geraten diese in Vergessenheit, doch ist ein objektiver Umgang mit ihnen von höchstem Interesse für unsere Gesellschaft.

Von den Smombies – die Zombies mit dem Smartphone

Es ist keineswegs verwerflich, wenn man großen Gefallen daran findet, sein Smartphone zu benutzen. Diese kleinen Geräte sind schließlich dazu in der Lage, eine durchschnittliche Digitalkamera zu ersetzen. Für Geschäftsleute ersetzen sie unterwegs bei Bedarf sogar den Laptop. Teenager sehen sie gerne als Spielzeug, denn die Grafik ist wahrlich ein Augenschmaus – vorausgesetzt natürlich, das jeweilige Spiel schöpft die technischen Möglichkeiten auch aus.

5 Gründe warum du dein Handy öfters abschalten solltest

Video-Empfehlung

Was hingegen eher nach hinten losgeht, ist die fehlende Aufmerksamkeit anderen gegenüber, wenn man nicht alleine unterwegs ist. Frag dich einfach selbst: Muss es denn wirklich sein, zusammen in ein Restaurant zu gehen, um dann keine zwei Stunden die Finger von dem kleinen Gerät lassen zu können? Das zeugt nicht gerade von Respekt deiner Begleitung gegenüber.

Soziale Interaktion ist ein subjektives Bedürfnis

Achtsamer Umgang mit der virtuellen Welt bedeutet nicht nur, zu wissen, wann man abschalten sollte. Ebenso wichtig ist es auch, es anderen Personen zu überlassen, wieviel Zeit sie in ihre virtuelle Umgebung investieren. Denn während der eine förmlich daran zugrunde geht, wenn er gänzlich ohne menschliche Berührung auskommen muss, fühlt sich der andere genau damit am wohlsten.

Tatsache ist doch schließlich, dass sich die Menschen bereits vor einigen Jahren, als die Realität noch nicht so stark mit der virtuellen Welt verwoben war, in introvertierte und extrovertierte Persönlichkeiten unterteilen ließen.

Rücksicht der älteren Generation gegenüber

Zum Schluss noch ein Fakt, der besonders für die Generation Y spürbar ist: Die virtuelle Welt ist für sie so selbstverständlich, dass sie sich kaum vorstellen können, dass es noch vor knapp 25 Jahren ganz anders aussah. Kein Internet und keine Handys – wie geht das überhaupt?

Daher haben sie auch oft wenig Verständnis, wenn jemand mit der neuen Technik nicht bewandt ist. Es sind die Ältesten in unseren Reihen, die sich davon oft völlig überfordert fühlen und mit denen wir daher umso mehr Geduld haben müssen. Während die Millenials noch das Vergnügen hatten, Wählscheibenapparate und Kassetten als Kinder zu nutzen und heute im Gegenzug dazu ein Smartphone besitzen, kann sich unsere Generation heutige Generation gar nicht vorstellen, wie beängstigend ein solcher Fortschritt denn überhaupt sein kann.